Freitag, 19. Mai 2006
Donnerstag, 18. Mai 2006
letzte Vorbereitungen
Beruflich bin ich seit etwa einem halben Jahr vorwiegend mit einem grossen Technolgieprojekt beschäftigt. Ich kümmere mich dabei vorwiegend um Organisatorisches und Administratives, damit der technische Projektleiter sich nicht mit diesen Dingen herumschlagen muss. Morgen Freitag und am kommenden Montag haben wir nun zwei Kundenpräsentationen, an denen wir die ca. 30 betroffenen Firmenkunden über die geplanten Arbeiten informieren. Um nicht nur zu theoretisieren, haben wir auch eine umfangreiche Testumgebung aufgebaut, wo wir den Kunden die bevorstehenden Änderungen gleich 1:1 vorführen können. Und wie es halt so ist wenn etwas ändert, erwarten wir nicht nur positive Reaktionen, sondern auch durchaus kritische Bemerkungen und Fragen.
Wir haben heute abend nun noch einen Probelauf gemacht und die "Choreographie" besprochen und abgestimmt. Nicht dass wir uns gegenseitig ins Wort fallen oder noch schlimmer, uns widersprechen. Das war bestimmt wertvoll nur haben wir halt auch festgestellt, dass wir nicht die geborenen Moderatoren sind und angesichts der Wichtigkeit der Teilnehmer das Lampenfieber langsam aber sicher zu steigen beginnt... wir haben viel Zeit und Energie in dieses Projekt investiert und wollen es deshalb auch wirklich gut machen. Deshalb will ich heute Abend auch zeitig ins Bett gehen, damit ich zumindest körperlich fit und erholt bin. Wie sagt man so schön? "Wird schon schief gehen!"
Mittwoch, 17. Mai 2006
Idee: BRING-Ring
Hier handelt es sich um eine Geschäftsidee, die ich 2003 entwickelte. Damals erstellte ich diverse Dokumente in denen ich die Idee, die technische Umsetzung und auch die Knackpunkte beschrieben habe. Nicht weiterverfolgt habe ich diese Projekt aus folgenden Gründen:
- Die damals verfügbare Technik der Mobilkommunikation war noch nicht so weit.
- Ich fand keine vernünftige Lösung für die Logistik
- Die Idee wuchs mir über den Kopf. Um das "BRING-Ring System" zum Erfolg zu führen braucht man ein hochprofessionelles Vorgehen bezüglich Partnerfirmen, Marketing, Lieferorganisation und dem KnowHow, wie man ein solches Produkt möglichst breit in den Markt drückt (und sehr schnell verbreitet).
Die Geschäftsidee basierte auf folgenden Überlegungen:
Ziel: Home-Delivery von Alltagsprodukten
Zielgruppe: Jeder, jedoch soll die Umsetzung "Alten-kompatibel" sein, da ich den Hauptnutzen von Heimliefungen vor allem bei älteren Menschen sehe (Nachlassen der eigenen Kräfte). Ausserdem liegt da das nötige Kapital.
Produktauswahl: Alles, was mit Barcode bedruckt ist (also fast alles!).
Die Idee geht so:
- Durchschnittlich kauft "ein Haushalt" zu über 50% immer die selben Produkte (Milch, Butter, Mineralwasser, Toilettenpapier, Zahnpasta, etc.).
- Man weiss was man will, braucht also weder Beratung noch Auswahl.
- Man verfügt über ein Muster, von wo man den Barcode einlesen kann.
- Man schätzt, dass man die Güter nicht selbst nach Hause schleppen muss, sondern dass diese an die Haustüre geliefert werden.
- Man kann immer noch "shoppen" und das sinnliche Einkaufserlebnis erfahren, muss sich jedoch nicht mehr um die alltäglichen Güter kümmern.
Die technische Umsetzung stell(t)e ich mir wie folgt vor:
Heute verfügt beinahe jeder Europäer über ein Mobiltelefon, zunehmend mit Fotokamera ausgerüstet, mit eigenem Betriebssystem und Speicherkapazität.
