Dienstag, 24. Mai 2011
Montag, 23. Mai 2011
Luxus-Kratzbaum

Heute war Basteltag. Ich wollte draussen an der Kinderschaukel die langsam verrottende Sisalschnur ersetzen, die unser Kater in den letzten Jahren runtergekratzt hat. Dazu brauchte ich logischerweise Sisalschnur, weshalb eine Velofahrt zum Baucenter auf dem Programm stand. Zwar liegt im Gartenhaus noch eine Rolle der alten Schnur, doch das reicht nirgends hin. Im gleichen Gang wollte ich noch einen Swisscom-Shop aufsuchen, um meine Mobilenummer vom Geschäft auf Privat umzuschreiben.
Die Strecke zum Ziel führt über einen Hügel. 3km berghoch und dann 3km bergrunter. Gefühlte 30 Minuten und ohne schwitzen gehen die 150 Höhenmeter bei mir nicht. Schon gar nicht, wenn es so schön und warm ist, wie heute Morgen. Vor dem Swisscom-Shop steige ich also schwitzend vom Rad und in dem Moment fällt mir ein, dass ich das Übernahmeformular zuhause auf dem Tisch liegen gelassen haben. Shit! Ich versuche es trotzdem, doch ohne Formular geht gar nichts. So sind nun mal die Prozesse...
Im Baucenter bin ich dann unschlüssig welche Sisalschnur und vor allem wie viel davon ich kaufen soll. Ich entscheide mich für die dickere und kaufe nur mal 10 Meter. Ich weiss genau dass dies zuwenig ist, doch ich muss ja wegen dem Formular nochmal herkommen und dann kann ich die richtige Restmenge kaufen. Gute Idee. Dann nach Hause, also wieder 150 Höhenmeter, 3km hoch, 3km runter.
Zuhause mache ich mich gleich ans Werk und stelle fest, dass 10m Sisalschnur nur 20cm des Holzpostens abzudecken vermag. Wenn ich also auf 80cm Höhe will, brauche ich noch zusätzlich 30 Meter. O.K. Nun das Formular aber nicht vergessen!
Um die Mittagszeit mache ich mich zum zweiten Mal auf den gleichen Weg. 3km berghoch, 3km bergrunter. Leichtes schwitzen, mittlerweile brennt die Sonne ziemlich runter. Mit dem richtigen Formular ist dann alles kein Problem und nach fünf Minuten ist der Antrag "an die Zentrale" zur Verarbeitung gefaxt. Innert der nächsten 10 Tage wird meine Nummer aus dem Geschäftsvertrag herausgelöst und mir für mindestens ein Jahr ein Natel Liberty primo Abo für 29.00 SFr. pro Monat verrechnet. Eigentlich wollte ich auf ein PrePaid-Angebot wechseln, doch das war irgendwie vertragstechnisch nicht möglich. Für ein Jahr ist das o.k. Mehr interessiert mich im Moment gar nicht.
Dann nochmals zum Baucenter und 30 Meter dicke Sisalschnur ab der Rolle abwickeln und abmessen. Der Seilbund sieht zum Schluss aus, als wollte ich in die Berge. Doch ich will nicht in die Berge sondern in den Garten. Also wieder 3km berghoch und 3km bergrunter.
Dann begann der mühsame Teil der Ausführung. Weil der Pfosten ja fest verankert ist, muss man den ganzen Rest der Schnur (zu Beginn also fast 30m) immer um den Pfosten herumgeben, wenn man die Schnur wickeln will. Das ist ziemlich mühsam. Zudem sollte man ja stets Zug auf der Schnur haben, damit sie möglichst straff anliegt. Immer nach 5x umwickeln klopfe ich mit einem Hammer die Schnur nach unten zusammen, damit sie wirklich dicht an dicht liegt. Alle 12-15 Umrundungen fixiere ich die Schnur hinten mit einer Hagraffe und entspanne mich einen Moment. Es ist Mittags um drei, die Sonne brennt ziemlich, der Schweiss läuft in Strömen, doch das Werk kommt voran. Ziemlich genau nach 80cm sind dann die insgesamt 40 Meter Sisalschnur verbraucht. Zum Abschluss nehme ich die dünnere Schnur aus dem Gartenhaus und wickle diese mit gösseren Abständen weiter nach oben, damit der Kater daran hochklettern kann. Ja, find ich gut. Ist ansprechend geworden und wie man am Bild des Tages erkennt, hat unser Tigi den aufgepimpten Katzenbaum gleich mal ausgetestet und für gut befunden.
