Montag, 2. Oktober 2006
Dienstag, 19. September 2006
Aufruf zur Liebe gegen Hass
Auf die untenstehende Nachricht muss ich ganz einfach reagieren:
CH-Bürger Beat X. Menzi hat die Welt zur Unterstützung seiner Friedensinitiative und der Demokratisierung des Nahen Ostens aufgerufen. Die «glänzende Zukunft » dieser Region findet nur dann statt, wenn wir damit aufhören uns weiter zu bekriegen. Wenn wir Kanonen zu Pflugscharen machen und die Rüstungsausgaben in Bildung sowie die Erforschung neuer, neutraler Energieträger einsetzen, dann können wir alle gewinnen (auch das Kyoto-Protokoll) sagte Menzi in New Embrach.
Toleranz, Mitgefühl und positiver Gestaltungswille, das sollten wir anderen Religionen vorleben. Nicht Abschottung, Ausgrenzung, Verurteilung, Ausbeutung und den ganzen Mist. Wir werden den "Kampf der Kulturen" verlieren, wenn wir kämpfen. Wir sollen nicht verteidigen, sondern begrüssen, teilen, teilhaben lassen. Nicht nur das: wir erfahren fremdes Wissen, fremde Schöpfungskraft und können gemeinsam wachsen.
Und jeder der denkt, dass es soetwas nie geben wird, der hat einfach zu wenig Fantasie!
Sonntag, 20. August 2006
Einträge mit Fotos...
Seit ich blogge bin ich vermehrt mit Digicam unterwegs, denn ich selbst mag Bolgs mit authentischen Bildern und möchte auch gewisse Dinge nicht nur als Text, sondern bebildert wiedergeben. Das Problem an der Sache ist, dass ich ein lausiger Fotograf bin, der auch im Umgang mit Digitalskameras nicht gerade geschickt ist. Letzte Woche fotografierte ich den Bikesattel auf dem Tisch liegend. Dafür stellte ich die Kamera auf 0,5m Distanz und Kunstlicht scharf. Das Ergebnis war o.k. und ich zufrieden. Heute nun machten Jürg und ich auf unserer Bikerunde insgesamt etwa 10 Bilder und nun sind alle unscharf. Was heisst unscharf... unkenntlich. Na ja, die Distanz war halt immer deutlich mehr als 50cm und auch das Licht war wenig künstlich....
Na ja. Immerhin mache ich kleine Fortschritte. Nach etwas üben sind nun meist auch die Füsse der Leute oder die Kirchturmspitzen im Hintegrund mit im Bild ![]()
Mittwoch, 16. August 2006
warten...
Ich bin passiv, ich warte.
Ich warte auf die letzten Fotos der Alpenüberquerung, auf berufliche Motivation, auf Energie, auf Lust, auf...
...den Tiefpunkt...
um endlich wieder "aufwärts", "vorwärts" gehen zu wollen. Momentan bin ich zu träge, zu satt, zu gut gepolstert... schon fast isoliert.
Doch: warten ist Gift! Psychogift. Nichts wird besser durch warten. Man kann gewisse Dinge aussitzen, doch nur zu warten ist einfach zu wenig. Die Zeit in diesem Körper ist begrenzt und warten heisst so gesehen auch verschwenden. Verschwenden von Lebenszeit.
Und trotz der Sattheit die ich spüre, so fühle ich mich doch zeitweise leer und ausgelaugt. Ich habe in letzter Zeit vorwiegend Energie verbraucht und keine oder zuwenig neue zugeführt. Das ist vor allem geistig/emotional gemeint. Ich habe die "Ruhe und Kraft" verlassen (oder nicht mehr aufgesucht) und erlaubte meinen Gedanken ziel- und rastlos umher zu streunen. Seit Mai besuchte ich keine Yogalektionen mehr und machte auch zu Hause keine Übungen mehr. Meditationsversuche habe ich noch früher aufgegeben. Nun merke ich: das war falsch. Ich habe mich in "dies und das" verstrickt und es ist nun wohl an der Zeit wieder zur Besinnung, zur Ruhe (zurück) zu kommen.
Es ist nicht so, dass mir diese Erkenntnis nun so spontan beim schreiben gekommen ist, nein, tief drin weiss ich es schon lange... die schlechten Gedanken und Gewohnheiten haben sich einfach wieder ausgebreitet... wie Unkraut... das geschieht halt, wenn man wartet...
Das alles erinnert mich an "gleichförmige Kreise", so wie schon einmal beschrieben.
Donnerstag, 6. Juli 2006
gleichförmige Kreise
Montag, 26. Juni 2006
wichtig - unwichtig
Manchmal ärgere ich mich, wenn ich -so wie im vorherigen Beitrag- Geld so wichtig nehme, dass es mir die Laune verdirbt. Gesundheit ist viel wichtiger. Körperliche und geistige Unversehrtheit, das ist wirklich wichtig und es ist als Luxus zu betrachten, wenn man sich alle nur erdenklichen Therapien und Hilfestellungen leisten kann. Über Autoreparaturen zu klagen ist eh daneben. Wenn es mich wirklich stört, kann ich ja mein Auto verkaufen, dann haben sich auch die Reparaturen erledigt....
