Montag, 13. Oktober 2008
Sonntag, 12. Oktober 2008
29er Spielerei
Heute war wiedereinmal Bike-putzen angesagt. Das KISH wie auch das INTENSE standen ziemlich dreckig in der Garage und ein gemütlicher Sonntag hält meist genügend Zeit bereit um zwei Fahrräder zu putzen und fahrbereit zu machen.
Weil ich nach dem putzen meine Bikes auch gerne fotografiere, habe ich folgende Vergleichsbilder gemacht:

Bei genauem Hinsehen entdeckt man, dass das KISH etwas flachere Winkel hat als das INTENSE. Weil beide Bikes auf meine Körpermasse abgestimmt sind, gibt es ansonsten gar nicht viele Unterschiede.
Samstag, 11. Oktober 2008
Herbst-Kyburg-Loop
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Als um 09:30 Uhr Jürg und Geri bei mir eintrafen, lag noch dichter Hochnebel über dem Land und ich war eher skeptisch, dass wir heute noch die Sonne sehen. Dabei hatte ich mich aber gründlich getäuscht, denn bereits kurz nach dem Mittag setzte sich die Sonne immer mehr durch und der Hochnebel löste sich weitgehend auf. Dadurch wurde es am Nachmittag noch richtig schön und mit fast 20° Grad auch angenehm warm. Ein herrlicher Herbsttag also.
Wenn man oben Links im Suchfeld Kyburg-Loop eingibt wird klar, dass wir diese Runde schon öfters gefahren sind. Es ist eine wirklich schöne Trainingstour mit allem, was Spass macht. Heute haben wir so zu Spass sogar 3x ein Halt in einem Restaurant eingelegt.
Man muss ja nicht immer so hetzen.
Schön war's, wirklich. Der Tacho sagt: 55 km., 3:26 Std., 1'210 Hm.
Donnerstag, 9. Oktober 2008
Herbstfarben
Ich war lange mit Hausaufgaben beschäftigt, dann musste ich einkaufen und bis ich endlich auf's Bike kam, war es schon halb vier Uhr nachmittags. Der Hochnebel hat sich heute bei uns fast nicht verzogen. Noch immer war es mehr milchig als blau, doch mit etwa 18°Grad wirklich angenehm warm. Ich entschied mich für's KISH und eine Strassentour nach Winterthur, weil ich da noch etwas zu erledigen hatte.
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Wenn man durch die Wälder fährt und der Wind in die Bäume bläst, dann schneit es förmlich Blätter. Nun beginnt das Laub zu fallen. Die Farben verändern sich nun von sattem Grün in warme Rot- und Brauntöne. Orange, Ocker, starke, warme Farben, die später am Boden mit scharz und farblos den Zyklus beenden. Leider lassen sich solche Herbststimmungen nicht wirklich auf Fotos zeigen. Auf den Bildern wirkt es immer viel flacher und kontrastärmer. Es fehlt das warme Sonnenlicht, welches das Auge scheinbar anders wahrnimmt, als der Computer meiner Digitalcamera. Der Tacho sagt: 27 km., 1:26 Std., 420 Hm.
Dienstag, 7. Oktober 2008
29er Event im 2009
A propos gestriger online-Beitrag:
Habe vorhin im Internet Bike Community Forum folgenden Beitrag verfasst (#39):
Hier ein paar unausgegorene Ideen meinerseits:
29er PUSH-UP 2009
3 Länder
3 Events
3 Bikejahreszeiten (Frühling, Sommer, Herbst)
3 Gemeinsamkeiten (29er MTBs, Internet, deutsche Sprache)
3er Teams?
Events sollen nicht nur "ein Rennen" sein. z.B. 3-teilig

1.) Show your 29er! -> Bikes aufstellen. Gegenseitig benoten. Punkte gemäss Rangliste.
2.) Trailriding. Best local trails. (Wertung?)
3.) Special (Ähm... Ideen? 26er Laufrad-Weitwurf?)
Eine Gesamtwertung über alle 3 Events.
Zusatzpunkte für Teilnahme im Ausland.
Zusatzpunkte für Singlespeeder.
Spass soll im Vordergrund stehen.
Sportliche Leistung ja, doch "der besttrainierte Racer" soll nicht zwangsläufig gewinnen.
ellen_muenchen organisiert den deutschen Event (Region München, Süddeutschland)
ich organisiere den schweizer Event (Region Zürich, Nordschweiz)
??? organisiert den österreichischen Event (bevorzugte Region: östlich)
Der 29er PUSH-UP Champion 2009 erhält einen symbolischen Preis.
z.B. 29 Flaschen Bier

Die ganze Kommunikation wird über dieses Forum abgehalten. Ausschreibungen, Fotos, Ranglisten, etc. pp. (auch um das 29er Thema immer wieder in die Liste "Neue Beiträge" zu bringen).