Samstag, 21. Mai 2011
zweiteilige Ausfahrt

Heute Abend waren wir bei Freunden zum Pizzaessen eingeladen. Weil wieder so schönes Wetter war, konnte ich das gut mit meiner Samstagstrainigseinheit verbinden. So war die Idee, dass Karin mit dem Auto zu den Freunden fährt und ich dort das Velo in den Kofferraum packe, damit wir nachts gemeinsam heimfahren können.
Die heutige Tour startete über bekannte Strassen und Velowege nach Uster. Heute wollte ich aber nicht über den Pfannenstiel nach Meilen an den Zürichsee, sondern ich fuhr von Egg hoch zur Forch und von da zum Zollikerberg. Es war super Wetter, es herrschten perfekte Bedingungen und ich war gut in Form. So macht Radfahren auf der Strasse wirklich Spass und es lässt sich viel geniessen. Während der Fahrt versuchte ich mir natürlich die lange Velofahrt im Sommer vorzustellen. Wie fühle ich mich wohl nach 20, 30 oder gar 60 Tagen im Sattel? Wie muss ich überhaupt fahren, damit ich "vorwiegend" unterwegs sein kann?
Vor allem zu Beginn werde ich darauf aufpassen müssen, nicht zu viel Zeit pro Tag im Sattel zu sitzen um mich nicht gleich leer zu fahren (oder mir Sitzbeschwerden einzuhandeln). Es folgen so viele Berge, dass ich wirklich jeden Tag so fahren muss, dass ich das 20 oder 30x hintereinander tun kann. Es wird bestimmt schwierig werden, Energieverbrauch und -zufuhr etwa ausgeglichen zu halten. Während der Fahrt muss ich vor allem darauf achten, möglichst viel im aeroben Bereich zu fahren. Ich darf mich also nur soweit belasten, wie ich zur Energiebereitstellung genügend Sauerstoff in den Körper kriege. Bei Puls 130 belaste ich mich zu 75% Prozent, ich denke da liegt etwa der Zielbereich. Weil dies bei Anstiegen aber kaum möglich sein wird, wird es wichtig, dass ich mich auf flachen Zwischenstücken oder auf Abfahrten entsprechend erholen kann. Da muss ich kompensieren können. Über Alles wird Gleichmässigkeit vermutlich zum Zauberwort. So etwas lässt sich gar nicht trainieren...
Nach etwas über 70 schönen Kilometern traf ich bei unseren Freunden ein. Der Hausherr feuerte bereits den Pizzaofen ein, was meine Vorfreude auf die feinen, selbstgemachten Pizzen gleich kräftig anheizte. Während des Essens erzählte ich von der geplanten Sommerreise und im Gespräch stellten wir dann fest, dass wir uns nicht -wie angedacht- in Süditalien treffen können. Das passt zeitlich einfach nicht zusammen. Sie sind Anfang bis Mitte Juli da und in 30 Tagen ab Tourstart werde ich diese Distanz nicht schaffen. Das ist etwas schade, denn dieses Treffen hätte bestimmt Spass gemacht.
Nach drei Pizzen folgte zum Dessert noch eine Erdbeertorte mit Kaffee... Herrlich... Nur, all die Kalorien machen fast ein bisschen ein schlechtes Gewissen. So kam mir die Idee, dass ich doch mit dem Fahrrad auch wieder nach Hause fahren könnte. Auf direktem Weg sind das knapp 30 Kilometer, die ich in etwa eineinhalb Stunden packen kann. Die Idee gefiel mir und so zog ich mir wieder die Veloklamotten an. Diesmal zusätzlich Knielinge und eine leichte Jacke, was für diese laue Nacht gut reichte. Die Beleuchtung hatte ich natürlich auch dabei.
