Trommelwirbel

Mittwoch, 23. Juni 2010

Dienstag, 22. Juni 2010
Jürg musste für die heutige Feierabendtour kurzfristig absagen und so hatte ich alle Optionen offen. Das Wetter war wolkenverhangen, wie so oft. Es sollte zwar trocken bleiben, Forststrassen oder Waldwege waren aber noch ziemlich durchnässt und aufgeweicht. Deshalb ebtschied ich mich für das Kish Hardtail und eine Strassenrunde.
Wegen der Regengefahr wollte ich nicht weit weg und trotzdem ein paar Anstiege fahren. So reihte Hügel an Hügel, oder was es in unserer Gegend halt so gibt. Ich wollte einfach mein Blut in Wallung bringen um mein inneres Reinigungsprogramm anzukurbeln. Nach den zwei letzten Bürotagen hatte ich das nötig.
Ich fühlte mich gut und konnte die Runde als richtig gute Trainingseinheit nutzen. Ich hatte Zeit, Lust und deshalb wurde mein Ehrgeiz etwas gekitzelt. Ich setzte mir zum Ziel, 1'000 Höhenmeter voll machen. Das macht dann acht Steigungen à etwa 120 Höhenmeter. Eine Art Intervalltraining. Gut war's. Das GPS sagt: 41 km., 2:08 Std., 1'010 Hm.
Sonntag, 20. Juni 2010
Auch heute war das Wetter mehr regnerisch als trocken. Wolkenverhangen und trüb, kaum 15° Grad, eher Herbst als Sommeranfang, noch immer komisch. Ich drückte mich also etwas am PC rum und verplämperte langsam aber sicher den Tag. Weil ich weiss, dass mir das auf die Stimmung schlägt, wollte ich am späten Nachmittag noch eine kurze Strassenrunde drehen.
Kurz nach vier Uhr waren die Strassen dann soweit abgetrocknet, dass ich mit dem Kish ein kurze Runde um den Flughafen Kloten wagen konnte. Der Temperaturcheck fiel ernüchternd aus. Lange Hosen und eine Windweste... wie im März oder April... und dann kam es so, wie so oft in den letzten Tagen. Schon bald fielen aus den grauen Wolken vereinzelte Tropfen, dann etwas mehr, dann wieder weniger, man weiss nie so genau, wie es sich nun entwickelt. Ich hatte keine Lust auf Regenjacke und erhöhte den Druck auf die Pedale um rasch wieder nach Hause zu kommen. Das hat dann zum gesuchten Schwitzen und Auslüften beigetragen. Immerhin. Das GPS sagt: 28 km., 1:20 Std., 300 Hm.
Samstag, 19. Juni 2010
Heute startet eine neue Bikegeschichte. Der hier bestellte Carbonrahmen ist gestern bei meinem freundlichen Bikehändler eingetroffen und so war natürlich klar, dass ich heute da hinfahren werde um das schöne Stück in Natura und unverbaut zu begutachten. Kurz vor dem Mittag war es dann soweit.
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Boahhh... ist das Teil leicht... und schön... so... fliessend... so... orange. Ja, ein echter Hingucker. Ich lege den Rahmen auf den Werkstattboden und mache die nebenstehenden Fotos. Während ich den Rahmen wende und wieder hinlege ändert sich der Lichteinfall so stark, dass die Farben ganz unterschiedlich erscheinen. Es ist links wie rechts das gleiche orange, doch die Aufkleber sind unterschiedlich. Nur rechts, auf der Antriebsseite, gibt es die silbergrau hinterlegten Decals. Links, auf der Nicht-Antriebsseite, gibt es nur Schriftzüge ohne Dekor. Interessant. Zum Schluss legten wir den Rahmen auf die Briefwaage. Gewicht in Grösse XL, inkl. Ausfallende und Sattelstützenklemme ziemlich genau 2,4 Kilo. Das ist wirklich leicht! Der Intense-Rahmen wiegt satte 760 Gramm mehr (3,16kg, damals gewogen). Ich bin gespannt, inwieweit ich einen Unterschied spüren werde.
