erste Ausfahrt mit dem KISH 29er
Heute wollte ich eine erste KISH-Tour fahren und zudem noch die BikeDays-Ausstellung in Zürich-Oerlikon besuchen. Dafür musste ich zuvor noch bei meinem Bikehändler vorbeifahren, weil ich da eine Freikarte abholen konnte. Und da mein Händler in Bülach stationiert ist, bot es sich ja förmlich an, via Bikepark zu fahren und noch ein, zwei Runden auf dem Singletrailkurs zu absolvieren. Ich fuhr die identische Strecke wie am vergangenen Sonntag mit dem ARROW. So konnte ich gleich erste Vergleiche zwischen Fully und Hardtail und zwischen 26-Zoll- und 29-Zoll-Laufrädern anstellen.
Vorneweg: Das KISH ist ein sehr schnelles und gut ausgewogenenes Bike. Es lässt sich sehr präzise steuern. Auf Forststrassen kann man richtig Gas geben. Die Sitzposition passt, der Lenker ist angenehm gebogen, nur die Lenkerhörnchen fehlen mir etwas. Was die Singletrailstrecke in Bülach aber auch zeigte: ein Hardtail ist kein Fully. Der fehlende Federweg hinten zwingt einem zu aktiverem fahren. Während man mit dem Fully bei Wurzeln und Schlägen auch einfach nur mal sitzen bleiben kann, schüttelt das Hardtail derart, dass man aufstehen muss. Dadurch pusht man dann noch etwas mehr und so wird man wieder schneller. Ich behaupte einfach mal, dass man mit dem Hardtail zwar schneller ist, dafür leidet man aber auch mehr. Auf langen Tagestouren kann das durchaus ein Argument pro Fully sein.
Von der Präzision des 29er Vorderrads bin ich beeindruckt. Der recht steile Lenkwinkel macht das Bike agil und "drehfreudig", die grössere Auflagefläche des 29er Reifens gibt zusätzlichen Grip. Das macht richtig Spass.
Nachdem ich beim Bikehändler war, fuhr ich vorwiegend flach und mit hohem Asphaltanteil in die Stadt. Das ist eine Paradedisziplin für dieses Bike. Es läuft sehr ruhig und schnell. Dadurch dass man die Gabel vom Lenker aus blockieren kann, lassen sich kurze Sprints gut durchziehen, ohne dass man stark ins Schaukeln gerät. Auch freihändig fahren klappt sehr gut. Der Lenker beginnt nicht zu flattern. Es passt wirklich alles perfekt.
Ich stelle das Rad in der Firma ab, weil ich es mir ja nicht gleich klauen lassen will und gehe zu Fuss an die BikeDays. Die Ausstellung finde ich... mittelmässig. Zwar haben viele Hersteller Testbikes, doch es gibt kein Testgelände und so zwischen Ausstellungsständen und Besuchern machen Testfahrten wohl nur wenig Sinn. Aber immerhin. Die 4cross Strecke ist sehr kurz, doch der gebotene Sport ist ist recht gut. An einem Verpflegungsstand kaufe ich etwas zu trinken und schlenderte noch etwas zwischen den Ausstellungsständen hin und her, da traf ich noch auf Thomas und seine Familie. Wir plauderten etwas und danach entschied ich mich, den Heimweg anzutreten. Dabei fuhr ich noch kurz bei meinen Eltern vorbei um für den morgigen Muttertag etwas abzumachen. Auf den letzten Kilometern zog ich ein erstes Fazit. Das KISH ist ein super Bike, auf dem ich gut und bequem sitze und auch nach vielen Kilometern noch schmerzfrei unterwegs bin. Das ist wirklich positiv. Ich bin vom Fahrverhalten wirklich beeindruckt und denke, dass ich noch viele tolle Kilometer mit diesem Bike fahren werde. Der Tacho sagt: 72 km., 3:27 Std., 890 Hm.,
Seit ein paar Touren funktionierte die Pulsanzeige an meinem HAC4-Velocomputer nicht mehr und auf der Tour vom letzten Samstag fiel er Compi kurzzeitig sogar ganz aus. Es mussten also erstmal neue Batterien für den Computer und für den Brustgurt her. 2x CR2032 Knopfzellen. Ausserdem klemmt vermehrt die untere linke Taste und auch oben links könnte die Taste besser federn. Gestern habe ich nun die Batterie im Brustgurt getauscht und auch den Computer geöffnet und aus dem Gehäuse genommen. Dieses habe ich dann sauber geputzt und geölt und heute wollte ich nun alles wieder zusammenbauen. Doch ich stelle fest: die Taste klemmt noch immer. Ich hole Brunox Sprühöl doch auch das hilft nichts. Blöd. Ich kenne das. Unter der Taste ist eine winzig kleine Feder und die rostet fest oder gar durch. Oftmals tropft mein Schweiss auf den Compi und unterläuft die Tasten oder bei Regen kommt Wasser hin oder er wird mit Dreck beworfen. Ich musste schon einmal ein neues Gehäuse kaufen, weil drei der vier Tasten nicht mehr zurückfederten und man so den Computer nicht mehr richtig bedienen konnte. Und jetzt, etwas mehr als einem Jahr oder etwa 300 Betriebsstunden später, wieder das Gleiche. (scheint schlecht konstruiert zu sein).