Sonntag, 3. Januar 2010
Samstag, 2. Januar 2010
schön... kalt...
Ich wollte ans Zürcher Seebecken fahren um ein Bild des Zirkus Conelli zu machen, wo wir diese wundervolle Silvesternacht erlebt haben. Die Fahrt dahin war schön, denn die Wolken lichteten sich weiter und der blaue Himmel begann zu dominieren. Es war kalt, gerade so um Null Grad, aber sonnig und trocken, ein schöner Wintertag. Diesen nutzten auch viele Touristen und an der Quaibrücke wurden heute bestimmt mehrere tausend Fotos geknipst. Meins seht ihr hier.
Auf dem Rückweg wollte ich die tiefer stehende Sonne nutzen um ein "Welcome-2010-Bild" zu schiessen und suchte mir dafür einen ruhigen Hintergrund. So starte ich also velomässig in's neue Jahr. Dann entschied ich mich, noch einen kurzen Abstecher zu meinen Eltern zu machen um ihnen die besten Wünsche für das neue Jahr zu überbringen. Das war eine schöne, gemütliche Strassen-Wintertour. Das Kish rollt geräuschlos und perfekt, das gefällt mir sehr gut. Der Tacho sagt: 40km., 1:58 Std., 450 Hm.
Montag, 28. Dezember 2009
Fondue-Tour 2009
Die Verhältnisse waren wie erwartet. Nass, kalt und dreckig. Immerhin, es regnete nicht und es sah auch nicht nach Regen aus. Ich wählte die aufgezeichnete Strecke im GPS und dann fuhren wir gut gelaunt los. Nach etwa einer halben Stunde trafen wir auf Remi und somit war dann unsere heutige Gruppe komplett.
Die Strecke war abwechslungsreich und interessant. Auf dem Stadlerberg bestiegen wir den Aussichtsturm für eine kurze Pause. Geri hatte heissen Tee dabei, Jürg Edelweiss-Schokolade, Remi Biberlis, Thomas Müsliriegel und ich hatte eine Banane zu bieten. So konnten wir tauschen und probieren, fast wie ein kleines Picknick. Danach folgte die Fahrt zum Sanzenberg, wo wir an einer Nagelfluh-Felskombination vorbeigekommmen sind. Leider ist mir der richtige Name dafür entfallen. Egal. Von da führt ein steiler und anspruchsvoller Wanderweg runter und dann am Fuss der Felswand entlang. Ja, das ist eine wirklich schöne Ecke. Nach einem rasanten Schlussdownhill kamen wir dann kurz vor Fisibach auf die Bachsertal-Hauptstrasse und rollten die letzten Meter gemütlich zum Restaurant Bären.
Nach dem heutigen Abend kann ich ein Besuch in diesem Restaurant nur empfehlen. Der Bären ist eine interessante Kombination aus Restaurant und Bio-Laden. Stilvoll eingerichtet und mit guter Küche. Zum Apero genehmigten wir uns etwas geschnittenen Wildschwein-Speck und nach und nach trafen dann unsere Frauen ein und brachten uns trockene Kleider zum umziehen. Dann genossen wir das wirklich gute Käsefondue und zum krönenden Abschluss legten wir noch ein paar Zusatzkalorien oben drauf: Echte Emmentaler Märänggä mit zwei Kugeln Speiseeis. Mmmm... dazu ein Kaffee und die Welt ist in Ordnung.
Das war ein schöner Tag. Der Tacho sagt: 28 km., 1:58 Std., 540 Hm.
kurzer Eintrag
Samstag, 26. Dezember 2009
Biketour am Stephanstag
Heute Morgen schien schon früh die Sonne und ich freute mich auf die Verdauungsbiketour mit ein paar Freunden. Um 10:00 Uhr waren wir verabredet. Nach dem Frühstück testete ich die Temperatur: -3° Grad. brrr. Da muss ich mich also in mehreren Schichten warm anziehen.
Es war einfach ein Traumtag! Der gefrorene Boden war weit weniger dreckig als gestern. Der blaue Himmel, die Sonne, die gute Sicht, die kalte und frische Luft, dazu liebe Menschen die einem begleiten, was will man mehr? ![]()
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Beim Irchelturm machte ich -wie schon gestern- mein Standardfoto und nachher bestiegen wir wiedereinmal den Aussichtsturm. Mit 28m Höhe reicht die Aussichtsplattform deutlich über die Baumwipfel und es bietet sich eine fantastische Rundsicht. Vor allem bei so kaltem und klarem Wetter wie heute. Natürlich waren wir alle bester Laune, was man auf dem Gruppenfoto auch deutlich sieht. Schöne Weihnachten! Ja, das war eine wirklich schöne Wintertour. Der Tacho sagt: 39 km., 2:50 Std., 1'030 Hm.
