Freitag, 5. Mai 2006
Donnerstag, 4. Mai 2006
Freizeitplanung
Der moderne Mensch erholt sich während der Arbeit vom Freizeitstress
. Diesen Eindruck hätte man gewinnen können, wenn man verfolgt hätte, wie meine Frau und ich unsere Termine bis Ende Sommer abgestimmt haben.... Ich: "An dem Wochenende ist der Bikemarathon im Schwarzwald", Sie: "Dann haben wir mit Freunden zum Nachtessen abgemacht", ich: "Diese Woche ist die Alpenüberquerung" und Sie: "Dann ist mein Sprachaufenthalt in Florenz", ich "und welches Wochenende könnte ich nach München um einen Freund zu besuchen?", Sie: "Es bleibt nur noch dieses Wochenende, oder nein, da wollten wir XY treffen... also dann dieses hier"...........
Ich sag's ja: "Zum Glück gibt's noch Arbeitstage, sonst könnte man gar nie ausspannen!"
es sind die kleinen Dinge im Leben...
Ist man jung und wild, erscheint einem ein ruhiges "geregeltes" Leben einfach nur langweilig und kleinkariert. Wird man älter, lernt man die kleinen Dinge des Lebens wert zu schätzen und bringt Ruhe in die Abfolge der Tage, in dem man die früher oft wiederholten Fehler vermeidet und absehbarem Ärger ausweicht.... das macht dann oft den Blick freier und man findet auch mal die Musse etwas länger und genauer hinzusehen oder über etwas tiefer nachzudenken.
Dadurch gelangt man dann eher mal vom Oberflächlichen zum Tiefgründigen (oder man entdeckt, dass eben in den kleinen und einfachen Dingen des Lebens viel Wahrheit steckt). Das ist eine Erkenntnis, die ich immer wieder von Neuem gewinne: Beschränkung auf's Wesentliche ist keine Minderung sondern eine Steigerung der Lebensqualität!
Auch wenn uns die konsumgesteuerte Umwelt dauernd etwas Anderes einzuhämmern versucht, so ist es doch wahr..... und ich schrieb ganz bewusst, dass ich diese Erkenntnis "immer wieder" gewinne.... ich vergesse sie auch "immer wieder".... oder ich lasse mich eben mitreissen von dem dauernden "mehr, besser, grösser, schöner...!"-Wahn, der uns alle umzingelt. Der einem eine permanente Unzufriedenheit einzuimpfen versucht indem unterschwellig vermittelt wird, dass zum Glück noch etwas fehlt... dass der aktuelle Zustand "zu wenig" ist und einem die Zukunft, das Ferne, das neue X oder Y erst wirklich glücklich machen wird.
Erst wenn man mal inne hält, und versucht in sich zu ruhen stellt man fest, wie unwichtig und unwirklich das alles ist. Das Glück beruht nämlich auf dem was wir SIND und nicht auf dem was wir HABEN.... und wir SIND jederzeit... nicht erst in ferner Zukunft, wenn wir irgendwas erreicht haben... wir sind HIER und JETZT.
Mittwoch, 3. Mai 2006
erster Sommertag
Dienstag, 2. Mai 2006
ein schön normaler Tag
Montag, 1. Mai 2006
1.Mai-Tour
Sonntag, 30. April 2006
Monatsabschluss
Es ist Zeit um den Monat April 2006 abzuschliessen und ad acta zu legen. Zeit also, die Biketabellen zu aktualisieren und über die Tops und Flops nachzudenken. Die Biketabelle für den Monat April ist einfach irrsinnig.... 1'439 Kilometer in 30 Tagen... der volle Wahnsinn!
Die Wahl von Top und Flop gestaltet sich wieder einmal schwierig.... Zum TOP-Beitrag erküre ich die Rennradtour von Riccione über Rimini, Passo del Grillo nach San Marino als Höhepunkt. Und als FLOP?..... (ich mag keine Flops....) vielleicht die defekte Hinterradfelge?... überleg... nein, da gibt es doch noch etwas Blöderes. Hier also der FLOP des Monats.
Sonntagstour
Man kann durchaus behaupten, dass ich relativ einseitig interessiert bin...
... ja, kann man. Na ja, so bin ich nun mal. Deshalb liebe ich ja auch solche Sonntage, an denen das Wetter besser als erwartet ist und ich zuerst das Bike etwas putze und warte und dann freudig auf den Anruf eines Bikekameraden reagiere und auch sofort zusage um am Nachmittag noch eine Sonntagstour zu fahren. Sonntagtour klingt gut, klingt nach Entspannung ohne Hetze... das kann ich nach der gestrigen Tour ja perfekt gebrauchen.
Da auch heute das Termometer Mühe hat um über die 10° Grad Marke zu klettern, heisst es also wieder: Lange Hose und leichte Jacke anziehen, nix mit etwas bräunen. Immerhin, im Vergleich zu gestern verzichte ich auf die Schutzbleche... etwas Optimismus ist immer gut ![]()
Pünktlich wie immer klingelt Jürg kurz vor zwei Uhr und da er um 17:00 Uhr wieder geduscht zur Verfügung stehen soll, entschliessen wir uns für die "Standardroute". Das heisst: Irchel, Tössegg, Rhinsberg, Eschenmosen. Das schaffen wir unter drei Stunden, dann muss er halt etwas schneller duschen ![]()
Gleich an der ersten Steigung nimmt er etwas Tempo raus, was ich doch sehr schätze, denn meine Beine sind schon (oder: immer noch) schwer und es sollte ja eine Sonntagstour werden... wir plaudern etwas und es geht locker vorwärts. Dann am zweiten Anstieg gibt er schon etwas mehr Druck auf die Pedale und ich fahre schon ziemlich am Anschlag um den Anschluss halten zu können. Später auf dem herrlichen Singletrail dem Grat entlang ist es dann um ihn geschehen. Er wittert einen anderen Biker und nimmt sofort wehement die Verfolgung auf. Mein Puls rast! Ich habe grösste Mühe um sein Tempo mitgehen zu können.... nichts mehr von wegen Sonntagstour... jetzt geht es um jagen und gejagt werden... das typische Männer Macho Gehabe von wegen "ich bin der Stärkere"... Der gejagte Biker erschrickt und macht gleich freundlich Platz... wir zischen vorbei und halten das Tempo bewusst hoch, nicht dass der Andere noch glaubt anhängen zu können... meine Muskulatur übersäuert langsam aber sicher... zum Glück kenne ich die Strecke sehr gut und weiss, dass die Hatz bald ein Ende hat, denn am Aussichtspunkt der Hochwacht machen wir bestimmt einen Bananenhalt... so ist es denn auch. Jürg zufrieden: "Heute läuft es mir wirklich gut!" Wahrhaftig....