So etwas in der Art kann ich mir vorstellen.
Wichtig scheint mir, frühzeitig die 3 Termine festzulegen. D + CH könnten wir bereits bestimmen (Frühling, Sommer). Sobald wir jemanden für den Event in Österreich gefunden haben, kann auch der Termin gesetzt werden.
Das Ganze wird vermutlich ziemlich familiär ablaufen. Ich denke, dass wir zu Beginn nicht viel mehr als 10 29er sein werden. Mehr wie 50 Biker wird wohl kein Anlass sehen (grössere Anlässe möchte ich auch nicht organisieren).
Wir haben für 2009 noch genügend Vorlaufzeit. Also lieber noch etwas den Kopf schräg halten und zwei-, dreimal Nachdenken.
Soweit mein derzeitiger Input.
Abendrot
Sonntag, 5. Oktober 2008
Herbsttour vom Feinsten
Peter hatte schon eine ziemlich klare Vorstellung von der Tour, die er Heute mit mir machen wollte und im ersten Moment war ich von der Idee, zuerst mit dem Auto eine halbe Stunde bis zum Startort zu fahren, nicht wirklich angetan. Als er mir beim Kaffe dann aber auf der Singletrailmap all die blauen, roten und auch schwarzen Trails zeigte, die ab Gibswil erreichbar wären, konnte ich nicht mehr wirklich Nein sagen. Damit ich nicht den ganzen Tag verbike, einigten wir uns auf eine eher kurze Oberland-Singletrailrunde.
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Kurz nach elf Uhr starteten wir also in Gibswil auf etwas über 700 Metern über Meer und es war noch empfindlich kalt. Viel mehr als 5° Grad werden es nicht gewesen sein. Stahlblauer Himmel! Kalte, saubere Luft, ausgezeichnete Fernsicht. Wunderbar farbige Wälder und gezuckerte Bergspitzen, dahinter ein Alpenpanorama vom Feinsten, ganz in weiss. Es ist unglaublich, in welch schöner Umgebung wir leben... ![]()
Im Aufstieg zu unserem gesuchten "Herbsttrail" haben wir uns irgendwie verfahren und irgendwann war nur noch schieben möglich. Der Pfad wurde immer steiler und ab etwa 1'100 Metern kamen dann auch die ersten kleinen Schneereste. Was für ein Weg?!?! Immer steiler. Sollen wir umdrehen? Nein, weit kann es nicht mehr sein und wo es hoch geht, geht es auf der anderen Seite meist auch wieder runter und oft findet man so die besten Trails.
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Am höchsten Punkt machten wir eine kurze Verschnaufpause und konsultierten die Karte. Hmm. Wir sind zu hoch. Wir müssen nordwärts dem Wanderweg entlang nach unten. Cool! Nordwärts! Auf er Schattenseite liegt noch Schnee! Das wird ja lustig! Schnee zu Anfang Oktober, unglaublich! Wir mussten tätsächlich ein kleines Schneefeld überqueren, wo noch knappe 10cm Schnee lagen. Irgendwie surreal. Noch grüne, erst angefärbte Bäume und daneben Schnee...
Beim Restaurant Schindelberg (links, im Hintergrund) machten wir dann unsere Mittagspause und genehmigten uns eine Portion Käse und geräucherten Bauernschüblig. Durch den Schnee und das viele Wasser auf den Wegen waren wir und unsere Bikes schon ziemlich eingedreckt. Etwas an der Sonne sitzen kam da ganz gelegen. Nun waren wir am Anfang des "Herbsttrails". Wir fuhren nicht wie sonst meist, rechts hoch zum Schnebelhorn, nein, wir blieben vorerst auf der gleichen Höhe und danach führte der gesuchte Trail aussen entlang der Schnebelhornsüdflanke, bevor es dann steil runter zur Tössscheidi ging. Super! Zeutweise etwas ruppig und mit viel Gestrüpp, aber gut.
Die Anfahrt hat sich wirklich gelohnt. Nur, nun standen wir so ziemlich am tiefsten Punkt des Tages und der Weg von der Tössscheidi hoch zur Wolfsgrueb ist ein echter Killer. Zum Schluss wird es immer steiler und bleibt langanhaltend sehr steil. Wir beide haben uns im allerkleinsten Gang hochgequält, mit Puls jenseits 170. Doch wir sind alles gefahren und mussten nicht schieben! Super! (Eigentlich war es so: Ich fuhr hinter Peter und dachte, ich steige nicht eher ab, bevor er nicht absteigt. Er hörte hinter sich mein Keuchen und dachte, solange er nicht absteigt, darf ich nicht schwächeln.
und so haben wir uns gegenseitig da hochgezogen...).