Die Läufräder hat Simon auch bereits fertig aufgebaut. Die Racing Ralph Reifen hat er schlauchlos montiert. Im Reifen befindet sich nun eine Dichtflüssigkeit, die kleine Einstiche wieder verschliessen kann. Schlauchlos soll etwas leichter und gleichzeitig sicherer sein, als Reifen mit Schlauch. Mal sehen. Ich habe bisher damit noch keine Erfahrungen und ein Ersatzschlauch gehört wohl trotzdem in den Rucksack.
Von den übrigen Anbauteilen fehlt eigentlich nur noch der Salsa Carbonlenker, welcher am Mittwoch eintreffen sollte. Und damit Simon das von mir gewünschte 20er-Kettenblatt an die Truvativkurbel anbauen kann, muss noch etwas mit der Feile nachgeholfen werden. Wenn alles rund läuft, kann ich am nächsten Donnerstag eine Jungfernfahrt starten. Das wäre natürlich Spitze!
Freitag, 18. Juni 2010
Die Grafik zeigt die nackte Wahrheit. Immer nachts, vor dem zu Bett gehen steige ich auf die Digitalwaage und notiere mein Gewicht auf einem Zettel. Die Daten übertrage ich in SportTracks, was auch die Grafik produziert. Am 1. Januar 2010 wog ich 99 Kilo, gestern dann 91 Kilogramm. Bis Mitte April habe ich acht Kilo reduziert, seither pendle ich zwischen 91 und 93 Kilo (bei 1,92m Grösse).
Eigentlich würde ich gerne noch ein paar Kilos runter, doch auch hier gilt: In letzter Zeit war ich zu faul. Meine Bemühungen haben nachgelassen. Ich vernachlässigte meine Gymnastik und auch beim Essen nahm ich es in den letzten zwei Monaten nicht mehr so genau. Und so geht natürlich nichts. Ich bin froh, die ca. 92 Kilo zu halten, das finde ich schon recht gut. Wenn ich jedoch bis Anfang August, bis zum Start der Graubünden-Biketour noch die 90 Kilogrenze knacken könnte, wär's natürlich super. Mal schaun.
Es ist Freitagabend und ich habe in dieser Woche noch keinen Blogeintrag geschrieben. Das hat mehrere Gründe, doch hauptsächlich war ich zu faul. Ganz einfach.
Am Montagabend besuchten Karin und ich wie gewohnt eine Lektion Pilates im Fitnesscenter. Am Dienstagabend drehte ich mit Jürg eine kurze Feierabendrunde und danach gingen wir Essen. Mittwochs wäre eigentlich Power-Yoga gewesen, doch die Stunde fiel kurzfristig aus. Gestern Abend war ich dann mit Peter verabredet und wir wollten eine trockene Feierabendrunde fahren. Wollten... wir wurden ganz heftig verregnet und bis auf die Knochen nass...
Dies bringt mich dann zum Thema Wetter. Hmmm... dieses Jahr ist bei uns das Wetter irgendwie nicht normal. Diese Woche sah man fast nie die Sonne. Es war oft trüb, grau und wolkenverhangen. Manchmal wollte es kaum richtig Tag werden, obwohl wir ja rein kalendarisch schon nahe am längsten Tag sind. Ich finde komisch und irgendwie schlägt es mir auch etwas auf´s Gemüth. Ob das etwas mit dem isländischen Vulkanausbruch im April zu tun hat? Und seit gestern nun dieser Regen... Schnee bis 1'800 M.ü.M.... und das Mitte Juni... auch für das kommende Wochenende sieht es nicht besser aus.
Sonntag, 13. Juni 2010
Heute meldete ich mich für eine Woche Bikeferien in den Bergen an. Ich buchte bei Bike-Explorer die komplette Top of Graubünden I Tour. Start ist am Samstag, 7. August und Ziel am Freitag, 13. August, beides in Chur. Ich zitiere aus der Beschreibung:
Samstag, 12. Juni 2010
Heute war Treffpunkt um 09:15 Uhr bei mir vor der Garage. Wir waren heute zu fünft und das Wetter war eher komisch. Um die 20° Grad, doch stark bewölkt und man wusste nicht so recht, ob es nicht unterwegs mal einen Regenschauer absetzen würde.
