fehlendes Vertrauen...
Bin heute eher zufällig zu genügend Freizeit gekommen, um eine schöne Biketour zu fahren. Das Wetter war ähnlich wie gestern. Eigentlich sonnig, doch mit viel Wolken und starken Winden, heute vorwiegend von Westen. Gemessene 10° Grad, gefühlt jedoch oftmals deutlich kühler. Ich machte mich auf, um eine der Tourvarianten zur Lägern-Hochwacht zu fahren. An der ersten längeren Steigung dann das selbe wie gestern. Ich fühle mich schlapp. Ich weiss, dass meine Beine fit genug sind, doch ich kann keine Mehrleistung abrufen. Interessanterweise zeigt auch der Pulsmesser oft erstaunlich tiefe Werte. Es sieht also schon so aus, dass ich mehr leisten könnte, denn der Organismus läuft noch nicht auf Hochtouren. Das Problem liegt im Kopf. Irgendie bin ich unlustig, nicht bereit für Leiden. Lieber fahre ich langsam. Es zieht schon so in den Oberschenkeln, im Gesäss, im Kreuz... jammer, jammer...
Es fehlt mir derzeit einfach der Kick. Wie wenn ich zu viel Grundlangenausdauer trainiert hätte und nun jede Sprtzigkeit vermisse. Mir fehlt das Vertrauen darauf, dass ich wirklich mehr geben kann. Aber wie gesagt: es ist eine Kopfsache. Ich selbst bin geistig derzeit etwas schlapp und das schlägt auch auf meine sportliche Motivation durch. Heute war der Kopf sogar zu wenig frei um im Restaurant Bergwerk einzukehren und ein Stück Früchtekuchen zu essen (wie ich es eigentlich vor hatte). Ich fuhr einfach dran vorbei... eher lustlos. Meine Erfahrung sagt, dass solche Flauten normal sind und durchlebt werden müssen. Das kommt dann schon wieder. Jetzt heisst es einfach dranbleiben und so viele Kilometer wie möglich mitnehmen. Der Tacho sagt: 56 km., 3:01 Std., 840 Hm.
Dem Wetter kann man ja auch schon seit längerem nicht mehr richtig trauen. Die Schönwetterphase der letzten Woche liess viele Sträucher und Blumen austreiben und alles sieht schon richtig nach Frühling aus. Dennoch ist für nächste Woche nochmals Schnee angesagt... unglaublich dieser komische Winter, dieses komische Wetter.