Kurz nach halb elf Uhr stieg ich also wieder auf das Velo und genoss eine herrlich frische Nacht. Ja, Nachtfahrten haben schon ihren speziellen Reiz... ein meditativ gemütlichen Reiz. Kurz nach Mitternacht war ich zu Hause. Das war sehr, sehr schön. Das GPS sagt: 100km., 4:54 Std., 800 Hm.
Dienstag, 17. Mai 2011
lange Zürichseerunde
Ich brauchte wieder einmal frische Luft. Nachdem ich die letzten Tage viel Zeit für die Routenplanung der Sommerreise brauchte, wollte ich heute wieder einmal praktisch Velo fahren und nicht theoretisch...
Den Tag liess ich ruhig starten. Draussen war es noch kühl und wolkenverhangen und so liess ich mir Zeit für ein ausgedehntes Frühstück mit Zeitung. Dann packte ich eine der zwei Seitentaschen. Werkzeug, Regenjacke, 1.Hilfe-Set, Badehose und -tuch, Beleuchtungsset, Knielinge, Langarmtrikot, leichte Jacke, Kabelschloss. Die Tasche ist erst halbvoll... Also noch das Netbook und ein Taschenbuch einstecken (auch wenn ich das heute garantiert nicht brauchen werde). Dann fülle ich die 1,5l PET-Flasche und die 7,5l Trinkflasche. Zuletzt die kleine Lenkertasche (Ausweise, Geld, Handy, Fotoapparat), dann bin ich bereit. Ich schätze mein heutiges Zusatzgewicht auf 6-8 Kilo.
Schon beim Losfahren hatte ich einen ziemlich klaren Plan der heutigen Tour. Ich starte über Winterthur, fahre das ganze Tösstal hoch bis nach Wald, von da nach Jona an den Zürichsee und via Schmerikon und Lachen um den Obersee. Bei Pfäffikon entscheide ich, ob ich über den Seedamm nach Rapperswil fahre und rechtsseitig dem See bis nach Zürich folge oder ob ich auf der linken Seeseite bleibe und so via Zürich nach Hause fahre. Wichtig ist mir einzig, dass ich viel Zeit im Sattel verbringen kann. Mein Ziel sind mindestens fünf Stunden Bewegung und die werde ich so ganz bestimmt kriegen.
Das Wetter will nicht so wirklich. Leichte graue Schleierwolken verdecken immer wieder die Sonne und so bin ich froh, dass es im Tösstal immer leicht ansteigt. So überwindet man auf 30 Kilometer ganz angenehm an die 300 Höhenmeter, welche man dann runter an den Zürichsee wieder vernichtet, wo man ganz locker hinrollen kann. Erst in Schmerikon mache ich bei einer Bäckerei einen Verpflegungshalt und gönne mir ein Sandwich und ein Spitzbueb mit Latte Macchiato. Das war auch wirklich nötig, denn mittlerweile hatte ich schon über 70 Kilometer auf dem Tacho.
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Ich entschied mich auf der linken Seeseite zu bleiben und fuhr in einem Stück bis zur roten Fabrik in Zürich. Die vielen schönen Seeblicke entschädigen etwas für die ziemlich stark befahrene Hauptstrasse. Das hatte aber auch damit zu tun, dass es nun schon gegen 17 Uhr war und der Feierabendverkehr einzusetzen begann. Bei der roten Fabrik genehmigte ich mir zuerst ein Eis und dann einen Milchkaffee. Man kann schön draussen, direkt am See sitzen und so langsam merkte ich schon, dass die Hundertergrenze hinter mir lag. Für die letzten Kilometer wollte ich mich noch etwas erleichtern und als ich die Toilette betrat, war ich schon etwas verwirrt... Noch nie machte ich ein Foto in einem Pissoirbereich, doch heute musste es einfach sein... (man beachte die blitzsauberen Pissoirs)
In der Nähe des Seebeckens machte ich dann ein letztes Foto. A propos Foto. In den letzten Tagen bin ich nicht so foto-motiviert. Es beschleicht mich oft das Gefühl, das alles schon so oder so ähnlich fotografiert zu haben. Die Monate zuvor, oder die Jahre zuvor. Wie auch immer... Kurz bevor ich zu Hause ankam kehrte ich in mein ehemaliges Stammlokal ein und gönnte mir eine grosse Portion Spaghetti Carbonara. Nun war ich wirklich platt und konnte einen Berg Kohlenhydrate gut gebrauchen. Bis ich dann zuhause vor der Garage das GPS stoppte, war es kurz vor acht Uhr abends. Schön war's, lang war's, anstrengend war's. Nun ab unter die Dusche. Das GPS sagt: 145 km., 6:15 Std., 700 Hm.