Die Bodenverhältnisse waren ausgezeichnet. Die Trails zu 90% trocken und griffig, der Wald dicht belaubt und hohes Gras wuchert an vielen Stellen. Ich jedoch, war eher matt. Meine Beine wollten nicht so wirklich und auch im Kopf war ich nicht so richtig scharf auf biken... ich bin dann öfters mal etwas hinterher gefahren um meine Ruhe zu haben... ich weiss auch nicht genau, was los war. Irgend eine Laus ist mir da beim Aufstehen wohl über die Leber gekrochen... Biken ist auch Therapie. Das habe ich ja schon oft geschrieben. Flora und Fauna, frische Luft, pulsierendes Blut, fliessender Schweiss, das ist eine Kombination, die mich innerlich ausgleicht und zufrieden macht. Dann durchströmt mich diese Dankbarkeit. So gesund in dieser herrlichen Umgebung, mit diesen lieben Menschen leben zu können... welch Glück!
Dieser innere Prozess hat mich heute mehr beschäftigt, als wo genau wir durchgefahren sind. Natürlich weiss ich es, doch es war mir nicht wichtig. Und das ist auch ein Vorteil von Standardrunden: Man hat Zeit um den Gedankenmüll zu entsorgen, weil man sich nicht so sehr auf die Strecke und die Aussicht konzentrieren muss, da man diese ja bereits kennt. Das GPS sagt: 46 km., 3:30 Std., 1'240 Hm
Doch Halt! Etwas erwähnen will ich doch noch! Als wir das Restaurant bei der Tössegg verliessen sah ich ein SCOTT Superamerican von 1992 unter einem Baum stehen. Das ist genau das Modell, meines ersten echten Mountainbikes. Ein polierter Alurahmen mit purple eloxierten Anbauteilen. Sehr schick! Das Bike war in absolutem Originalzustand. Genau so sah meins aus, als ich es im Shop abholte. Schon bald montierte ich eine Federgabel und änderte sonst ein paar Teile, doch an dieses Bike erinnere ich mich immer wieder gerne. Das alles war halt vor der Digitalkamera-Zeit, deshalb habe ich kaum Bilder von meinem SCOTT.
Freitag, 11. Juni 2010
Das erste Mal aufstehen fühlte sich heute gar nicht gut an. Ich hatte dicke, plumpe Beine und spürte jeden der gestrigen 130 Kilometer... Trotzdem bin ich zeitig aufgestanden und habe mir ein frisches Früchte-Birchermüesli zusammen geschnitzt. Dazu holte ich die Zeitung aus dem Briefkasten und liess so den Tag gemütlich mit einem ausgedehnten Info-Frühstück beginnen.
Heute stand "Haushalt" auf dem Programm. Aufräumen, abstauben, Küche, Bad und WC putzen und überall Staub saugen. Dusche schrubben, Bettwäsche wechseln, PET und Altglas entsorgen, einkaufen, Küchenbeleuchtung reparieren, ja, das war so in etwa mein Tagesprogramm.
Der Vorteil von Haus- zu Büroarbeit ist, dass man sich im Haushalt viel mehr bewegt. Und wenn man zum Putzen gute Musik auflegt, kann man schon fast Aerobic-mässig staubsaugen oder Flächen reinigen.
. Heute begleitete mich Dire Straits mit einer Live-Doppel-CD durch den Morgen.
Diese Bewegung motivierte mich dazu, mich für über eine Stunde in den Keller zu verziehen und mich ganz konsequent mir, meinem Körper und meinem Geist zu widmen. Ich verfügte heute über ein gutes Körpergefühl und so wählte ich Bewegungen und Haltungen, die bereits beanspruchte Muskeln dehnten und lockerten, während weniger beanspruchte Muskelgruppen stärker beansprucht wurden. Somit konnte ich mich gut ausgleichen oder ausbalancieren, wie man will. Auf alle Fälle tat es mir gut und verschaffte mir ein rundes, vollständiges Körpergefühl. Dann versuchte ich mich an ein paar Atemübungen, bevor ich (seit langem wieder einmal) einen Meditationsversuch startete. Hmmm... das kriege ich einfach (noch) nicht hin. Ich bin noch immer viel zu gefangen in meinen auseinander treibenden Gedanken oder in störenden Sinnes- und Körperempfindungen. Keine Spur von innerer Ruhe...