Man braucht eine Software zu entwickeln, welche über die Kameraoptik des Handys Barcodes erfassen und in den entsprechenden Zahlencode umwandeln kann. Man fotografiert also bestehende Barcodes mit dem Handy und diese Information wird dann für neue Bestellungen verwendet. Die Software verfügt über eShop-Möglichkeiten wie: Einkaufskorb, Zwischenablage (Produkte die man mal scannt, sich jedoch nicht gleich entscheidet ob man sie kaufen will), Eigener Produktekorb (alle bisher gescannten Artikel als Stamm für neue Bestellungen), Historie und Status von früheren Bestellungen......
Per GPRS, UMTS (oder welcher mobilen Datenübertragungstechnik auch immer) werden die gescannten Daten mit der BRING-Zentrale abgeglichen und man erhält einen Einkaufszettel (Echttext mit Produktbeschreibung und Preisangabe. Zusätzlich Einkaufszettelcode) zurück.
Ist man einverstanden schickt man den Einkaufszettelcode an die BRING-Zentrale und löst damit die Bestellung aus.
Die BRING-Zentrale koordiniert die Beschaffung und den Liefertermin und teilt diesen dem Kunden mit.
Die BRING-Zentrale muss mit den Produktdatenbanken der Lieferanten verbunden sein, damit alle nötigen Abfragen und Einkaufszusammenstellungen gemacht werden können ohne dass man sich selbst um die (aktuellen) Preise kümmern muss.
Bei der Logistik (Produkte einkaufen, zusammentragen und liefern) gibt es diverse Möglichkeiten. Angefangen von "man mach alles selbst" bis zu "man überlässt alles den Lieferanten" (es verfügen derzeit die zwei grössten Detailhandelsketten der Schweiz über eigene Onlineshops, sprich sie haben bereits eine eigene Logistik aufgebaut). Aber wie oben geschrieben, hier tappe ich noch recht im Dunkeln.
Positive Punkte des angedachten Lösungswegs:
- Man muss keine eigene Hardware herstellen, verkaufen, warten, etc. (so bleibt auch die Einstiegshürde für Neukunden niedrig).
- Man definiert aus bestehenden Angeboten und Lösungen einen neuen Vertriebskanal.
Knackpunkte:
- Die Grossverteiler müssen für diese Idee gewonnen werden können.
- Es müssen vom Start weg schon möglichst viele Produkte lieferbar sein. Nichts killt den Gebrauch schneller, als wenn bei jedem zweiten eingescannten Produkt die Meldung erscheint "dieses Produkt ist leider noch nicht durch BRING-Ring lieferbar"
- Irgendwie muss ein Preis für die reine Lieferung errechnet werden, was vermutlich den Standort des Kunden mitberücksichtigen muss (lebt er z.B. abgeschieden in einem einsamen Tal, etc.). Abhängigkeiten dazu sind bestimmt auch Volumen und Gewicht der bestellten Artikel.
So das war's für heute erstmal. Ich füge noch ein Dokument an, welches dem Ideenstand von 2003 entspricht. Damals dachte ich noch, dass ein spezielles Lesegerät (der BRINGer) nötig ist. Heute möchte ich das eher Softwaremässig lösen und in bestehende Kundenhardware (Handy) integrieren (siehe oben).
Feierabendtrainingsrunde
Dienstag, 16. Mai 2006
neue Klickies
Die Ritchey-Klickpedale die ich seit Jahren fahre, haben alle das gleiche Problem: sie sind äusserst schwach abgedichtet und so kann Wasser, Schlamm und im Winter vor allem Salzwasser gut eindringen und den Lagern zu Leibe rücken. Die Lager zu schmieren ist (zumindest für mich) ein Ding der Unmöglichkeit. Man löst die Pedalachse und zieht sie aus dem Pedal, schon kullern einem etwa 20 Stk. 2mm-Kügelchen entgegen. Wie man die wieder an den richtigen Platz kriegt, die Achse einschiebt und festzieht, ohne dass ein paar Kugeln wieder wegfallen, ist mir schleierhaft. Die Ritchey-Pedale sind zwar relativ günstig, doch mehrfach günstig kaufen wird auf Dauer auch teuer.
