Sonntag, 25. Februar 2007
0km-Wochenende?
Gestern und heute bin ich noch keine Minute auf einem Fahrrad gesessen. Meist war auch das Wetter zu schlecht, doch hauptsächlich war ich einfach mit anderen Dingen beschäftigt und nächsten Samstag fliege ich ja schon ab nach Mallorca und werde dann die Woche darauf genügend Zeit im Sattel verbringen. Also nicht wirklich schlimm.
Doch halt! Die Km-Statistik sagt 985km??? also nur noch 15 bis 1'000? Das wäre doch schon noch eine Anstrengung wert... und gerade jetzt zeigt sich noch kurz die Sonne... (und: das letzte Wochenende ohne einen Velokilometer erlebte ich im Oktober letzten Jahres auf Sizilien)...
das lange Warten...
Die Lieferung des INTENSE Spider 29 Rahmens verögert sich immer mehr. Nachdem zu Beginn Ausfälle an den CNC-Fräsmaschinen Verzögerungen brachten, ist es nun so, das INTENSE schlicht die Rohstoffe fehlen. Easton, der Rohrlieferant, kann nicht liefern. Es herrscht Mangel an hochwertigen Alu-Legierungen. Und was bei Easton derzeit produziert wird, geht zuerst natürlich an grosse Abnehmer. Da kann INTENSE lange warten, bis sie dran sind. Und wenn INTENSE dann die Rohre kriegt, werden auch hier zuerst die Modelle gebaut, wo die grössten Bestelleingänge vorliegen und da dürfte dann das Spider29 in Grösse L wohl auch wieder weit hinten stehen...
Derzeit hofft man, bis Ende April den Rahmen in der Schweiz zu haben... (das wird Mai)...
Natürlich bin ich etwas enttäuscht, denn sobald man bestellt hat beginnt man zu warten und ein halbes Jahr Lieferfrist finde ich dann schon mehr als üppig. Vor allem, wenn man bei Bestellung von einer Lieferfrist von zwei Monaten ausgegangen ist. Andererseits ist es für mich gar nicht so wichtig. Das ARROW ist nach wie vor ein gutes Bike und wenn es denn sein müsste, würde es auch die ganze Saison 2007 noch durchstehen. Das neue, weisse Bike soll dann im Sommer, bei schönem Wetter in den Einsatz kommen
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Samstag, 24. Februar 2007
selbstgemachte Schupfnudeln
Nach den Raviolis stand nun mit Schupfnudeln der zweite Livetest mit Kochrezepten aus dem Kochkurs auf dem Programm. Meine Frau hatte vier Freundinnen zum Spieleabend eingeladen und das waren die idealen Testesserinnen
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Am Mittag kochte ich als Vorbereitung ein knappes Kilo Kartoffeln weich, die ich danach draussen abkühlen liess (eigentlich sollte man die Kartoffeln am Vorabend kochen). Dann die Kartoffeln schälen und bereit stellen.
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Hier sind wir nun also. Die Kartoffeln durchs Passevite drehen und nochmals wägen. Nun ist es noch etwa 750g Kartoffeln. 2 aufgeschlagene Eier hinzugeben und mit etwa 300g Mehl vermischen und nach und nach zu einem Teig kneten. Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer etwas würzen. Das ist brutal klebrig (die Stärke der Kartoffeln) und fast nur zu zweit gut machbar. Einer knetet und der Andrere streut nach und nach das Mehl dazu, bis es einen halbwegs knetbaren Teig gibt.
Danach die Kleinarbeit. Teigstücke ausrollen, in Stücke schneiden und jedes einzelne unter den Fingern in die gewünschte konische Form rollen und auf ein Backpapier auslegen. In etwa einer Stunde habe ich 180 Schupfnudeln gebastelt, das sollte reichen. (Etwa 200g Teig habe ich nicht mehr verarbeitet).
