Ich bin passiv, ich warte.
Ich warte auf die letzten Fotos der Alpenüberquerung, auf berufliche Motivation, auf Energie, auf Lust, auf...
...den Tiefpunkt...
um endlich wieder "aufwärts", "vorwärts" gehen zu wollen. Momentan bin ich zu träge, zu satt, zu gut gepolstert... schon fast isoliert.
Doch: warten ist Gift! Psychogift. Nichts wird besser durch warten. Man kann gewisse Dinge aussitzen, doch nur zu warten ist einfach zu wenig. Die Zeit in diesem Körper ist begrenzt und warten heisst so gesehen auch verschwenden. Verschwenden von Lebenszeit.
Und trotz der Sattheit die ich spüre, so fühle ich mich doch zeitweise leer und ausgelaugt. Ich habe in letzter Zeit vorwiegend Energie verbraucht und keine oder zuwenig neue zugeführt. Das ist vor allem geistig/emotional gemeint. Ich habe die "Ruhe und Kraft" verlassen (oder nicht mehr aufgesucht) und erlaubte meinen Gedanken ziel- und rastlos umher zu streunen. Seit Mai besuchte ich keine Yogalektionen mehr und machte auch zu Hause keine Übungen mehr. Meditationsversuche habe ich noch früher aufgegeben. Nun merke ich: das war falsch. Ich habe mich in "dies und das" verstrickt und es ist nun wohl an der Zeit wieder zur Besinnung, zur Ruhe (zurück) zu kommen.
Es ist nicht so, dass mir diese Erkenntnis nun so spontan beim schreiben gekommen ist, nein, tief drin weiss ich es schon lange... die schlechten Gedanken und Gewohnheiten haben sich einfach wieder ausgebreitet... wie Unkraut... das geschieht halt, wenn man wartet...
Das alles erinnert mich an "gleichförmige Kreise", so wie schon einmal beschrieben.