Nun hatte ich genug davon und deshalb habe ich zwei Paar Shimano M959 Pedale ersteigert. Diese sind heute per Post angekommen und so habe ich gleich an beiden Fahrrädern die Pedale getauscht und an beiden Paar Radschuhen die Metallplatten ersetzt. Werde morgen mal testen wie's so geht und ob ich die Auslösehärte noch nachstellen muss. Kleiner positiver Nebeneffekt: die Pedale sparen ca. 50 Gramm pro Bike
dafür gönne ich mir nun noch einen Schokoriegel ![]()
neue Kategorie "Projekt 07"
Testeintrag Projekt 07
Irgendwie muss ich in absehbarer Zeit an meiner beruflichen Situation etwas ändern. Ich bin in meinem Job eigentlich schon seit längerem unzufrieden, doch die grosszügige finanzielle Entschädigung liess mich bisher immer wieder verstummen. So schleppte ich mich über die letzten Jahre... wobei das schleppen eigentlich zu negativ formuliert ist. Das verdiente Geld ermöglichte mir ja auch materiell sorgenfreie Zeiten, in denen ich meine Altervorsorge füttern und gleichzeitig Eigenkapital für Wohneigentum aufbauen konnte. Doch es ist halt schon so: Geld alleine macht nicht glücklich... die letzten Jahre erscheinen mir öfters als verschenkte (oder besser: verkaufte) Jahre. Es reut mich, meine endliche Lebenszeit an einen Haufen Geld zu verschwenden, von dem ich nicht einmal weiss, ob ich ihn dereinst überhaupt so verwerten kann, wie ich mir sich das heute vorstelle.
Vor meiner momentanen Anstellung war ich sieben Jahre selbständig, wovon ich die ersten fünf Jahre finanziell kaum überleben konnte und die letzten zwei Jahre zu 100% bei meinem derzeitigen Arbeitgeber als freier Mitarbeiter tätig war. Seither konnte ich nebst Eigenheim und Altersvorsorge noch etwas sparen, was als zukünftiges Startkapital dienen kann.
In der Zwischenzeit haben sich zwei Ideen/Projekte herauskristallisiert:
- BRING-Ring (eine Home-Delivery-Organisation)
- naturbelassene Commestible-Produkte im Premiumsegment (als Ladengeschäft)
Zum BRING-Ring gibt es bereits etliche Überlegungen und Dokumente, welche ich in nächster Zeit hier hinein stellen werde. Die Commestible-Geschichte ist noch mehr im Ideenstadium.
Montag, 15. Mai 2006
ein spezieller Montag
Heute ist deshalb ein spezieller Tag, weil es unser Hochzeitstag ist. Um präzise zu sein, der 13. Hochzeitstag. Das verschönert natürlich einen Montag ganz enorm
.
Irgendwie sind Hochzeitstage ähnlich wie Geburtstage oder wie Sylvester. Man erinnert sich an vergangene Zeiten und merkt dabei, dass man älter wird... 13 Ehejahre... nicht schlecht! Da liegen wir bestimmt schon über dem Schnitt der durchschnittlichen Beziehungsdauer... wir sind nun schon 16 Jahre lang ein Paar und 13 davon verheiratet. Das waren die bisher besten 13 Jahre meines Lebens (und hoffentlich auch die bisher 13 besten Jahre für meine Frau).... wir sind dabei gereift, miteinander.... ich wünsche mir, dass wir noch viele Hochzeitstage gemeinsam erleben, denn ich könnte mir ein Leben ohne meine Frau wirklich nur sehr schwer vorstellen. Sie ist ein Teil von mir und ohne Sie wäre ich nur ein halber Mensch....
Sonntag, 14. Mai 2006
siehe letzten Sonntag...