Nun die Schupfnudeln abkochen (bis sie an der Oberfläche schwimmen +1 Min.), in kaltem Wasser abschrecken und in Abtropfsieb zwischenlagern. Dazu brauche ich drei Durchgänge. Danach Kochtopf weg und Bratpfanne hervor nehmen. Pfanne heiss werden lassen und mit Butter die Schupfnudel leicht anbraten. Dabei Paniermehl darüber streuen und mitanbraten. Wieder drei Durchgänge. Danach die fertigen Schupfnudeln zugedeckt bei 80° Grad im Backofen warm halten.
Den Salat habe ich zwischendurch schon vorbereitet und so kann ich mich nun dem Fleisch (Rindshuftschnitzel) und der Sauce (Morchelsauce) zuwenden.
Das Fleisch habe ich mittags mit einer Marinade aus Gewürzen, Senf und Olivenöl eingepinselt und dieses ist somit bratfertig. Für die Morchelsauce habe ich getrocknete Morcheln in Milchwasser eingelegt, die ich für die Sauce jetzt herausnehme, abspüle, putze und klein schneide. Ich dünste Zwiebeln und Knoblauch kurz an, gebe die Pilze dazu und lösche mit etwas Weisswein ab. Für die Sauce verwende kein Rahm sondern Milch und binde die Sauce mit Mehl. Etwas Senf ist auch noch gut. Immer gut rühren. Getrocknete "herbes de provence" mitköcheln lassen und mit Gewürzen abschmecken, Zum Schluss einen Schuss Zitronensaft. Prima. In der Köchel-Phase die Rindshuftschnitzel "a la minute braten" und warm stellen (wieder drei Durchgänge). Zum Schluss das Fleisch mit der Sauce übergiessen und auf Wärmeplatten anrichten. Nun die Schupfnudeln (und die vorgewärmten Teller) aus dem Backofen und alles auf den Tisch stellen.
Es duftet herrlich und alle freuen sich auf das heutige Essen. Man wünscht sich gegenseitig "en Guete" und legt los. Die Schupfnudeln sind wirklich gut, das angebratene Paniermehl ist ideal um Morchelsauce aufzunehmen. Das Fleisch ist auch auf den Punkt getroffen. Alles super!
Nur Fotos habe ich keine mehr gemacht.... das ging einfach unter. Schade, wirklich schade. Erstens hätte ich mit der vollen Schale Schupfnudeln schon noch etwas angeben wollen und zweitens wäre es das erste Bild in meinem Blog gewesen, wo fünf Frauen mit mir an einem Tisch sitzen! Wann gibt's denn so etwas schon mal...
Rückblickend muss ich sagen, dass die Schupfnudeln zwar geschmeckt haben, der Aufwand dafür aber schon erheblich ist. Da braucht man 3 Stunden nur für die Schupfnudeln... das ist schon sehr aufwändig und deshalb glaube ich nicht, dass ich das so schnell wieder machen werde. Mal sehen, vielleicht wenn mal 6 Frauen am Tisch sitzen
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Freitag, 23. Februar 2007
viel Arbeit
Gestern habe ich bis morgens um ein Uhr hier am Laptop gearbeitet und heute bin ich bis halb elf Uhr im Büro gesessen. Wie angekündigt muss ich nun zusätzlich Zeit aufwenden und so leiden halt andere Dinge. Ich wollte eigentlich mit dem Rennrad zum Bloggy Friday fahren und dort einen schönen Abend verbringen, doch auf dem Hinweg merkte ich, dass ich kein Schloss dabei hatte und das teure Rad lasse ich doch bestimmt nicht unabgeschlossen am Hauptbahnhof stehen.
Die Heimfahrt von Büro war angenehm ruhig und kühl. Ich fuhr ziemlich direkt nach Hause. Mit dem Erreichten war ich zufrieden. Der Tacho sagt: 28 km., 1:10 Std., 300 Hm.
Mittwoch, 21. Februar 2007
Referenzsteigung
In einer der Bikezeitschriften las ich, dass man seinen Formstand am besten an einer Referensteigung ablesen kann. Dazu soll man sich warmfahren und danach einen Anstieg von ca. 10 Minuten so schnell wie möglich hochfahren.