Freitag, 13. Mai 2011
VitaltrainerInnen-Treffen am Pfäffikersee

Seit dem Abschluss unserer Vitaltrainerausbildung versuchen wird den Kontakt aufrecht zu erhalten und zu diesem Zweck treffen wir uns nach Möglichkeit alle zwei Monate zu einem gemeinsamen Abendessen. Heute trafen wir uns in Pfäffikon, direkt am See. Diejenigen, die Lust und Zeit hatten, trafen sich etwas früher und machten einen kleinen Ruderbootausflug.
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Wie man an den Bildern erkennen kann, war wieder herrliches Wetter. Ein paar Restwolken schmückten den blauen Himmel und mit etwa 24° Grad war es auch angenehm warm. Perfekt um mit dem Velo da hin zu fahren und natürlich auch perfekt für eine Fahrt mit dem Ruderboot. Birgit, Andrea und ich hatten Spass "auf See" und genossen die schöne Abendstimmung. Gegen 19 Uhr trafen wird dann die übrigen Teilnehmer im Restaurant quer. Das ist eine Showbäckerei mit Erlebnisgastronomie. Sehr schön und groszügig gemacht, mit vielerlei Spezialitäten. Die Speisekarte ist ein halbes Buch. Eine interessante Location...
Wir haben uns gut unterhalten und vorzüglich gegessen. Das war wirklich ein gelungener Abend und so war es dann schon nach halb elf Uhr nachts, bis ich mich für den Heimweg parat machte. Nun zog ich Knielinge an, ein Langarmtrikot und darüber noch eine leichte Jacke. Dazu montierte ich die Akkubeleuchtung ans Velo. So war ich gut gerüstet für die etwa 25 Kilometer. Die Nacht war angenehm mild und es hatte nur sehr wenig Strassenverkehr. So machen auch Nachtfahrten Spass. Das war ein schöner Tag. Danke! Das GPS sagt: 66 km., 3:32 Std., 400 Hm.
Donnerstag, 12. Mai 2011
Routenplanung

In den letzten Tagen habe ich mich immer wieder vor den PC, vor Google Earth und vor gpsies.com gesetzt um nach und nach meine Veloroute für den Sommer zu planen. Ein Track (eine Datei) kann bis zu 2'500 Wegpunkte beinhalten und so unterteilt sich nun mein Vorhaben in einzelne Teilabschnitte, die ich nummerierte. Bis jetzt bin ich bis zu Abschnitt vier gekommen, was etwa 2'000 Kilometer Wegstrecke entspricht. Es zeigt sich nun, dass die Distanzen mit grösserer Genauigkeit auch immer länger werden.
Was mir aber schon etwas zu denken gibt, sind die etwa 40'000 Höhenmeter, die in diesen 2'000 Kilometern stecken. Das ist viel, sehr viel sogar. Es geht immer nur hoch und runter, alle 50 Kilometer gilt es 1'000 Höhenmeter zu überwinden. Das wird hart... und das ist ja noch nicht einmal die Hälfte der angedachten Strecke... das gibt mir echt zu denken...
Klar. Ich wählte eine möglichst bergige Route und wollte immer möglichst nah an den höchsten Bergspitzen des Apennin vorbei. Ich wählte Hinterland und Nebenstrassen und mied breite Hauptstrassen und grosse Ortschaften. Das hat dann halt seinen Preis.Ob sich das aber auch wirklich so realisieren lässt? Selbst wenn ich jeden Tag 1'000 Höhenmeter fahren würde, bräuchte ich 40 Tage bis L'Aquila... Hmmm... ich weiss ja nicht...