Samstag, 19. Dezember 2009
doch noch
Das am Vormittag geplante Christbaum-Kaufen brauchte heute nur wenig Zeit und so stand mir der Mittag noch zur freien Verfügung... Zuerst setzte ich mich etwas an den PC... hey, da zeigte sich doch kurz die Sonne!... komm: sei nicht so faul! zieh dich warm an und geh raus!
So gegen halb zwei Uhr fuhr ich dann von zu Hause los und wollte zum Irchelturm fahren um ein Standardfoto im ersten Schnee des Winters 2009-2010 zu machen. Es war wirklich kalt. Die eisige Luft trieb mir Tränen in die Augen. Zum Glück beginnt meine Standardroute mit einer mässig steilen 10 Minuten Steigung zum warmfahren. Der Schnee liegt trocken auf dem gefrorenen Boden. Seltsam, es ist auch gar nicht rutschig. Irgendwie alles trocken und gefroren...
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Oben am Irchelturm war es dann gefühlte minus 10 Grad. Ein eisiger Wind blies, ein trüb-grauer Wolkenhimmel bedeckte das Land. Unangenehm. Ich hatte schon wieder eiskalte Füsse und musste ein paar Schritte zu Fuss gehen um die Zehen wieder etwas zu beleben. Vom Irchelturm weg lagen drei frische Bikespuren im Schnee. Andere Biker, die schon hier waren. Doch ich folge den Spuren nicht lange, denn schon bald zweigt mein Wunsch-Singletrail links ab und da sind die drei Biker dran vorbei gefahren. Ich lege also eine erste, frische Spur in den Schnee. Zum Glück liegt wirklich nur sehr wenig davon, mehr wie 5 cm werden es nicht sein. Und dieser luftig leichte Schnee ist einfach zu fahren. Trotzdem fahre ich heute sehr vorsichtig, ich will auf keinen Fall stürzen.
Nach der Abfahrt wählte ich den direkten Weg nach Hause. Ich spürte meine Zehen kaum mehr. Ich hatte wirklich eiskalte Füsse und wollte deshalb nur noch heim. Falls ich morgen nocheinmal eine kurze Runde fahren will, dann sollte ich die Schuhsohlenheizung mitnehmen. Unbedingt! Der Tacho sagt: 23 km., 1:42 Std., 600 Hm
Sonntag, 8. März 2009
Teilchenbeschleuniger
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Mittags um 12:00 Uhr traf ich mich mit Peter in Uster und wir wollten nach Zürich zum Teilchenbeschleuniger 2009 in der roten Fabrik. Das bot eine interessante Streckenvariante. Wir fuhren über den Pfannenstiel nach Meilen, nahmen da die Fähre über den Zürichsee nach Horgen und fuhren dann am linken Seeufer entlang stadteinwärts, bis zur roten Fabrik.
Der Anlass war dann ganz interessant. Ich lernte endlich mal Simon Ruchti persönlich kennen und natürlich war auch Christoph da. Und dann gab es natürlich kistenweise interessante Teile zu sehen. Ausserdem standen auf der Bühne etwa 20 Singlespeeder, die von einer Jury benotet wurden.
Natürlich mussten wir diese Bikes auch ausgiebig beäugen und fanden so mach schönes Detail. Übrigens: das Bike links ist von Simon Ruchti. Es ist ein MTB mit 650B-Laufrädern, Das liegt etwa in der Mitte zwischen normalen 26-Zoll MTBs und 29ern. Die hellblaue Farbe war leicht gesprenkelt und glitzerte schön im Licht (was leider auf dem Bild nicht so rüber kommt). Na ja, die Singlespeed-Geschichte bleibt mir immer noch verschlossen. Da stand z.B. ein Zeitfahr-Rennrad aus edelsten Karbonteilen. Ultraleicht, doch mit nur einem Gang.
Egal. Ich muss ja auch nicht alles verstehen...
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Die Ausstellung war wirklich interessant. Ich sah ein traumhaft schönes Serotta Titan-Rennrad für knappe 1'800 Franken oder das nebenstehende KLEIN Mountainbike, ein Traum vergangener Zeiten. Zum Glück sind mir die meisten Bikes zu klein, das schützt mich vor solchen Schnäppchen
. Nicht widerstehen konnte ich dann bei zwei DVDs. Ich kaufte mir die zwei Freeride Bikevideos "Disorder II" und "Diggin it" für 20 Franken. Das fand ich fair.