Die von mir gewählte Steigung bewältigte ich heute auf dem Nachhauseweg in 11 Minuten 20 Sekunden. Der Weg vom Geschäft bis zum "Start" ist ein ideales Aufwärmen. Dann die etwa 140 Höhenmeter auf einer Asphaltnebenstrasse, mit einer durchschnittlichen Steigung so um 10% Prozent. Die erste Hälfte der Strecke ist wirklich steil, ich fuhr lange auf dem kleinen Kettenblatt, drittkleinster Gang. Gegen oben wird es zunehmend flacher und zum Schluss kann man aufs mittlere Kettenblatt schalten und wenn man fit ist zum "Ziel" sogar sprinten. Ein Vorteil dieser Strecke ist, dass ich danach nur noch bergrunter nach Hause rollen und mich dabei schnell erholen kann. Heute bin ich zurückhaltend gefahren und wollte die Steigung einfach mal testen. Dafür habe ich aber schon ganz kräftig geschwitzt. Ich denke die Strecke ist gut und ich bin gespannt zu sehen, wie sich die Zeiten zukünftig entwickeln werden. Unter 10 Minuten sollte für mich möglich sein. Guten, leichten Bergfahrern traue ich aber Zeiten um 7, 8 Minuten zu (vermutlich fahren die alles im mittleren Kettenblatt, mit viel Wiegetritt). Der Tacho sagt: 36 km., 1:45 Std., 560 Hm.
die Strategie ist
Auf diese Frage läuft derzeit alles hinaus. Beruflich, Sportlich und auch Privat. Na ja, das ganze dreidimensionale Leben halt.
Für Sport und Privat fällt die Antwort leicht. Sportlich ist mit dem Gigathlon der Höhepunkt klar gesetzt. Das bisherige Training war gut (dem Wetter sei Dank) und mit der Grundlagen-Trainingswoche Anfang März stimmt auch die Strategie.
Privat ist privat.
da brauche ich keine Strategie sondern ein offenens Herz, Liebe und Mitgefühl. ![]()
Nur beruflich bin ich leider überhaupt nicht da, wo ich ich mir vorgestellt hatte. (Aber das ist niemand, mit dem ich bisher gesprochen habe). Es braucht jetzt einfach mehr Einsatz und noch mehr Arbeit. Und da muss ich nun auch die neuen Mitarbeiter abholen, sie einbeziehen und auch von ihnen mehr Arbeit, mehr Leistung verlangen. Wir verdienen alle überdurchschnittlich gut und da darf man auch überdurchschnittlich gute Leistung erwarten. Also los! Und um das verständlich zu machen muss ich, als ihr Leader, nun eine Strategie vorlegen die aufzeigt, wie wir uns verbessern können. Was wir bis Ende 2007 erreichen wollen und wie wir das versuchen werden? Diese Strategie reift derzeit in meinem Kopf, doch es gibt noch keine Powerpoint-Präsentation dazu. Bis nächsten Mittwoch muss diese stehen. Das braucht noch Stunden...
schön, wenn man keine grösseren Probleme hat...
Dienstag, 20. Februar 2007
etwas abgekämpft
Arbeitsmässig habe ich es seit Jahresbeginn ja ziemlich streng und zeitweise habe ich dann abends etwas Mühe, abzuschalten. Ich gehe zwar müde zu Bett doch sobald ich liege, beginnen sich die Gedanken wieder um die Arbeit zu drehen. Was habe ich verpasst zu erledigen und was muss ich am kommenden Tag noch alles tun? Wie kann ich das eine oder andere Problemchen angehen und wie soll ich in bestimmten Situationen verhalten? So geht es hin und her. Interessanterweise stört mich das Ganze nicht sonderlich, denn schon oft bin ich dabei auf Lösungsansätze gekommen, die mir in der Hektik des Tages verborgen blieben. Das einzige Problem ist, dass sich dadurch meine Schlafzeit verkürzt und unausgeschlafen bin ich dann auch nicht so belastbar.