Hier kann man die Strecken im Detail ansehen:
Mittwoch, 11. Mai 2011
1 Kilo Werkzeug und Ersatzteile
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Durch die verschiedenen Shopbesuche der letzten Wochen komplettierte ich meine Ausrüstung für die Sommerreise 2011. Das Meiste kommt aus meiner Standard-MTB-Ausrüstung, die ich jeweils im Rucksack mitführe. Folgende Werkzeuge und Ersatzteile werde ich mit auf die Reise mitnehmen:
Am Rahmen montiert (350gr.):
- Luftpumpe (3m Reparatur-Klebeband um den Griff gewickelt)
- Victorinox Mehrfachwerkzeug mit Zange, Schere, Messer, etc.
Im Gepäck (650gr.):
- Multifunktionswerkzeug (2-teilig)
- Torx-Schlüssel (Scheibenbremsen)
- 2 Notspeichen
- Speichenschlüssel
- Ventilaufsatz um an der Tankstelle pumpen zu können
- Reifenheber
- Ersatzschlauch
- Notflick für Reifen
- Schlauch-Flickzeug
- 5 lange und 5 kurze Kabelbinder, 5m Schnur, Gummibänder
- 2 paar Ersatzbremsbeläge
- Ersatz-Schuhplatte (SPD) mit Schrauben
- 1 Kettenglied, 3 Nietstifte, 1 Ersatzschloss
- Kettenöl und Lappen
- Schaltkabel
Habe ich etwas vergessen? Ich denke nicht. Ich bin sogar der Meinung, dass man noch auf ein paar Teile meiner Liste verzichten könnte, doch die Auswahl erscheint mir so recht gut und sollte die meisten Situationen abdecken. Das gibt mir ein gutes Gefühl.
Was ich hier nicht erwähnte, weil es nicht wirklich zu "Werkzeug und Ersatzteile" gehört ist, dass ich zwei Kabelschlösser (1x dick + 1x dünn, total 600gr.) mitführen werde um meine Ware zu sichern. Natürlich will ich mein Bike und die Ausrüstung so wenig wie möglich aus den Augen lassen, doch für eine Besichtigung oder etwas ähnliches will ich mein Rad schon halbwegs sicher abschliessen können.
Samstag, 7. Mai 2011
biken wie im Sommer

Auch wenn ich das in letzter Zeit schon öfters schrieb, das derzeitige Wetter hier ist schlicht unglaublich. Jeden Tag schön und Sonne und nun zunehmend auch wieder wärmer, heute bis 25° Grad. Ich kann gar nicht so viel radfahren, wie derzeitig schönes Wetter ist... Heute traf ich mich um elf Uhr mit Freunden auf eine Grenzland-Mountainbiketour.
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Wir fuhren gemütlich nach Eglisau und querten da den Rhein. Über schöne Wanderwege und Singletrails sind wir der grünen Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz entlang gefahren. Wie erwartet war der Boden staubig trocken und perfekt zu fahren. Es waren auch kaum Wanderer unterwegs und so störten wir niemanden und hatten unseren Spass. Unser Ziel war die Küssaburg, von wo wir wieder runter an den Rhein und über die Grenzbrücke nach Kaiserstuhl fuhren. Hier gönnten wir uns eine Essenspause in einem schönen Gartenrestaurant. Wir teilten uns eine Fleisch- und Käseplatte und füllten damit unsere Energiespeicher wieder auf.
Den Rückweg wählten wir etwas einfacher und benutzten häufig Radwege. Wir unterhielten uns angeregt und genossen das herrliche Wetter. Es ist wirklich wie im Sommer! Einfach sensationell! Ich hatte auch wirklich Spass, wieder einmal etwas ausgiebiger mit den Santa Cruz Tallboy zu fahren.