Um etwas Zeit zu sparen fuhren wir von da den selben Weg zurück, den wir zu Beginn der Tour hergekommen sind. Beim runterollen konnte man sich nochmals etwas an der herrlichen Umgebung sattsehen. Sehr schön. Das war eine echt tolle Tour, mit echt tollen Bildern. Auch wenn wir sie so vermutlich nie mehr fahren werden, denn die 200 Höhenmeter schieben waren schon etwas heftig. Wenn man das umfahren kann, gerne wieder. Danke an Peter. Nicht nur fürs guiden und die tollen Fotos. Der Tacho sagt: 25 km., 2:14 Std., 1'070 Hm.
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Als ich zuhause das Bike aus dem Auto lud war klar, dass ich es am besten gleich mit dem Gartenschlauch abspritze und putze. So geht es noch am besten. Eingetrockneter Dreck geht später nicht leichter weg. Also los! Nach dem putzen noch die obligaten Bikebilder. Was mich noch zum Lenkerthema bringt. Da ist das Fazit ganz einfach: Das hätte ich schon viel früher machen sollen! Wirklich! Das Fahrverhalten hat echt gewonnen. Durch die aufrechtere Sitzposition sehe ich zudem mehr. Bergrunter macht es viel mehr Spass und berghoch "geht es noch". Ich lasse es vorerst mal so. Das passt mir gut.
Samstag, 4. Oktober 2008
more relaxed
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Eigentlich wollte ich heute Nachmittag eine kurze Herbstrunde fahren, doch kaum bin ich losgeradelt, begann es auch schon ein erstes Mal zu regnen. Also anhalten, Regenjacke hervorkramen und anziehen. Weil ich morgen mit Peter eine Biketour in Zürcher Oberland fahren will, wollte ich heute nur ganz gemütlich das Fully geniessen und gemütlich ein paar schöne Herbsttrails absurfen. Während dem ich das tat, wünschte ich mir eine etwas entspanntere, aufrechtere Sitzposition. Etwas weniger Gewicht auf den Händen wäre auch nicht falsch. Der montierte flache Lenker funktionierte mit den Lenkerhörnchen nun schon mehrere tausend Kilometer recht gut. Vor allem bergauf stimmt die Sitz- und Griffposition. Klar, bergab wäre etwas aufrechter und etwas mehr Lenkerbiegung nach hinten wäre vermutlich auch ganz angenehm.
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Da hilft nur ausprobieren. Ich steuerte den lokalen Bikeshop an und siehe da, da war ein passender Rizerbar für 49 Franken zu haben. Gut. Genau richtig um auszuprobieren. Ich kaufte den Lenker und fuhr kurz vor dem nächsten Regenschauer zuhause vor die Garage. Ich packte das INTENSE auf den Montageständer und schraubte die beiden Lenker um. Huch. Das macht mehr aus als angenommen. Der Lenker ist nun fast 4cm höher oben. Ich mache eine kurze Probefahrt. Cruiser-mässig! Ich weiss ja nicht. Hörnchen gehen da auf gar keinen Fall! Das würde schlimm aussehen. Nochmals ein kurze Probefahrt. In meinem Teilefundus hätte ich einen etwas kürzeren 6°Grad Vorbau, den ich negativ montieren könnte um den Lenker wieder etwas nach unten zu kriegen. O.K. Bike wieder auf den Montageständer und noch den Vorbau wechseln (vorher 110mm, 0°, nun 100mm, -6°).
Dann nochmals eine Testrunde. YEAH! Cool! Das gefällt mir. Das fährt sich wirklich entspannter. Genau richtig, für die kommenden Wintermonate. Da muss es nicht immer so race-mässig sein. Mal sehen, wie sich die Kombination morgen auf der Tour bewährt.
Freitag, 3. Oktober 2008
neue, lange Bikehose
Zum Geburtstag bekam ich von meiner lieben Frau gestern ein paar neue Velohosen geschenkt. Es ist eine sogenannte "Mid-Season"-Hose und meint damit, dass sie vorwiegend für Herbst und Frühling konzipiert wurde. Etwas wärmer als eine kurze Hose mit Knielingen aber nicht so warm wie echte Winterhosen. Da ich auswählen durfte, entschied ich mich für ein Modell mit integrierter Sitzeinlage. Dies nur aus dem Grund, damit ich nicht noch eine Radhose darunter anziehen muss (also ideal z.B. für den Arbeitsweg). Meine Winterhosen sind ohne Sitzpolster doch da ist die kurze Bikehose darunter auch nicht störend sondern eher erwünscht, weil sie zusätzlich noch etwas warm gibt. Nun sieht also meine Bein-Bekleidungstaktik beim Biken wie folgt aus:
- Minustemperaturen: Thermohose mit Bikehose darunter
- bis ca. 15°Grad: lange Bikehose mit Sitzeinsatz (diese hier)
- ca. 15° - 20°Grad: kurze Bikehose mit Knielingen
- ab 20° Grad kurze Bikehose
Und ja, ich bin der Typ, der fast ausschliesslich eng anliegende Bikehosen trägt, auch wenn der Trend in den letzten Jahren eindeutig zu luftigen Bikeshorts ging und die engen Radhosen zunehmend den Rennradfahrern zugeschrieben werden. Ich habe zwar auch eine solche "lässige Bikeshort", benutze sie jedoch so gut wie nie, weil mich vorwiegend zwei Dinge stören. 1.) Reibt der Aussenstoff beim Treten oftmals an den Beinen und 2.) bin ich ein oder zweimal mit der Hose an der Sattelspitze hängen geblieben, als ich meinen Körperschwerpunkt hinter den Sattel bringen wollte. Das fand ich eher störend und deshalb bleibe ich wohl bei den engen Radhosen.