Auf dem Rückweg legten wir dann noch eine Kaffeepause am See ein, doch die Wolken verdichteten sich und der aufkommende Wind machte "draussen sitzen" auch nicht gerade angenehm. Da ist es doch angenehmer auf dem Bike zu sitzen und sich durch kurbeln warm zu halten. Das war dann auch nicht schwierig, denn die Auffahrt auf den Zolliker Berg und dann weiter bis zur Forch, heizte nochmals tüchtig ein. So langsam war ich etwas müde und so freute ich mich schon auf die letzten flachen Kilometer entlang des Greifensees zurück bis nach Uster. Doch ich hatte mich etwas zu früh gefreut. In der Ebene zog nämlich Peter das Tempo nochmals an. Er kennt die Strecke sehr genau, da sie Teil seinenes Arbeitswegs ist. Ich musste ihn etwas ziehen lassen, doch ich wollte zum Schluss nicht noch hetzen. Ich merkte auch die Kilometer von gestern noch etwas.
Es war ein schöner Tag, mit einer schönen Tour und einem interessanten Anlass. Ein schöner Sonntag. Der Tacho sagt: 68 km., 3:35 Std., 760 Hm.Samstag, 7. März 2009
gleissendes Licht
Der Ausdruck "gleissendes Licht" ist mir heute immer wieder durch den Kopf gegangen. Der Himmel war blau, die Sonne schien, die Temperatur lag bei etwa 5° Grad, ich hatte Zeit. Die ideale Kombination für ein paar Stunden Rad fahren, für frische Luft, für körperliche Ertüchtigung und geistige Erholung.
Weil meine Bikefreunde heute andersweitig beschäftigt waren, startete ich kurz vor zwölf Uhr mittags alleine. Ich wollte bei Philipp vorbei fahren um die neuen Kettenblätter fürs KISH abzuholen. Und weil sein Geschäft in Richtung der Lägern liegt, wollte ich danach herausfinden, ob ich heute auf die Hochwacht auf etwas über 850 m.ü.m. fahren kann. Am Freitag und in der Nacht hat es wieder ziemlich geschneit, wobei die Schneefallgrenze bei etwa 500 m.ü.m. lag. So war es also in der Fläche (um 400 m.ü.m.) schneefrei, sobald man aber etwas höher kam, lag unglaublich weisser, nasser, glitzernder Schnee.
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So etwas wie heute habe ich noch nie gesehen. Auf 400 m.ü.m. gabs noch kein Schnee, auf 500 m.ü.m. lag 0-10 cm, auf 600 m.ü.m. 10-20 cm, auf 700 m.ü.m. 20-30 cm Schnee und so weiter. Bald war mir klar, dass ich nur soweit hochfahren kann, wie die Strecke geräumt war. Etwa 100 Höhenmeter unterhalb der Hochwacht war dann Schluss. Ich überlegte kurz ob ich das Bike tragen und mich durch den tiefen Schnee nach oben kämpfen soll. Ich machte ein paar Schritte durch den tiefen Schnee. Unglaublich. Das waren bestimmt 30 Zentimeter. Es fiel mir Schee von oben in die Schuhe. Nein, das muss ich mir nicht antun. Ich drehte also um, fuhr wieder ins Tal hinunter und nahm dann die Asphaltstrasse hoch nach Regensberg. Von da war es dann nur noch ein Katzensprung, bis ins Restaurant Bergwerk.
Seit letztem August war ich nicht mehr im Bergwerk, wo ich so gerne die hausgemachten Wähen und Frücktekuchen esse. Früher, als ich noch in der Gegend wohnte, war das so etwas wie unser Bikestammtisch. Schöne Erinnerungen. Ich gönnte mir heute einen heissen Käsekuchen, ein Rivella und zum Abschluss einen Kaffee. Zuerst war ich der einzige Gast, dann kamen noch zwei ältere Frauen mit Hunden. Es war nichts los. Aus dem Radio trällerten Klarinetten schweizer Folklore. Wie immer. In solchen Momenten scheint in diesem alten Restaurant die Zeit stehen zu bleiben. Es ist, wie es ist und es ist gut, wie es ist.