Das funktioniert wirklich einwandfrei und die Vollfederung ist schon super komfortabel. Am auffälligsten ist aber der Fahrunterschied zum Kish im Rollverhalten und -geräusch der Reifen. Die dicken Nobby Nic Reifen am Tallboy sind echte Stollenreifen die raues Gelände lieben und die Big Apple Reifen am Kish sind das genaue Gegenteil, fast profillos und süchtig nach Asphalt. Na ja, kann man ja auch nicht wirklich vergleichen. Wie auch immer. Für wirkliche Mountainbiketouren ist das Santa Cruz Tallboy ein super Velo. Das hat wirklich Spass gemacht! Das GPS sagt:65 km., 4:05 Std., 1'100 Hm.
Mittwoch, 4. Mai 2011
noch ein paar Änderungen

Heute war sozusagen "Finisher-Day". Am Morgen fuhr ich mit dem Velo zu Media Markt um mir Paint Shop Pro Photo X2 zu kaufen. Dieses Fotobearbeitungsprogramm nutze ich schon lange in einer Testversion auf meinem PC und im Zusammenhang mit dem neuen Netbook habe ich gesehen, dass diese Version derzeit sehr günstig angeboten wird und so konnte ich die Sache einfach legalisieren und mir eine Vollversion für Fr. 39.90 kaufen. Erfreut ob des guten Kaufs durchstöberte ich noch etwas die Regale und so wanderte noch ein Italienisch-Deutsch Übersetzungsprogramm sowie ein Italienischkurs für Anfänger in meinen Einkaufskorb. Ich staune wie günstig Software geworden ist, denn für alle drei Produkte bezahle ich nur knapp einhundert Franken. Zuhause installierte ich dann die Programme auf dem acer aspire one happy und auf meinem normalen HP-Laptop. Super! Nun ist die Netbook-Installation ziemlich abgeschlossen. -> finished.
Im Laufe des Nachmittags entdeckte ich dann ein kleines Packet vor der Haustüre. Darin war die neue XT-Kurbel mit Innenlager und die XT 11-32 Kassette. Zusammen mit einer neuen Kette die ich noch habe, kann ich so den ganzen Antriebsstrang erneuern und für die Sommerreise bereit machen. Sehr gut. Diese Teile kann ich abends gleich mitnehmen, wenn ich mich mit Peter für einen Bastelabend treffe.
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Kurz nach 19 Uhr war ich dann bei Peter, der mir die passenden Halterungen für den Gepäckträger aus Chromstahl gemacht hatte. Die sehen stabil genug aus und sie passten auch wie geplant. Vielen Dank! Das sieht nun wirklich super aus und das Projekt "Gepäckträger" kann nun auch abgehakt werden. -> finished. Dann wechselten wir wie oben angesprochen die Kette, Kassette und die Kurbel samt Innenlager. Mit dem richtigen Werkzeug ging das alles recht fix und bei Peter sitzt eh jeder Handgriff. -> finished. Eine super Sache! Zum Schluss schalten wir zur Kontrolle alle Gänge durch und begiessen mit einem kühlen Bierchen den erfolgreichen Abend.
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Kurz bevor die Sommerreise startet werde ich noch einen Satz neue Reifen aufziehen, ansonsten ist das Velo nun reisefertig. So wie es dasteht wiegt es nun 12,3 Kilo. Die neu angebauten Teile (Seitenständer, Gepäckträger, grosser Flaschenhalter, Pumpenhalter, Peace-Zeichen, Lenkerhörnchen und andere Pedale) brachten also etwa 1,2 Kilo Mehrgewicht zu der Variante, mit der ich vor einem Monat in Riccione war (damals 11,1 Kilo). Damit bin ich zufrieden. Plus geschätzte 20 kg Gepäck, plus 95 kg Fahrer, macht zwischen 125 und 130 Kilo Gesamtgewicht. Das wäre gut. Anfänglich (mit Anhänger) rechnete ich mit an die 145 Kilo. Somit würde ich an die 15 Kilo einsparen, was doch mehr als 10% Prozent ist. Ja, es entwickelt sich in die richtige Richtung...
Bis ich wieder zu Hause war, war es kurz vor Mitternacht. Das GPS sagt: 80 km., 3:42 Std., 350 Hm.
