Artikel mit Tag: Training
Montag, 1. Mai 2006
Samstag, 29. April 2006
verlängerte Flusstour
Schon seit vielen Jahren fahre ich im Frühling eine Biketour, die auf vielen Wanderwegen den verschiedensten Gewässern in der Umgebung folgt. Eine kleine Aufzählung der Bäche und Flüsse die passiert werden: Altbach, Glatt, Furtbach, Limmat, Aare, Surb. Damit es nicht nur eine Flachtour wird, sind der Altberg zu Beginn und die Lägern-Hochwacht gegen Ende der Tour eingeplant. Was ich auch wusste, dass es eine lange Tour geben wird, da die mir bekannte Runde mit Ausgangspunkt Dielsdorf knappe 70km auf den Tacho bringt und die Anfahrt bis nach Dielsdorf etwa 15km weit ist.
Ich habe mich gestern Abend für diese Tour entschieden, da der Wetterbericht von längeren trockenen Abschnitten sprach (und ich ja am letzten Montag noch eine Regenhose gekauft habe). Ich packte also den Rucksack voll und bestieg noch vor neun Uhr morgens das Bike. Es war noch sehr kühl, vielleicht 6 oder 7 Grad, so gar nicht frühlingshaft. Auch die Singlletrails waren ziemlich matschig und dennoch, es war und ist einfach eine Supertour. Seit ich letztes Jahr mal in München die Isarauentrails gefahren bin, würde ich diese Tour in die gleiche Kategorie einteilen. Slalom zwischen Bäumen, kilometerlange Trails, keine Leute die sich gestört fühlen.... einfach Klasse....
Als der Aufstieg zur Hochwacht anstand, fühlte ich mich schon etwas gebraucht und das durchklicken des Bikecomputers bestätigte auch wieso.. es waren schon über 70km gefahren. Also besser noch eine kurze Pause einlegen und eine Banane nachschieben. Das hat mich wieder etwas aufgebaut und als ich oben angelangt die Aussichtsplattform betrat, war ich mit meiner Leistung wirklich zufrieden. Leider zeigten sich nun ziemlich dunkle Wolken am Himmel und deshalb beschloss ich, diesmal nicht im Restaurant Bergwerk Halt zu machen, sondern möglichst den direkten Heimweg anzutreten. Doch es dauerte nicht lange und die ersten Tropfen fielen.... Bei einer Waldhütte machte ich nochmals Halt, zog mir die kurze Regenhose über die lange Radhose und schlüpfte in die Regenjacke. Die letzte halbe Stunde strampelte ich also in leichtem Regen nach Hause und konnte mich der guten Funktion meiner Kleidung erfreuen (sehr positiv ausgedrückt, denn eigentlich hätte ich auf den Regen verzichten können).
Als ich vom Rad stieg, war es etwa halb fünf Uhr abends. Ich war also insgesamt 8 Stunden draussen, bei Temperaturen zwischen 6 und 12° Grad und deshalb war ich nicht nur müde sondern auch etwas ausgekühlt. Nach der warmen Dusche legte ich mich zuerst einmal hin um etwas zu entspannen. Es war die längste MTB-Tour, die ich je gefahren bin. Zudem ist der tausendste Bikekilometer nun auch vollbracht. Der Tacho sagt: 113km, 6:31 Std. 1'450Hm
Montag, 24. April 2006
Sechseläuten - egal, Hauptsache frei!
Einmal im Jahr feiert sich der Wirtschaftsadel von Zürich selbst und reitet wie vor ewigen Urzeiten in historischen Sonntagskleidern um ein Feuer herum, auf dessen Spitze ein mit Knallkörpern vollgestopfter Schneemann steht, welcher mit viel Getöse verbrannt wird und anzeigen soll, wie gut der kommende Sommer wird. Falls es wirklich jemanden genauer interessiert, hier kann man nachlesen.
Mich interessiert dieser Brauch herzlich wenig, denn ich gehöre nicht zur Wirtschaftselite und bin auch nicht Mitglied einer Zunft. Ich profitiere einfach vom lokalen Feiertag, der mir einen freien Nachmittag beschehrt. Danke.