Auf dem Nachhauseweg machte ich dann nochmals ein Foto. Man sieht im Hintergrund den Hügelzug der Lägern. Ich konnte heute zwar nicht ganz hochfahren, eine schöne Winterbiketour war es dennoch. Weil ich ohne (Sonnen-)Brille rad fahre, musste ich in Schneelagen immer wieder die Augen zusammenkneiffen. Weil der Schnee so nass war, funkelten kleinste Wassertropfen im Sonnenlicht wie hingestreute Diamanten. Weisses, gleissendes Licht - der passende Ausdruck zur heutigen Tour. Der Tacho sagt: 60 km., 3:20 Std., 870 Hm.
Samstag, 28. Februar 2009
Dreck-scheu
Ich hatte einfach keine Lust, das schön geputzte, weisse Intense heute dreckig zu machen. Und bei dem Tauwetter der letzten Tage war klar, dass es abseits befestigter Strassen ganz bestimmt nass und dreckig wird. Da wollte ich lieber nochmals wie am Donnerstag eine Strassentour mit dem Kish fahren.
Kurz vor halb zwölf Uhr mittags stieg ich in den Sattel und startete zu einer Tour, wie ich sie ähnlich schon öfters im Winter als Grundlagenausdauertour gefahren bin. Ich wollte nach Eglisau, von da dem Rheinufer entlang bis nach Koblenz, wo die Aare in den Rhein mündet. Von da weg ein Stück der Aare entlang und dann via Surb- und Wehntal nach Dielsdorf- Eigentlich hatte ich geplant, dass ich über den Regensberg ins Restaurant Bergwerk nach Buchs fahren würde, doch als ich am Fuss der Steigung ankam, fühlte ich mich schon ziemlich platt und änderte deshalb den Plan. Ich fuhr flach bis nach Oberglatt, wo ich dann bei einer Bäckerei einen Verpflegungshalt einlegte. Heute gab es einen feinen Latte Macchiato und dazu einen frischen Mandelgipfel. Sehr fein. Das hat gut geschmeckt und der Zucker baute mich für den Heimweg wieder etwas auf. Der Tacho sagt: 92 km., 4:09 Std., 610 Hm.
Heute war irgendwie der erste echte Frühlingstag. Es war den ganzen Tag sonnig und die Temperatur kletterte im Laufe des Tages bis auf etwa 11 oder 12° Grad. Sehr schön. Ich war schon fast etwas zu warm gekleidet, doch das nahm ich gerne in Kauf. Nach dieser langen Kälteperiode war es ganz schön, mal nicht an die Zehen zu frieren und auch wieder einmal ohne Stirnband fahren zu können.
Während des ganzen Tages habe ich nur ein einziges Foto geschossen. Mir fiel auf, dass ich mich bei schönem Wetter während der Fahrt in der Abdeckkappe des Steuersatzes spiegle. Links und rechts die Arme, oben Kopf und Helm, unten die kurbelnden Beine. Witzig. Ich versuchte während dem fahren ein Foto davon zu machen, was leider nicht sonderlich gut gelang. Den linken Arm sieht man nicht, weil ich damit die Kamera halte. So Kleinigkeiten gefallen mir. Steuersatz: Chris King, Sonderedition "PRETTY and STRONG 2005". Ein Teil des Kaufpreises ging zu Gunsten einer Organisation zur Behandlung von Brustkrebs.
Donnerstag, 26. Februar 2009
Grundlagenausdauertour
Als ich um 10:00 Uhr auf das KISH gestiegen und losgefahren bin, lockerte sich die Wolkendecke langsam auf, doch die Wahrscheinlichkeit heute auf Sonne zu treffen, war ziemlich klein. Es war zwei, drei Grad über Null, die Strassen waren trocken und ich hatte die Schutzbleche demontiert. Ich freute mich auf eine längere Meditationstour. Zielgrösse, etwa vier Stunden.
Ich entschied mich, ungefähr die gleiche Runde zu fahren wie am 24. Januar. Also via Uster um den Greifensee, dann über den Pfannenstiel an den Zürichsee, quer durch die Stadt und dann irgendwie nach Hause.
Schon bald hatte ich einen guten Rhythmus zwischen atmen und treten. Diese Gleichförmigkeit befreit mich geistig ziemlich rasch vom Körperlichen und dann habe ich einfach nur noch Zeit. Oft bestimmen dann visuelle Eindrücke das Geschehen. Ich versuche bewusst den Kopf zu heben um mehr zu sehen und auch wirklich hin zu sehen. Wo liegt noch wie viel Schnee? Wie wandern die Wolken am Himmel? Kann ich in die verschneiten Berge sehen? Weshalb liegt so viel Abfall entlang der Strasse? Auffallend viele Red Bull Dosen werden scheinbar aus fahrenden Autos geworfen. Verleiht dieser Drink vor allem der Dose Flügel? Und so weiter.