Abends war dann ein Treffen der Vitaltrainer/innen 2008+09 angesagt. Wir trafen uns bei einer Freundin zum Grillen im Garten. Das Wetter dazu war wirklich zu 99% perfekt. Es war über 25° Grad warm und windete kaum. Nur die Sonne schien nicht, sonst war es wirklich ideal um draussen zu sitzen, gemeinsam zu essen und sich in die Nacht hinein zu unterhalten.
Wir haben angeregt diskutiert und es war schön, viele der Frauen wieder zu sehen. Einige von ihnen sind in der Zwischenzeit aktiv geworden und geben Vitaltrainer-Unterricht in irgend einer Form. Aqua-Fit ist sehr gefragt und drei oder vier von ihnen stehen nun regelmässig am Bassinrand und animieren Menschen zu gesunder Bewegung im Wasser. Nordic-Walking scheint nicht zu funktionieren. Hier finden sich kaum zahlungswillige Kunden. Andere geben Ernährungsvorträge oder Bewegungslektionen im Reha-Bereich. Wirklich sehr interessant.
Und klarerweise kommt da die Frage: "Beat, was machst Du denn so?"
"Ähmm... ich... ? nichts... ? Ich bevitaltrainere mich selbst. Seit Anfang Jahr versuche ich viel von dem Gelernten an mir selbst aus. Ich bewege mich viel, achte vermehrt auf eine gesunde, natürliche Ernährung und schaue für ausreichend Entspannung. Tja, das ist es."
Das regt natürlich zur Reflexion an.
Wie so viele Andere habe ich die meiste Zeit meines Lebens fünf Tage die Woche gearbeitet und hatte zwei Tage frei. Wenn ich´s mir recht überlege, ziemlich genau 30 Jahre lang. Von 15 bis 45... Seit Anfang Jahr hat meine Standard-Woche nun nur noch drei Arbeitstage und dafür vier freie Tage. Und was das wirklich heisst, bin ich am erfahren. Es birgt eine unglaubliche Lebensqualität, wenn man über mehr freie Tage als Arbeitstage verfügt. Es gibt mir das Gefühl, Herr über den grössten Teil meiner Lebenszeit zu sein. Und das ist neu und eröffnet mir ganz neue Perspektiven. Ich kann tun und lassen was ich will und muss dabei Null Einkommen generieren. Solange ich nicht über die Stränge schlage, reicht mein 60% Gehalt. Es besteht also kein Druck um an der momentanen Situation etwas zu ändern. Ich bin fast geneigt zu sagen: Besser kann´s ja kaum noch kommen.
Natürlich will ich mich längerfristig in den Trainings- und Gesundheitsbereich verlagern, doch momentan will ich halt eben vor allem mal mich selbst trainieren und auf Vordermann bringen. Im Zuge dieser Anstrengungen mache ich ja auch viele neue Erfahrungen und ich denke immer wieder, dass es mir eben genau daran mangelt. An der Erfahrung, an der Selbsterfahrung. Deshalb nehme ich mir nun diese Zeit um die gelernten Themen an mir selbst auszuprobieren und eben Erfahrungen zu sammeln. Und das braucht Zeit. Zeit die ich jetzt habe und deshalb jetzt dafür einsetze. Deshalb kann ich Vitaltrainermässig so "Nichts" vorweisen.
Donnerstag, 10. Juni 2010
Morgens um sechs Uhr bin ich aufgestanden und habe mir eine Portion Spaghetti aufgewärmt und gegessen. Ich wollte Kohlenhydrate bunkern, denn auf der heutigen Tourwürde ich sie verbrennen können.