Da absehbar war, dass es heute einen sonnigen Tag geben wird war klar, dass ich mit dem Rennrad zur Arbeit fahre und die Rückfahrt am Nachmittag zu einer Radtour ausdehne. Ich entschied, zu einem meiner Lieblingsgeschäfte zu fahren... Veloplus in Wetzikon, 8'000 Artikel für Radfahrer... ein kleines Eldorado für Spinner wie mich...
...
Die Fahrt führte mich entlang des Greifensees, wo man bei so schönem Wetter wie heute zwischen Rollerbladern und Wanderern Slalom fahren muss. Von Uster bis nach Wetzikon kann man einen schönen Radweg am Ufer der Aa entlang fahren; einzig der starke Verkehr auf der nahen Hauptstrasse stört/stinkt zeitweise. Bei Veloplus angekommen suchte ich nach einer wasserdichten kurzen Radhose. So etwas habe ich letztes Jahr bei der Alpenüberquerung bei den beiden Guides gesehen und die Idee überzeugte mich sofort. Gerät man auf Touren in den Regen, hat man meist nur eine Regenjacke mit und sitzt somit innert kürzester Zeit im Nassen. Lange Regenhosen haben viele Nachteile (starkes schwitzen, meist zu kurz für meine langen Beine, grosses Packmass) und diese GoreTex-Shorts erschienen mir als eine gute Lösung. Ich habe mich dann für das "günstigere" Modell von Löffler entschieden (will sie ja am liebsten gar nie brauchen). Leider ist die gekaufte Hose nicht im Online-Katalog. Hier kann man sie wenigstens sehen: der Fahrer links in der kurzen Hose trägt so ein Teil. Da die Hose nur halb lang ist, kostet sie glücklicherweise auch nur die Hälfte. Bremsbeläge für meine MTB-Scheibenbremse mussten auch noch her, ein paar Ersatzschläuche können auch nicht schaden... und für den geplanten Marathon habe ich noch ein paar Tütchen Doping gekauft (Squezzy Vanille). Richtig schön shoppen.....
Den Rückweg plante ich via Pfäffikon, Hittnau nach Saland, von wo ein superschöner Radweg der Töss entlang bis nach Winterthur führt. Es war wirklich herrlich.Viele Sträucher, Bäume und Wiesen beginnen nun zu blühen und 22° Grad ist einfach ideale Radfahrtemperatur... Quer durch Winterthur durch und noch hoch bis Brütten, von da weg nur noch genussvoll via Oberembrach nach Hause rollen... super!
Zuhause angekommen musste ich noch das Bionicon wieder herstellen. Das heisst: Das Hinterrad aus meinem MTB ausbauen, sauber putzen und wieder ins Bionicon einbauen. Problemlos. Muss das Bike ja morgen zurückbringen und bin gespannt, wann ich mein neu eingespeichtes Hinterrad wieder erhalte.
Gegen sechs Uhr fuhr ich mit dem Auto zu meinen Eltern für den ersten Grillabend der Saison. Alles war schon schön vorbereitet und ich konnte mich nur noch an den gedeckten Tisch setzen... herrlich! Alles schmeckte formidabel (Mamma ist halt die Beste
) und die Stärkung tat mir richtig gut.
Was für ein super Tag......
solche Tage könnte es haufenweise geben! Dass ich heute auch noch den dreitausendsten Velokilometer dieses Jahres abgestrampelt habe, ist nur noch ein kleines nettes Detail am Rande. Der Tacho sagt: 99km, 3:31 Std., 610Hm
Samstag, 22. April 2006
Triple Hochwacht Tour
Unterwegs konnten wir dieses lustige "Sinnbild" schiessen. Es zeigt Jürg auf seinem "Checker Pig" vor gescheckten Schweinen. (Für die, die des Englischen nicht mächtig sind: Checker Pig heisst frei übersetzt: Geschecktes Schwein. Das Bild heisst also "geschecktes Schwein vor geschecktem Schwein").
Man beachte auch das herrliche Frühlingswetter... traumhaft.