Der heutige Tag war irgendwie eine Kopie des letzten Sonntags. Ausschlafen, brunchen, Rad pflegen, Formel 1 gucken und dann noch biken. Nun darf man sich natürlich fragen, was das Bike-putzen gebracht hat, denn jetzt ist es wieder gleich dreckig wie am Morgen...
Ich habe das ersteigerte XT-Schaltwerk angebaut und damit den nun sechs Jahre alten und etwas ausgeleierten Wechsel ersetzt. Dabei kam ich etwas ins grübeln.... ich fahre das aktuelle Bike nun ziemlich genau fünf Jahre (Juni 2001) oder die nun sechste Saison. Vom Originalbike ist fast nichts mehr übrig.... Original sind noch: Rahmen, Steuersatz, Kurbeln und Umwerfer... das ist es. Sonst wurden wirklich alle Teile mindestens einmal ersetzt. Als nächstes kommen dann die Pedale dran, denn die haben die vielen Schneefahrten und vor allem das Salzwasser nur schlecht vertragen und quitschen und knarren.... Der Tacho sagt: 28km, 1:40 Std., 560Hm
Samstag, 13. Mai 2006
Trailsurfen entlang der Isar
Als wir dann losfuhren, konnte man stellenweise sogar etwas blauen Himmel entdecken - nicht schlecht. Zuerst mussten wir ca. 5km durch die Stadt fahren, bis wir ans Isarufer gelangten. Von da weg beginnt der absolute Singletrailspass! Herrlich! Der Trail schängelt sich immer längst des Ufers zwischen Bäumen durch, über Kuppen und kleine Hügel... teils wurzelübersät und holperig, teils laubbedeckt und wie auf Watte - einfach phänomenal. Das ist nach Bergen die zweitbeste Art um ein Mountainbike zu bewegen. Da man recht zügig fahren kann, muss man sich immer gut konzentrieren, sonst verpasst man mal eine Kehre oder übersieht die ärgsten Wurzeln. Matthias ist ein super Techniker und man kann ihm vertrauen.... ich versuche also über weite Strecken genau seiner Linie nach zu fahren.
Obwohl öfters dunkle Wolken vorbei ziehen, mehren sich die sonnigen Abschnitte. Es scheint, dass Petrus mein freitägliches Bitten erhört hat.
Wir fahren am rechten Ufer flussaufwärts bis Wolfratshausen und wechseln da die Flussseite. Von da fahren wir auf einen Hügel mit fantastischer Aussicht - man kann die Ausläufer der Alpen sehen. Langsam macht sich etwas Hunger bemerkbar und wir entscheiden uns in einem Biergarten bei einem Kloster einzukehren (Name des Klosters habe ich leider vergessen). Ich bestelle ein "strammer Max" was so viel bedeutet wie angebratener Bauernschinken auf einem Stück Brot, garniert mit einem Spiegelei und als Beilage etwas Mischsalat. Lecker. Dazu ein Apfelschorle. "Des passt scho"...
Wir haben noch etwas geplaudert -ist ja schon eine Weile her, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben- und machten uns dann gemütlich auf den Rückweg. Die Regenkleidung mussten wir nie auspacken.... meist war es sogar recht schön. Die Trails waren griffig und es waren nur sehr wenige andere Leute anzutreffen (viele liessen sich wohl vom schlechten Wetterbericht abschrecken). Einfach spitzenmässig! Zurück beim Auto sagte der Tacho: 77km, 4:26 Std., 750Hm
Nach etwas Erholung und einer Dusche machten wir uns auf um im Biergarten des Westparks noch gemeinsam zu Abend zu Essen. Meine Frau war guter Stimmung weil Ihr München gut gefallen hat und Matthias und ich hatten noch immer das Singletrail-Lächeln im Gesicht....
Die Rückfahrt mit dem Auto hat dann noch etwa drei Stunden gedauert und kurz vor der Schweizer Grenze begann es dann auch wirklich zu regnen..... mir egal.
Es war also ein rundum gelungener Kurztrip! Danke Matthias für die Unterkunft und das guiden. (Diesen Beitrag habe ich erst am Sonntag geschrieben und dann zurückdatiert).