Sport ist diesbezüglich ein super Ausgleich. Erstens kann ich durch schwitzen geistigen Müll loswerden und zweitens ermüde ich so nicht nur geistig sondern auch körperlich, was mich dann wieder besser schlafen lässt. Und so sitze ich nun etwas abgekämpft vor dem PC. Geistig müde durch den anspruchsvollen Arbeitstag und körperlich müde durch die Stunde Power-Squash mit Jürg und Christian. Heute schlafe ich bestimmt gut...
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Montag, 19. Februar 2007
erste Erfahrungen mit Juicy7
Am Donnerstagabend habe ich die neue AVID Juicy7 Scheibenbremse an mein ARROW-MTB angebaut und bin von Freitag bis Sonntag dann um die 150 km damit gefahren. Zeit also, eine erste Bilanz zu ziehen.
Ich muss bei aller Liebe zu der ersetzten HOPE C2 gestehen, dass die Juicy7 ein echter Anker ist. Sehr bissig und im Vergleich zur C2 ist eindeutig weniger Handkraft nötig um das Rad zum blockieren zu bringen. Es ist sogar so, dass ich mich erst noch etwas daran gewöhnen muss, damit ich nicht permanent überbremse. Man kann es auch anders sagen: Die C2 war eine zwei Finger Bremse, bei der Juicy7 reicht ein Finger allemal aus. Ich glaube, dass dies mit dem Übersetzungsverhältnis am Hebel zu tun hat. Bei gleich viel Hebelweg bewegt die Juicy vermutlich mehr Bremsflüssigkeit im System - nur eine Annahme. Die Bewegung des Hebels selbst ist noch etwas gewöhnungsbedürftig. Der Hebel der C2 verlief mehr parallel zum Lenker, während der Juicy-Hebel eine deutliche Kreisbewegung macht. Das ist aber wirklich nur eine Frage der Gewohnheit und nicht als Kritik zu verstehen (ich kann's halt sehr gut vergleichen, weil ich vorne ja nach wie vor die HOPE C2 fahre). Die Bremsgeräusche sind etwas deutlicher wahrnehmbar als bei der HOPE, doch quitscht sie bisher (zum Glück) nicht. Ich werde wohl die Originalbeläge runterfahren, bevor ich auf Swissstop-Beläge wechsle, die in Testberichten viel Lob geerntet haben.
Meine anfängliche Skepsis ist also verflogen und ich hoffe, dass diese Bremse mir auch längerfristig Freude bereiten wird. Ausserdem bin ich etwas beruhigt, was die Bremsen am bestellten INTENSE Bike anbelangt. Da es ja ebenfalls Juicy7 sein werden, denke ich jetzt, dass das schon passt.
Abstimmung vom 11. März 2007
Wollen Sie die Volksinitiative "Für eine soziale Einheitskrankenkasse" annehmen? Ja
Ich verstehe meine Stimme als Proteststimme zu den alljährlich steigenden Krankenkassenprämien, deren Grundversicherung ja nicht freiwillig, sondern obligatorisch ist. Ich sehe nicht ein, weshalb es für 7,5 Mio. Schweizer über 200 Krankenkassen geben muss, die einen Pseudo-Wettbewerb veranstalten, der letztendlich wieder durch die Versicherten bezahlt wird. Und 200 Verwaltungen, 200 Geschäftsführer, 200 Verwaltungsräte? Nein, nein, das finde ich zu überdimmensioniert. Eigentlich will ich keine monopolistische Einheitskrankenkasse; ich würde ca. 20 Krankenkassen als genügend erachten. Doch dies steht ja nicht zur Auswahl. (Noch schlimmer ist die Situation bei den Pensionskassen. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, gibt es mehrere tausend verschiedene Pensionskassen in der Schweiz, bei denen einige das Kapital der Sparer lieber verspielen oder in der Verwaltung versickern lassen). Mir ist schon klar, dass diese Äusserungen eher populistisch sind, als fundiert argumentiert. Aber manchmal ist das halt auch für mich die Basis für eine Abstimmung.