Nachdem wir zuerst die Irchel-Hochwacht und dann die Rhinsberg-Hochwacht bezwungen hatten, fuhren wir für eine Mittagsrast runter nach Bülach und genehmigten uns da leckere Schnitzelbrote an einer Imbissbude. Es ist einfach etwas Besonderes: Das erste Mal im Jahr in kurzen Hosen und Kurzarmtrikot, mit eingeschmierter Sonnencreme draussen zu essen, ohne zu frieren. Da haben wir uns schon etliche Touren lang drauf gefreut. Auch die blühenden Kirschbäume oder die wunderschönen Magnolienbäume erfreuen einfach ungemein. Endlich ist Frühling. Endlich wird das braun des Waldes durch junges, sattes grün verdrängt.
Um von Bülach an den Fuss der Lägern-Hochwacht zu gelangen, wählten wir die direkte und einfache Variante auf Asphalt und über Radwege. Die 15 eher flachen Kilometer halfen etwas verdauen und die 400 Höhenmeter waren dadurch nicht ganz so hart. Das letzte Stück von etwa 40 Höhenmetern ist von unten nach oben unfahrbar, da viel zu steil und zu felsig. So konnten wir auch gleich etwas "schieben/tragen" üben, was ja an der Alpenüberquerung anfang Juli auch fast täglich auf dem Programm steht. Die Lägern-Hochwacht befahren wir aus zwei Gründen immer wieder gerne.
Erstens kann man bergrunter fast alles auf herrlichen und technisch recht anspruchsvollen Singletrails fahren und zweitens kehren wir unten fast immer ins Restaurant "Bergwerk" ein und geniessen dort ein Stück der feinen hausgemachten Früchtekuchen. So auch heute. Die Singletrails waren erstmalig trocken und bis auf eine Stelle problemlos fahrbar, was einem unweigerlich ein Lächeln ins Gesicht zauberte und den Früchtekuchen konnten wir nach mehr als 60km und 1'300Hm auch bestens verwerten (was das zufriedene Lächeln noch verlängerte)
.
Den Rückweg fuhren wir als Genusstour. Nicht wirklich schnell, doch mit allen Sinnen geniessend. Rund um den Flughafen war ein "sehen und gesehen werden". Oldtimer, Motorräder, Biker, Rennradfahrer, Rollerblader, Wanderer und Spatziergänger.. heute war wirklich jeder Draussen und genoss diesen herrlichen Frühlingstag (die Temperatur lag bei etwa 21° Grad). Zuhause angekommen waren wir natürlich gespannt, welche "Leistungsdaten" heute herausgekommen sind. Der Tacho sagt: 82km, 5:10 Std., 1'680Hm. Das war eine sehr gute Trainingstour. Wenn wir an den 18.06.2006 denken (Schwarzwald Bike Marathon) so stellen wir fest: dort werden es noch 6km und 500 Hm mehr sein.... wir müssen also dran bleiben.
Montag, 17. April 2006
Frühsport
Nach zwei MTB-Touren mit schwerem Boden ist der Wechsel auf's Rennrad mit 8bar Druck in den Reifen auf Asphalt schon heftig. Man kriegt das Gefühl, das rollt von alleine. Jedes kleinste Muskelzucken wird in Vortrieb umgewandelt. Enorm. Irgendwie ist beides radfahren und doch ist es völlig verschieden.