An Steigungen, wenn das Tempo fällt und der Puls steigt, denke ich auch gerne über Dinge nach, die mich gerade so beschäftigen. Der Job, die Vitaltrainer-Diplomarbeit, private Dinge... All das geht eigentlich nur, wenn ich alleine unterwegs bin. Nur wenn ich mich auf nichts und niemanden konzentrieren muss und wenn kein Zweiter das Tempo bestimmt, dann kann ich meditierend Velo fahren. Und natürlich auch nur, wenn der Untergrund einfach ist und keiner besonderen Aufmerksamkeit bedarf. Also auf einer Strassentour, in bekannter Umgebung, an einem Tag wie heute...
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Kurz nach dem höchsten Punkt der Tour drückte doch noch für einen kurzen Moment die Sonne etwas durch. Das war natürlich genau der richtige Zeitpunkt für ein Foto. Blickrichtung Süden, unten der Zürichsee, dahinter Zuger Land und dann die "richtigen" Berge. Darüber ein ganz interessanter Himmel. Ja, da lohnt es sich wirklich kurz anzuhalten und ganz bewusst zu schauen und zu geniessen. Meinem Gesicht sieht man irgendwie an, dass ich schon über zwei Stunden an der frischen, kalten Luft unterwegs war.
Ich bin dann eingangs Zürich in das genau gleiche Kaffe gegangen, wie vor vier Wochen. Langsam hatte ich kalt und wollte mich mit einem Kaffe und etwas Süssem wieder etwas aufwärmen, was locker gelang.
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Als ich dann später über die Quaibrücke gefahren bin überlegte ich kurz, ob ich eines dieser Quaibrücke-Bilder machen soll, wie es hier schon einige zu sehen gab, doch dafür war heute das Wetter zu wenig gut, zuwenig blauer Himmel, zuwenig Farbe und zu wenig Kontrast. Bei einer kleinen Bootsanlegestelle in der Nähe des Bürkliplatzes habe ich dann das Foto rechts gemacht. Im Hintergrund links sieht man das Kino Corso und rechts das Zürcher Opernhaus, davor das Bernhard Theater.
Ich hatte noch genügend Zeit und Lust um den Heimweg etwas zu verlängern und so machte ich mich auf den Weg nach Bülach um noch kurz bei Philipp, in seinem Bikeshop vorbei zu sehen. Auf dem Weg dahin ging mir dann aber langsam die Kraft etwas aus und so musste ich auf den letzten Kilometern doch noch etwas beissen und freute ich mich drum schon richtig auf eine Tasse heissen Kaffee. Nur leider traf ich beim Bikeshop auf verschlossene Türen - Betriebsferien - genau diese Woche. Hmmm. Ich musste etwas essen und trinken und deshalb steuerte ich den nächsten Tankstellenshop an. Ich war doch ziemlich fertig.
Vor mir lagen noch etwa 8 Kilometer und 150 Höhenmeter, dabei das steilste Stück des Tages. Da brauchte ich vorher schon noch eine Zuckerinfusion. Frisch gestärkt gings dann weiter, doch meine Beine waren wirklich langsam leer. Ich musste an diesem steilen Stück auf ganz kleine Gänge schalten und kurbelte dann ziemlich langsam hoch. Angenehm war dabei, dass es mir nicht auf die Stimmung drückte. Ich war nur körperlich müde, ich Kopf war ich noch immer gut motiviert und positiv eingestellt. In solchen Situationen denke ich oft, dass der eintretende körperliche Schmerz, ausgelöst durch die Überbelastung, ein Signal für zukünftigen Fortschritt ist. Nur wenn man über das normale Trainingsniveau hinausgeht, wird sich der Körper entsprechend anpassen, sowie die Ausdauer steigern. Auch unter diesem Aspekt war es heute eine schöne und lohnende Tour. Der Tacho sagt: 90 km., 4:31 Std., 910 Hm.
Zum Abschluss noch ein kurzer Dank ans Schicksal, welches es wirklich gut mit mir meint. Ich weiss dass es ein Privileg ist, unter der Woche soviel Zeit zu finden um eine solche Tour fahren zu können. Danke! ![]()