Donnerstag, 4. Mai 2006
es sind die kleinen Dinge im Leben...
Ist man jung und wild, erscheint einem ein ruhiges "geregeltes" Leben einfach nur langweilig und kleinkariert. Wird man älter, lernt man die kleinen Dinge des Lebens wert zu schätzen und bringt Ruhe in die Abfolge der Tage, in dem man die früher oft wiederholten Fehler vermeidet und absehbarem Ärger ausweicht.... das macht dann oft den Blick freier und man findet auch mal die Musse etwas länger und genauer hinzusehen oder über etwas tiefer nachzudenken.
Dadurch gelangt man dann eher mal vom Oberflächlichen zum Tiefgründigen (oder man entdeckt, dass eben in den kleinen und einfachen Dingen des Lebens viel Wahrheit steckt). Das ist eine Erkenntnis, die ich immer wieder von Neuem gewinne: Beschränkung auf's Wesentliche ist keine Minderung sondern eine Steigerung der Lebensqualität!
Auch wenn uns die konsumgesteuerte Umwelt dauernd etwas Anderes einzuhämmern versucht, so ist es doch wahr..... und ich schrieb ganz bewusst, dass ich diese Erkenntnis "immer wieder" gewinne.... ich vergesse sie auch "immer wieder".... oder ich lasse mich eben mitreissen von dem dauernden "mehr, besser, grösser, schöner...!"-Wahn, der uns alle umzingelt. Der einem eine permanente Unzufriedenheit einzuimpfen versucht indem unterschwellig vermittelt wird, dass zum Glück noch etwas fehlt... dass der aktuelle Zustand "zu wenig" ist und einem die Zukunft, das Ferne, das neue X oder Y erst wirklich glücklich machen wird.
Erst wenn man mal inne hält, und versucht in sich zu ruhen stellt man fest, wie unwichtig und unwirklich das alles ist. Das Glück beruht nämlich auf dem was wir SIND und nicht auf dem was wir HABEN.... und wir SIND jederzeit... nicht erst in ferner Zukunft, wenn wir irgendwas erreicht haben... wir sind HIER und JETZT.
Dienstag, 7. März 2006
harmoniesüchtig
Stelle öfters fest, dass ich nicht wirklich konfliktfähig bin sondern Konfliktsituationen lieber ausweiche. Ja, ich bin harmoniesüchtig und versuche wo immer möglich "auf konstruktiver Basis" eine Lösung zu finden. Bin ich nicht direkt involviert, versuche ich zu vermitteln oder zu schlichten....
...manchmal ist das falsch!
...machmal ist es einfacher (und auch besser), wenn man "zack" entscheidet als lange rumzufaseln.
...manchmal gibt es einfach keine Lösung, die für Alle gut und stimmig ist.
...manchmal ist hart einfach besser als weich.
und es ist hart, dies so einzusehen und entsprechend zu agieren. Auch herauszufinden, wann man nun "hart" sein soll und wann "weich" durchaus angebracht ist, ist nicht gerade einfach. Es heisst halt irgendwodurch: mehr Verantwortung übernehmen. Auch die Verantwortung für falsche Entscheidungen. Man kann sich nicht mehr hinter "basisdemokratisch gefällten Lösungen" verstecken, sondern baut Argumentarien auf, entscheidet und setzt um (Punkt). Stellt es sich später heraus dass der Entscheid falsch war, soll man möglichst rasch versuchen, diesen zu korrigieren...
Theoretisch weiss ich schon, wie es geht....
Freitag, 3. März 2006
vergeudetes Leben?
Ich gestehe... ich bin nicht mehr so wirklich zweitgemäss. Zwar lese ich regelmässig Zeitung und schaue Nachrichten im Fernseher, doch dann hat es sich schon bald. Ich erinnere mich nur schwach, wann ich das letzte mal im Kino war (Madagaskar)... die letzte CD die ich kaufte?... "im Ausgang" war ich seit Jahren nicht mehr... selbst fernsehen geht mir meist sehr schnell auf den Zeiger. Radio mag ich auch nicht mehr, weil mir die dauernde Werbung und 20x die gleichen "News" auf die Nerven gehen. Will mich hier nicht rechtfertigen, denn: es fehlt mir soweit nichts
.....
Heute abend habe ich nun seit längerem wiedereinmal einen TV-Film in voller Länge angesehen (ohne mich zu langweilen). Ein Film mit einem Hauptdarsteller, der "ein mutiges Leben" führte, kein klassischer Held sondern ein entscheidungsfreudiger und risikobereiter Mensch, der sein Leben selbst bestimmte und es wirklich mit prallem Leben ausfüllte. Natürlich gelang nicht alles was er anpackte, doch er wagte immerhin etwas.... Der Film hat mir gefallen weil er (so stand es da zumindest) auf einer wahren Lebensgeschichte beruhte und in keinem kitschigen Hollywood-Happyend endete. Ja, er erschien mir glaubwürdig und authentisch...