Ich bin sehr gut gestartet und musste mich etwas im Zaum halten, denn ich wollte ja dann nicht auf den letzten Kilometern auf dem Zahnfleisch nach hause kriechen. Die Fahrt dem Rhein entlang bis nach Koblenz ist fahrtechnisch sehr einfach. Breite Radwege, flach bis leicht abfallend. Mir fiel auf, dass das Tempo selten unter 30kmh fiel.... cool. Eigentlich plante ich am Stausee bei Döttingen einen Verpflegungshalt einzulegen, da es dort jedoch von Fussgängern, Hobbyornithologen und Rollerbladern nur so wimmelte fuhr ich weiter. Das Surbtal entlang bis nach Lengnau, wo ich endlich die gesuchte Parkbank an der Sonne mit etwas Aussicht gefunden habe. Eine Banane, danach noch einen Müsliriegel, das sollte reichen um den Aufstieg von Schöfflisdorf auf den Regensberg zu packen. Hier merkte ich nun, dass ich meist gut Druck gegeben habe, denn schon zu Beginn der Steigung musste ich runterschalten und in kleinem Gang das Ganze angehen. Die Aussicht von Regensberg in Richtung Zürcher Unterland und Flughafen war super und die Abfahrt bis nach Otelfingen eine echte Belohnung. Nun folgten noch einige Flachkilometer bis an den Rand der Stadt Zürich und von da weg fuhr ich quasi meinem Arbeitsweg entlang nach Hause. Das durchklicken des Computers vor der Garage bestätigte das Erreichen des gesteckten Ziels. Es war kurz nach ein Uhr Mittag und tatsächlich, es zogen Wolken auf.... Ich bin zufrieden, es hat sich gelohnt. Der gefahrene Schnitt von etwa 28km/h finde ich noch erwähnenswert. So schnell war ich (vor allem auf so eine Distanz) noch nie unterwegs. Es scheint, dass die Italienwoche doch viel gebracht hat. Der Tacho sagt: 107km, 3:47Std., 750Hm
Zum Schluss nochmals ein kurzer Vergleich RR-MTB. Am Karfreitag bin ich mit dem MTB in fast der gleichen Zeit 60km gefahren wie jetzt 107km mit dem Rennrad. Klar, ein Kilometer ist immer ein Kilometer. Von der Belastung her gesehen würde ich jedoch sagen, dass man die Rennrad-Kilometer durch zwei teilen muss um einen Vergleich mit den MTB-Kilometern anzustellen. So gesehen ist das simple addieren der Kilometer etwas unfair für das MTB (oder die RR-Kilometer werden überbewertet).
Sonntag, 16. April 2006
Oster-Biketour
Der Wetterbericht für diese Ostertage ist für die Nordostschweiz ja ziemlich bescheiden und deshalb war ich schon etwas verwundert, als Jürg um halb zehn Uhr anrief und fragte, ob ich auf eine Biketour mitkomme. Um 11:00 Uhr habe er sich mit seinem Schwager verabredet.... ein schlaftrunkener Blick nach Draussen... es regnet... "Nein danke, bei Regen habe ich keine Lust". Darauf er: "Du kannst es Dir ja noch überlegen; wir treffen uns einfach um elf Uhr bei meinem Schwager".
Da ich nun wach war, konnte ich auch gleich frühstücken und siehe da, kaum 10 Minuten später zeigte sich die Sonne.
Ich dachte: "wenn ich heute wieder nur faul abhänge, habe ich abends eine Stinklaune." Also keine Schwäche zeigen. Ich wusste ja, dass ich zuerst noch den Plattfuss reparieren musste, doch das ist ja eine kurze Sache (also keine Ausrede wert). Das Wetter war wirklich sehr launisch und so entschied ich mich für die Regenjacke; packte Regenhose und Langarmtrikot in den Rucksack, dazu ein Apfel und eine Banane, etwas Geld, Trinkbeutel mit Wasser auffüllen und los. Als ich vor die Haustüre trete, blendet mich die Sonne.... Ich weiss, dass ich gleich einen netten Aufstieg von etwa 130 Höhenmeter vor mir habe und deshalb ziehe ich mich schon in der Garage das erste mal um... Nun muss ich mich aber beeilen, nicht dass die Anderen schon weg sind...
Witzig, Jürg war überhaupt nicht erstaunt, als er mich sah und nach etwas Smalltalk machten wir uns zu dritt auf den Weg um Jürgs Bruder (welcher mit uns die Alpenüberquerung mitfahren will) zwei Dörfer weiter auch noch abzuholen. Der Himmel zieht schon wieder zu...
Als wir endlich vollzählig sind, besprechen wir kurz die Route und fahren dann gut gelaunt los. Das sollte sich leider rasch ändern. Denn bereits bei der ersten Singletrail-Abfahrt stürzt Jürgs Bruder so unglücklich, dass er sich das linke Schlüsselbein bricht... Mist... (das kenne ich ja... brach mir 2002 auf Fuerteventura das Schlüsselbein)... Also: seine Frau anrufen, damit Sie ihn mit dem Auto abholen kommt und schon mal aus dem Wald zur nächsten Strasse laufen. Zum Glück ist alles sehr nahe. Seine Frau ist nach zehn Minuten bereits da, wir verstauen sein Bike im Kofferraum, helfen ihm ins Auto und winken bei der Wegfahrt... in die Notaufnahme. Das nächstgelegene Spital ist auch nur etwa 10km entfernt. So ein Mist. Und das am Ostersonntag... Die Alpenüberquerung kann er vermutlich auch gleich knicken...