Natürlich trage ich zum Radfahren oben mehr als nur ein Funktionsshirt. Ich wollte mit dieser Spielerei einfach zeigen, wie die Hose an mir aussieht. Wer sie sich auf der Hersteller-Homepage noch etwas näher ansehen möchte, klickt hier.
Nach diesem Fotoshooting wollte ich die Hose natürlich gleich ausprobieren und deshalb habe ich mich aufs KISH gesetzt um damit noch ein paar Besorgungen zu erledigen. Mein Fazit nach den ersten 50 Kilometern: Die Hose trägt sich wirklich gut und die Grösse XXL passt mir super. Es ist also ein tolles Geschenk! Vielen Dank, Schätzchen! ![]()
Mittwoch, 1. Oktober 2008
Geometrieunterschiede 29" zu 26" Mountainbike
An einem Beispiel möchte ich ein paar Geometrieunterschiede zwischen 29"-Bikes und 26"Bikes aufzeigen. Seit einem Jahr fahre ich ein INTENSE Spider29 in Grösse L. Das vergleichbare 26"-Bike heisst SpiderXVP (auch Grösse L). Ich habe die komischen inches mal in gebräuchliche Masse umgerechnet. In der Spalte ganz rechts erkennt man dann den Unterschied.

Erstes Fazit: So gross sind die Unterschiede gar nicht. Der grösste Unterschied (31.75mm) besteht in der Länge der Kettenstrebe. Klar. Das 29"-Rad hat theoretisch 1.5" (38.1mm) mehr Radius, der untergebracht werden muss. Lange Kettenstreben sind aber nicht wirklich erwünscht, weil sie zusätzlich zu den grösseren Rädern noch zur Trägheit beitragen. Dem versucht man mit einem steileren Lenkwinkel entgegen zu wirken (+2°Grad). Dadurch wird dann das Oberrohr etwas länger (+18.65mm).
Was man aus den Rahmenmassen nicht wirklich erkennen kann ist, dass durch das grössere Rad, bei gleichem Federweg, die Frontpartie beim 29er deutlich höher baut (fast die ganzen 3" Unterschied (76,2mm)). INTENSE versucht das mit einem kürzeren Steuerrohr am 29er etwas auszugleichen. 116,8mm beim 29er zu 133.3mm beim 26er. Damit der Lenker nicht zu hoch kommt, fahre ich mit einem 0°Grad Vorbau und einem flachen Lenker.
Soweit die Theorie. In der Fahrpraxis stellt man dann die oft zitierten Unterschiede fest:
- Das 26er Bike fühlt sich meist etwas quirliger an, weil...
- Aufgrund der kleineren/leichteren Laufräder beschleunigt das 26er Bike etwas besser.
- Das 26er Bike ist bei gleichen Aufbau deshalb etwa 500g leichter (Räder, Reifen, längerer Hinterbau).
- Das 29er Bike hat deutlich spürbar mehr Traktion. Das merkt man sofort am Vorderrad und an steilen Anstiegen auch am Hinterrad, das mehr Grip findet und fast nicht mehr durchdreht.
- Die Überschlagsgefühle in steilen Downhills sind beim 29er deutlich kleiner.
- Das 29er Bike überrollt Wurzeln und kleinere Unebenheiten wirklich besser als das 26er Bike.
- Man sitzt im 29er etwas mehr im Bike drin, während man auf dem 26er mehr obenauf sitzt (s.o. gleiche Innenlagerhöhe).
- Insgesamt fühlt sich das 29er Bike komfortabler und stabiler an als sein 26er Pendant
INTENSE bietet das Spider29 in der Grösse S für Fahrer/innen ab 153cm Körpergrösse an. Ganz persönlich finde ich jedoch zu kleine 29er optisch genauso unschön wie zu grosse 26er. Selbst würde ich 29er Menschen ab 170cm empfehlen.