Der Film ging zu Ende.... ich knipse den Fernseher aus und starre gedankenversunken auf die schwarze Mattscheibe. Ein Moment der Selbstreflexion....
Ja, ich liess mich formen... habe mich dieser gesellschaftskonformen Lebensweise angepasst und versuche nun, mir ein Stück Freiheit "von hinten" zu erkaufen.... d.h. ich versuche Kapital anzusparen um früher in Rente zu gehen und dann.... ja dann, möchte ich endlich das tun, was ich "wirklich" will....
Ich wollte schon immer Weisheit erlangen, dem Leben auf den Grund gehen, verstehen "woher" und "wohin", weshalb wir so sind wie wir sind und was der eigentliche Sinn unserer Existenz ist. Herausfinden ob es überhaupt ein Sinn, ein Ziel gibt und wenn ja, wie man es erreichen kann.... (der Ärger an der Idee ist einfach, dass man so schlecht davon Leben kann)...
Wenn man als Zwanzigjähriger solche Ideen äussert, wird man höchstens ausgelacht... mit 26 habe ich dann einen Anlauf unternommen und bin aus meinem damaligen Leben ausgebrochen, bin fort und in mich gegangen und stellte dann aber eigentlich nur fest, dass ich vor meinem gesellschaftlichen (und finanziellen) Scheitern davon gelaufen bin und dass "auf der Flucht vor sich selbst sein" nicht das Gleiche ist, wie "auf dem Weg zu sich selbst".....
Tja, nun bin ich ü40... gesellschaftlich und finanziell "stabil".... und weiss noch immer keine Antworten auf meine Fragen...... ich verlagerte meine Selbsterforschung auf die Hobbyseite... Yoga, kluge Bücher, Meditation (oder zumindest Versuche) und ein "sorgsamer Umgang mit mir selbst". Versuche positiv zu sein (damit meine ich mehr als nur positiv zu denken) auch wenn es in einer zunehmend sinnentleerten und oberflächlichen Welt nicht einfach ist. Seit ich aufgehört habe zu rauchen stelle ich zudem fest, dass ich einen Drang entwickle, zunehmend klarer, "transparenter" zu werden. Damit meine ich: keine benebelnden Stoffe, nur wenig Fleisch, viel Obst, Salat, Wasser und Sport (zur Reinigung des Körpers).
Durch all den hier niedergeschriebenen Text bestätige ich mir also irgendwie, dass ich nicht untätig bin und mein Leben nicht vergeude... es ist höchstens unspektakulär... ruhig, zurückgezogen, fast schon bedächtig.
Filme -wie der heute Gesehene- rufen mir einfach zu, nicht zu viel auf später, auf "dann wenn" zu verschieben sondern vielleicht das eine oder andere Mal spontaner das zu tun, was ich für richtig halte und nicht das, was ich glaube, dass dies Andere von mir erwarten oder wünschen.
Donnerstag, 2. März 2006
werbegeschädigt...
An unserem Briefkasten klebt kein "STOP! Keine Werbung!" und so ist jeweils am Donnerstag ein ganzer Stapel Papier im Kasten. Unser Konsumentenkurzzeitgedächtnis reicht scheinbar gerade um in zwei Tagen, am Samstag, zur grossen Shoppingtour anzusetzen. Deshalb ist wohl der Donnerstag der super Werbetag. Wie auch immer: Ich wartete auf meine Frau und deshalb habe ich -wie vielleicht zwei mal im Jahr- den ganzen Stapel durchgesehen..... Unglaublich! Alles wird immer billiger... nichts hat mehr wirklich Wert... alle müssen alles besitzen... jederzeit.... -> da erinnere ich mich an "Max und Moritz" von Wilhelm Busch.
Voll, übervoll der Dinge die man in sich hineinstopft, die man sich einverleibt, besitzen muss, HABEN muss. Bei so viel Werbung überlaufe ich schon rein visuell... Darf's noch etwas "Ferien auf Mallorca" sein oder "Möbel im Sonderausverkauf" oder "Schuhe für 19.90" oder "Designerlampen für 49.90" oder ein "Super-Mountainbike für 149.00", "Handies", "Flachbildfernseher", "Laptops" und... und... und.... schüttel... ich kann nicht mehr... ich verweigere! Ziel verfehlt!
So neige ich also langsam aber sicher zur Verweigerung.... vor allem zur Verweigerung des Billigen. Kaufe lieber weniger, dafür qualitativ besser. Ich mag mich einfach nicht mit "Neu-Schrott" abgeben. Natürlich.... ich unterfüttere da auch meine Vorurteile bezüglich Kinder- Billiglohn-Arbeiten, inexistente Sozialsysteme, fehlende Umweltbestimmungen, zu billige Transporte, usw., etc., pp......