Wir anderen machten und dann etwas nachdenklich auf den Weg... es braucht so wenig... und so rasch passiert etwas...
Wir durchfuhren schöne Wälder und auf der Karte tragen die Hügel Namen wie: Höriberg, Strassberg und Stadlerberg. Doch wohlverstanden: es sind Hügel, keine Berge...
Natürlich wurden wir noch kräftig verregnet - was ja eigentlich vom Start weg klar war. Der Platzregen war zeitweise so heftig, dass wir unter Bäumen Schutz suchten und die gröbsten Gewitterzellen vorbeiziehen liessen. Doch es ist wie es ist... kaum denkt man es wird besser und schwingt sich wieder in den Sattel, beginnt es von Neuem wie aus Eimern zu schütten. Na ja, irgendwann ist man durch und durch nass und dann spielt das Wetter nicht mehr die grosse Rolle
. Zuhause angekommen fand ich lustig, dass die Tour heute genau gleich lang war, wie die Tour am Karfreitag. Dadurch dass ein paar Höhenmeter weniger zu bewältigen waren, war die Fahrzeit etwas kürzer. Der Tacho sagt: 60km, 3:34Std., 1'020 Hm
Nach der wärmenden Dusche war ich gut motiviert um das Bike auch noch gründlich zu putzen und zu schmieren. Die Schaltung nervte während der Fahrt etwas und das konnte ich auch gleich besser einstellen. Nun bin ich zufrieden. Es hat sich gelohnt, denn die Laune wird den ganzen Abend über gut sein
. Dem Verunfallten auch auf diesem Weg nochmals: gute Besserung!
Freitag, 14. April 2006
Karfreitags-Biketour
Der Wetterbericht hatte recht: Es regnete nicht. Als wir um 10:00 Uhr losfuhren, hingen die grauen Regenwolken jedoch sehr tief und das Thermometer wagte sich auch noch kaum über die 10° Grad Marke. Ich beschloss deshalb, heute das Giraffentrikot in Langarm zu tragen
. Der Boden war natürlich durch die vielen Regenfälle der letzten Woche durchgenässt und so war es keine Frage, ob mit oder ohne Schutzbleche.
Da sich der Dritte im Bunde noch rasch per SMS abmeldete, machten sich nur Jürg und ich auf den Weg in Richtung Irchelturm und Irchelhochwacht. Wir wollten uns über Asphalt- und Kiesstrassen langsam an Singletrails herantasten um zu sehen, wie tief und matschig das alles ist und zu unserem Erstaunen war das Meiste eigentlich recht gut fahrbar. Auf der ersten Steilabfahrt von der Hochwacht in Richtung Tössegg zeigte ich jedoch schon etwas Nerven und entschloss mich, das heftigste Stück runter zu gehen. Jürg balancierte cool runter - chapeau! Unten angekommen enschieden wir, noch ein zwei Hügel ins Tourprogramm aufzunehmen. Die Kilometer und Höhenmeter steigerten sich langsam aber sicher und unsere Beine wurden schwerer... So kam uns das "Velo-Beizli" an der Glatt gleich richtig. Kaum hingesetzt und bestellt, taucht der Schwager von Jürg ebenfalls per Bike auf (auf dem Bild ganz rechts). Was für ein Zufall! Er feiert nämlich heute abend seinen 2x25. Geburtstag, hat eine grosse Feier organisiert, an die auch Jürg und ich eingeladen sind. Witzig - Zufälle gibt's! Wir plauderten etwas und machten uns danach auf dem Heimweg. Zuhause angekommen zeigte der Tacho klar, dass es eine ausgewachsene Tour war. Der Tacho sagt: 60km, 3:49 Std., 1'140Hm
Übrigens: Während der ersten Fahrstunde hatte ich Mühe mit zu halten und ich fühlte mich eher schlapp, denn gut trainiert. Mit zunehmender Distanz ging es jedoch besser und besser. Nun, nach der Tour, fühle ich mich gut und nicht wirklich kaputt. Ja, die Trainingswoche hat schon etwas gebracht. Mein Hauptgegner am Berg sind halt noch immer meine 100kg....
