kalt
Um 07:00 Uhr schneite es ganz leicht. Die Strassen waren nur nass, die Felder und Wiesen aber schon mehrheitlich weiss gezuckert. Ich klickte den Bikecomputer durch, 0° Grad. Kalt. Zum Glück folgt schon bald die erste Steigung und die innere Wärme übertrifft die äussere Kälte. Und auch zum Glück ist die danachfolgende Abfahrt nicht so lange, dass man gleich wieder mächtig frieren würde.
Dennoch finde ich, dass mir die momentane Kälte mehr zusetzt als ich das so in Erinnerung hatte. Irgendwie bin ich noch nicht auf "kalt" eingestellt und die Haut ist noch zu dünn. Unser Kater kriegt einen Winterpelz, also muss ich mir irgendwie eine dickere Haut wachsen lassen.
. Meine geistige Grundhaltung verweilt noch bei den schönen Herbsttagen und ist noch nicht bei Schnee und Eis angelangt. Vermutlich empfinde ich es deshalb jetzt saukalt.
Tagsüber schneite es immer wieder kurz doch wie bestellt hörte es gegen 17:00 Uhr auf, so dass ich ohne Nass von oben den Heimweg antreten konnte. Es war wieder genau gleich kalt. Die Strassen glitzerten gefährlich. Überfrierende Nässe nennt sich das. Da ist Vorsicht geboten, denn ein Ausrutscher und Hinfaller auf Asphalt kann ganz schön schmerzhaft sein. Siehe z.B. hier.
Ich fuhr also vorsichtig und dadurch recht langsam. Ein, zwei kleine Rutscher liessen mich jeweils kurz zusammenzucken, sonst war alles bestens. Denn trotz der Kälte fand ich die Fahrt sehr schön. Der Schnee macht die Nacht heller und reflektiert das Licht. Nachts gemütlich durch verschneite Wälder zu fahren hat irgendwie etwas Mystisches. Der Tacho sagt: 1:42 Std., 34km., 420 Hm.
Hier noch das Bild des Tages. Das KISH Titanhardtail im Winterlook. Für 29er verlängerte Schutzbleche, Lupine Halogenlicht vorne am Lenker, Akkupack am Vorbau. Hinten ein Dioden-Blinklicht. Im Hintergrund sieht man den Flughafen Zürich und die beleuchtete Ostanflugpiste.