Dienstag, 3. Mai 2011
one happy

Am liebsten möchte ich gleich vergessen, wie viele Stunden ich nun damit verbrachte, um mit dem neuen, kleinen, schnuckligen acer aspire one happy Netbook auch wirklich happy zu werden. Zuerst wollte ich Office 2010 installieren, doch die Installation brach nach etwa 40 Minuten mit error 1935 - Fehler beim Installieren einer Assemblykomponente ab. So ein Mist. Ich suchte im Internet und wurde auch rasch fündig. Ein Problem mit Windows 7 Start und .NET und Office 2010. Wie bitte? Alles Produkte von Microsoft und die vertragen sich nicht??? Und was will ich mit .NET? Na ja, was will man tun? Sich ärgern hilft wenig. Windows 7 Start scheint auch wirklich das Minimalbetriebssystem zu sein. So stellte ich später zum Beispiel fest, dass man nicht einmal das Hintergrundbild ändern kann. Ich wollte es so, also soll ich es nun auch so haben...
Eine gefühlte Ewigkeit später klappte es dann endlich mit der Office-Installation und ich konnte mich an die Outlook-EMail-Einrichtung machen. Wunderbar, das ging flott und war eine kurze Sache. Als nächstes deinstallierte ich den Internet-Explorer und installierte Mozilla Firefox als Standardbrowser. Die Favoriten kopierte ich von diesem PC. Danach Software für das GPS: Zuerst SportTracks für die Auswertung der GPS-Aufzeichnungen. Doch da gab es schon das nächste Problem. Die aktuelle Version 3.0 ist kostenpflichtig. Ich nutze die alte, noch frei verfügbare Version 2.1 und bin damit auch zufrieden. Nur wird auf der aktuellen Herstellerseite die alte Version nicht mehr zum Dowload angeboten. Mit etwas Zeit und Suchen finde ich dann eine installierbare Version 2.1 und lade darin meine Daten hoch. Ein kleiner Funktionstest, o.k., auch das klappt nun.
Dann die Garmin-Produkte Trainingscenter und MapSource. Trainingscenter interessiert mich eigentlich nicht, denn dafür nutze ich ja SportTracks, doch um MapSource installieren zu können, braucht es halt auch das Trainingscenter. Mit MapSource bearbeite ich Tracks, das heisst, ich zeichne oder verändere Strecken damit. Natürlich muss ich nach der Installation MapSource auch noch auf die aktuelle Version updaten... Alles braucht Zeit... Zudem erinnere ich mich nicht mehr, wie ich die Karten in MapSource laden konnte. Darum muss ich mich noch kümmern.
Dann kopierte ich Daten von meinem normalen PC auf das Netbook. Tausende von Fotos, alle möglichen Dokumente und all den elektronischen Ballast, den ich mittlerweile so mit mir schleppe. Ich zügelte mein Elektronenhirn... Das waren an die 30 Gigabyte und die zu kopieren, auch das braucht seine Zeit.
Zum Schluss entfernte noch unnötig vorinstallierte Software und dann endlich konnte ich mich an meinem neuen Spielzeug erfreuen. Nun ist es eine feine Sache und ich hoffe natürlich, dass mich dieses Netbook zuverlässig auf meiner Reise begleiten wird. Auf der Waage schneidet es schon mal gut ab. Das Netbook wiegt 1'150 Gramm und das Netzgerät noch 250 Gramm. Mein Riesennotebook an dem ich gerade sitze, wiegt schon 4 Kilo ohne Netzgerät...
Ich plane folgendes Elektronikzeugs mit auf die Reise zu nehmen: Netbook mit Netzgerät. GPS mit Netzgerät und USB-Kabel, Fotoapparat mit Netzgerät und USB-Kabel, Handy mit Netzgerät und USB-Kabel. In Italien möchte ich mir eine PrePaid-Mobilekarte kaufen, die ich auch zum mobilen surfen im Internet gebrauchen könnte (GPRS/UMTS). Frei verfügbares Wireless-LAN werde ich wohl nur an sehr wenigen Orten benutzen können.
Für den Moment bin ich nun wirklich HAPPY, denn zumindest dieses Thema ist in Sachen Vorbereitung schon einmal abgeschlossen.