Donnerstag, 30. März 2006
aktualisierte Trainingstabellen
Samstag, 25. März 2006
Biketour einmal ohne frieren...
Als ich heute morgen um sechs Uhr aufwachte, weil der Regen so stark auf Hausdach prasselte war ich mir nicht mehr so sicher, ob die Velotour wie abgemacht um 10:00 Uhr starten kann. Als ich dann aber um halb neun aufgestanden bin, regnete es nicht mehr, was ich mit Wohlwollen registrierte. Da mein Bikekamerad beruflich dem Baugewerbe nahesteht entschieden wir uns, den Baufortschritt des neuen Stadtteils Glattpark von Zürich mal näher anzusehen. Wir hofften, den künstlichen See bereits sehen zu können, was aber dann noch nicht der Fall war. Man erkennt, wo er mal hinkommt, da grössere Erdverschiebungen schon stattgefunden haben, doch Wasser ist noch keins da.
Danach radelten wir am Katzenbach entlang via Watt, Adlikon und Buchs bis nach Ottelfingen. Von da führt eine steile Schotterstrasse in Richtung Lägern-Hochwacht hoch, die wir jedoch nur etwa zu zwei Dritteln meisterten, da unsere Mägen schon tüchtig knurrten und das Restaurant Bergwerk -in welchem ich schon letzten Samstag einkehrte- von da her sehr schnell zu erreichen ist. Ein Stück Fruchtkuchen und einen Kaffe später wollten wir uns wieder auf's Rad schwingen, doch ein kurzer Regenschauer zwang mich zuerst zu einer Umziehaktion. Und wie es dann oftmals ist.... fünf Minuten später war alles vorbei und die Sonne guckte bereits wieder frech an einigen Wolken vorbei... als nochmals umziehen.
Wir entschieden uns für den Warmduscher-Heimweg... fast alles Asphalt, mehrheitlich flach, was uns beim Flughafen an den Hangar-Hallen von SR-Technics vorbei führte. Da habe ich dann auch das Foto gemacht. Das Wetter wurde zusehens besser und wärmer, was man auch an der hochgekrempelten Hose erkennen kann
(Maximaltemperatur nach Tacho: 15° Grad!). Es war wie immer lohnend. Danke. Der Tacho sagt: 63km, 3:30 Std., 780Hm
Samstag, 18. März 2006
lange Biketour
Von Anfang an war eine Einkehr im Restaurant Bergwerk in Buchs geplant. Dort gibt es schon fast legendär gute Käse- oder Spinatkuchen (warm) oder verschiedene Früchtekuchen (kalt) und als ich nach knapp 3 Stunden Fahrzeit da angekommen bin, waren auch meine Füsse derart unterkühlt, dass eine Rast gut tat. Ein Lokal, in dem die Zeit stehen geblieben ist. Alles ist alt. Das Mobiliar, die Bilder an der Wand, die Speisekarte... (die Bedienung)... wirklich: Kult! Essen wie zu Grossmutters Zeiten - herrlich! Zur Stärkung ein Stück Spinat- Speckkuchen und danach ein Stück Zwetschgenkuchen mit einen Kaffee. Da kommt die Kraft zurück! Die Motivation für weitere Taten steigt und lässt mich über eine Tourverlängerung nachdenken. O.k. wenn die Sonne noch hervorkommt, verlängere ich via Glattuferweg, Eglisau und Bülach.... und siehe da: die Sonne zeigt sich
. Ich lasse es diese Flachkilometer bewusst ruhig angehen weil (a) ich schon genügend Höhenmeter gemacht habe und ich es (b) ganz einfach etwas geniessen will und nicht nur "Kopf runter und Kette rechts". Langsam aber sicher stieg auch die Temperatur und als ich zuhause ankam, waren es wirklich die versprochenen 8° Grad plus. Der Tacho sagt: 94km, 5:09 Std., 1'270Hm