Danach fuhr ich nach Brunnen an den Vierwaldstättersee, wo ich das Auto beim Bahnhof parkte. Um 08:17 startete ich die GPS-Aufzeichnung und rollte los, in Richtung Axenstrasse und Kanton Uri. Heute war es extrem windig. Föhn - Südwind. Der Urnersee ist ein bekanntes Föhntal und so hatte ich zu Beginn heftig Gegenwind. Vor allem in den Tunnels war's wie ein Kampf gegen ein riesiges Gebläse. Zudem war der Wind sehr böig, mal stark und schwer, dann wieder fast flau. Interessant. Ich war gespannt, wie sich weiter entwickelt.
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Am Ortsausgang von Altdorf fotografierte ich dann diese Infotafel für Radfahrer. Man weiss also, dass es nun bergauf geht. Von der Steigung war ich angenehm überrascht. Nie wirklich steil und sehr gleichmässig windet sich die Strasse entlang des Schächentals in die Höhe. Ich kann alles im mittleren Kettenblatt hochfahren und brauche ziemlich genau zwei Stunden, bis ich oben auf der Passhöhe ein obligates Gipfelbild schiessen kann. Erwähnen will ich noch die Windsituation. Der Föhn bliess stark talaufwärts und teilweise kriegte ich spürbare Windunterstützung und konnte schneller fahren, als ohne Wind. Zudem war der Wind sehr warm und so war es auf über 1'900 Metern über Meer noch immer angenehm. Der Himmel war meist bewölkt, was aber während des Anstiegs ganz angenehm war.
Nach einem Schoggigipfel mit Latte Macchiato im Restaurant auf der Passhöhe machte ich mich auf die Abfahrt in Richtung Urnerboden und Linthal. Ich war froh, die Tour in diese Richtung zu fahren, denn die Glarner Seite der Klausenpassstrasse war deutlich coupierter (was ich kräftezehrender finde). Es folgten schöne und leichte Kilometer entlang der Linth, bis zum Kantonshauptort Glarus (480 M.ü.M.), alles auf speziellen Radwegen.
Dann stand der Anstieg zum zweiten Pass des Tages auf dem Programm. Diese Steigung besteht aus zwei Teilabschnitten. Zuerst 400 Höhenmeter bis zum Klöntalersee und danach noch 700 Höhenmeter bis zur Passhöhe. Ich hatte schon früh einen Verpflegungshalt am Klöntalersee eingeplant und freute mich zu Beginn der Steigung schon darauf. Doch das musste ich mir erkämpfen. Die Strasse war zeitweise so steil, dass ich auf's kleine Kettenblatt runterschalten musste und so ganz frisch waren meine Beine mittlerweile ja auch nicht mehr.
Ich bestellte mir zuerst ein Salamibrot und danach einen Coupe Romanoff, zugegeben, eine etwas komische Kombination, doch was soll's. Es sollte mir einfach noch den nötigen Treibstoff für die letzte Steigung geben, denn es warteten noch ein paar steile Rampen auf mich. Was ich zum Glück nicht schon vorher wusste... Ich war nun ziemlich müde und fuhr deshalb oft ganz kleine Übersetzungen. Einfach dranbleiben war mein Motto und dies hat mich dann auch bis zur Passhöhe gebracht. Da machte ich das schöne Bild des Kish vor imposantem Hintergrund.
Auf der Abfahrt vom Pragel machte ich bei einer kleinen Molkerei/Käserei einen Halt und genoss die feine Buttermilch. Weil es von da bis zum Auto fast nur noch bergab geht, kaufe ich noch frischen Jogurt und eine zweite Flasche Buttermilch und verstaue alles im Rucksack. Sehr fein, das mag ich wirklich gerne. So quasi als Erinnerung.
Die Fahrt durchs Muotatal und die letzten flachen Kilometer waren dann wieder gegen den Wind, was ich nun nicht mehr wirklich gebraucht hätte... ich musste beissen und war letztendlich froh wieder in Brunnen und zurück beim Auto zu sein. Die Uhr zeigte 16:40 Uhr. Heftig. Das GPS sagt: 131km., 7:13 Std., 2'900 Hm. Tja, für 3'000 Höhenmeter hat es also doch nicht ganz gereicht. Egal, ich war platt! Es war eine schöne, lange und anstrengende Tour. Wie erwartet. Das Wetter war perfekt zum Radfahren. Meist bedeckter Himmel, doch immer angenehm warm. Ja, das war gelungen!