Am dritten Aufstieg, hoch zum Rhinsberg lasse ich ihn dann ziehen. Ich habe einfach zu müde Beine und bin auch geistig nicht wirklich auf ein Rennen eingestellt. Dennoch stelle ich zufrieden fest, dass die vielen Bikekilometer dieses Jahres schon Wirkung zeigen und dass ich Fortschritte gemacht habe. Ich fahre vielleicht nicht wirklich schneller, doch der Puls ist tiefer als in den Vorjahren und nach den Steigungen erhole ich mich auch bedeutend rascher... das macht Laune!
Kurz nach halb fünf Uhr sind wir vor Jürgs Haus angelangt. Super-Timing. Der Tacho zeigt, dass es eine schnelle Runde war. Normalerweise fahren wir diese Strecke mit etwa 14km/h, heute waren es 16km/h. Das ist schon ein Unterschied. Der Tacho sagt: 43km, 2:38 Std, 920Hm. Die Erholungstour muss ich halt auf ein andermal verschieben ![]()
Samstag, 29. April 2006
verlängerte Flusstour
Schon seit vielen Jahren fahre ich im Frühling eine Biketour, die auf vielen Wanderwegen den verschiedensten Gewässern in der Umgebung folgt. Eine kleine Aufzählung der Bäche und Flüsse die passiert werden: Altbach, Glatt, Furtbach, Limmat, Aare, Surb. Damit es nicht nur eine Flachtour wird, sind der Altberg zu Beginn und die Lägern-Hochwacht gegen Ende der Tour eingeplant. Was ich auch wusste, dass es eine lange Tour geben wird, da die mir bekannte Runde mit Ausgangspunkt Dielsdorf knappe 70km auf den Tacho bringt und die Anfahrt bis nach Dielsdorf etwa 15km weit ist.
Ich habe mich gestern Abend für diese Tour entschieden, da der Wetterbericht von längeren trockenen Abschnitten sprach (und ich ja am letzten Montag noch eine Regenhose gekauft habe). Ich packte also den Rucksack voll und bestieg noch vor neun Uhr morgens das Bike. Es war noch sehr kühl, vielleicht 6 oder 7 Grad, so gar nicht frühlingshaft. Auch die Singlletrails waren ziemlich matschig und dennoch, es war und ist einfach eine Supertour. Seit ich letztes Jahr mal in München die Isarauentrails gefahren bin, würde ich diese Tour in die gleiche Kategorie einteilen. Slalom zwischen Bäumen, kilometerlange Trails, keine Leute die sich gestört fühlen.... einfach Klasse....
Als der Aufstieg zur Hochwacht anstand, fühlte ich mich schon etwas gebraucht und das durchklicken des Bikecomputers bestätigte auch wieso.. es waren schon über 70km gefahren. Also besser noch eine kurze Pause einlegen und eine Banane nachschieben. Das hat mich wieder etwas aufgebaut und als ich oben angelangt die Aussichtsplattform betrat, war ich mit meiner Leistung wirklich zufrieden. Leider zeigten sich nun ziemlich dunkle Wolken am Himmel und deshalb beschloss ich, diesmal nicht im Restaurant Bergwerk Halt zu machen, sondern möglichst den direkten Heimweg anzutreten. Doch es dauerte nicht lange und die ersten Tropfen fielen.... Bei einer Waldhütte machte ich nochmals Halt, zog mir die kurze Regenhose über die lange Radhose und schlüpfte in die Regenjacke. Die letzte halbe Stunde strampelte ich also in leichtem Regen nach Hause und konnte mich der guten Funktion meiner Kleidung erfreuen (sehr positiv ausgedrückt, denn eigentlich hätte ich auf den Regen verzichten können).
Als ich vom Rad stieg, war es etwa halb fünf Uhr abends. Ich war also insgesamt 8 Stunden draussen, bei Temperaturen zwischen 6 und 12° Grad und deshalb war ich nicht nur müde sondern auch etwas ausgekühlt. Nach der warmen Dusche legte ich mich zuerst einmal hin um etwas zu entspannen. Es war die längste MTB-Tour, die ich je gefahren bin. Zudem ist der tausendste Bikekilometer nun auch vollbracht. Der Tacho sagt: 113km, 6:31 Std. 1'450Hm
Freitag, 28. April 2006
schönes Wochenende
Schön, schon wieder ein verlängertes Wochenende. Leider ist der Wetterbericht ziemlich lausig... dabei hätte ich nochmals richtig viel Zeit um täglich eine längere Mountainbiketour zu fahren, denn meine Frau kommt erst am Montagabend aus den Ferien zurück. Mal sehen wie's kommt. Morgen könnte ich z.B. auch einen MTB-Lauf des Swisspowercups ganz in der Nähe besuchen.