Freitag, 22. Dezember 2006
Donnerstag, 21. Dezember 2006
längste Nacht
Nach der heutigen längsten Nacht, folgt morgen der kürzeste Tag. Natürlich nicht in Bezug auf die Uhrzeit, sondern auf das Tageslicht. Das ist Positiv. Nämlich deshalb, weil es nun wieder aufwärts geht. Sozusagen in Richtung Frühling. Gerade als Radfahrer schätzt man natürlich lange, helle Tage.
Was den morgigen Tag anbelangt heisst das für mich: den Akku der Velobeleuchtung voll aufladen. Ich werde zur Arbeit und zurück Licht brauchen. Der Wetterbericht verspricht wieder Temperaturen unter Null und nach meinem Sturz am Montag muss ich mich doch etwas überwinden. Bestimmt werde ich vorsichtig fahren und vor Glatteis auf der Hut sein. Immerhin war es die letzten Tage immer trocken und so sollten eisige Stellen rar sein. Wird schon klappen.
ergreifende Trauerfeier
Heute war die Bestattungsfeier des Vater meines Freundes. Es war beeindruckend. Ich schätze mal, dass fast 200 Trauernde anwesend waren. Viele oder fast die meisten der Leute kannte ich, da ich ja auch den Verstorbenen mein ganzes Leben lang kannte und wir im selben kleinen Dorf lebten. Die Trauerfeier war sehr ergreifend, hoch emotional und dennoch schön und würdevoll. Man spürte förmlich, wieviel dieser liebe Mensch in uns allen hinterlassen hatte und dass die wahren Werte des Lebens wirklich immateriell sind.
Meine Eltern waren natürlich auch da und ich fand, dass mein Vater durch die Ereignisse gezeichnet wirkte. Verständlich. Der Verstorbene war nur drei Jahre älter und sie kannten sich sehr, sehr lange (ich schätze mal, über 45 Jahre). Klarerweise gibt einem so etwas zu denken. Und irgendwie ist es schade, dass wir in unserer Familie gefühlsmässig nicht so ausdrucksstark sind. Ich war ihm heute im Geiste sehr nahe, hätte ihn aber auch gerne an mich gedrückt und ihm so gezeigt, dass ich für ihn da bin und immer da sein werde, genau so, wie er in meiner Kindheit und Jugend immer für mich da war. Ich konnte es nicht, war gehemmt und hätte selbst auch nicht gewusst, wie ich damit umgehen sollte. Doch im Geiste war ich bei ihm und fühlte mich stark verbunden. Ich empfand tiefe Liebe und Dankbarkeit meinen Eltern gegenüber.
Wenn man Positives aus einer Abdankungsfeier schöpfen will, so sind es sicher die Gefühle von Nähe und Zusammengehörigkeit, die die Hinterbliebenen verbindet.
Leider musste ich mich kurz vor dem Leichenmahl verabschieden, da ich mittags noch im Büro erwartet wurde. Das war kein einfacher Mittag, denn der Morgen kostete wirklich Energie und mein Kopf war voll mit anderen Dingen als geschäftlichem Kram. Aber so ist es nun mal. Man geht weiter und weiter...
Mittwoch, 20. Dezember 2006
Weihnachtseinkäufe
Heute hatten meine Frau und ich einen Tag frei, den wir für Weihnachtseinkäufe reserviert hatten. Für Männer meines Bautyps gibt es wohl nicht viel grausamere Vorstellungen, als einen ganzen Tag durch die Konsumtempel unserer Zeit zu rennen und irgendwelche Materie zu kaufen, die wir dann anderen als Zeichen unserer Sympathie aufs Auge drücken. Vor allem in Zeiten wie diesen, wo in unseren Breitengraden schon fast jeder alles hat und die wirklichen Defizite oder Bedürfnisse im nichtmateriellen Bereich liegen. Na ja, vielleicht sehe ich das zu eng und irgendwie habe ich auch aufgehört das zu diskutieren. Meine Frau hat sich mit meinen verschrobenen Ansichten arrangiert und erledigt das Meiste alleine und ohne dass es mich tangiert.
So konnten wir uns heute also vorwiegend darauf konzentrieren, was wir uns gegenseitig schenken wollen. Mein Wunsch war klar. Nachdem ich ja hier meine Digitalkamera verloren hatte und seither mein Blog fast ohne Bilder auskommen musste, war das natürlich mein Nummer eins Wunsch. Nachdem ich dutzende verschiedener Modelle befummelt hatte, konnte ich mich endlich entscheiden und freue mich nun natürlich auf Weihnachten, wenn ich sie auspacken und benutzen kann. Mehr will ich hier nun nicht verraten, denn auch ich muss mich ja noch gedulden.
Dienstag, 19. Dezember 2006
na ja...
Das mit dem Squash spielen war dann wohl doch nicht so eine gute Idee. Da die Rippenprellung rechts ist, spürte ich als Rechtshänder bei jedem Schlag einen Stich im Brustkasten und richtig übel waren schnelle Sprints nach rechts, gefolgt von einem tiefen Vorhandschlag. Da habe ich echt gelitten und deshalb liess ich meinen Squashfreunden ein paar Partien mehr und schaute öfters zu als sonst.
Ein zweites, eher enttäuschtes "na ja" betrifft meine EMailaktion an Tageszeitungen von letzter Woche. Vier Zeitungen habe ich angeschrieben und nicht eine einzige fand es bisher nötig ein Re-Mail zu schicken oder anzurufen. Ich kann fast nicht ausdrücken, wie schwach ich das finde. Medienunternehmen scheinen nicht in der Lage zu sein, auf EMails innert Wochenfrist zu antworten. Nicht mal so eine automatisierte Standardmail wie "Besten Dank für Ihre Nachricht. Wir werden Ihr Anliegen prüfen und Sie zu gegebener Zeit informieren". Nein, einfach gar rein nichts! Und wohlverstanden: Ich habe nichts gefordert, nicht um Sponsoring angefragt oder irgend eine Entschädigung erhofft. Nein, ich wollte nur, dass Sie mein EMail lesen und mir mitteilen, was Sie über meinen Vorschlag, über ein lokales Gigathlon-Team zu berichten, denken. Doch das war scheinbar schon zuviel verlangt. Es scheint, dass EMailadressen die mit Redaktion@... beginnen schwarze Löcher sind, die Materie verschlucken und nichts mehr heraus kommt. Das finde ich einfach nur sackschwach und mega enttäuschend!
Sonntag, 17. Dezember 2006
schöner Sonntag
Freitag, 15. Dezember 2006
aussergewöhnliche Arbeitswoche
Viele Arbeitswochen gleichen sich und dazwischen gibt es die Besonderen. Entweder ist es ausgesprochen hektisch oder es stehen ausserordentliche Termine an. Meist weiss man dann schon zuvor, dass es speziell wird. Diese Woche war jedoch anders. Es traf mich unvorbereit, obwohl, rein objektiv betrachtet, diese Änderungen schon irgendwie absehbar waren. Vielleicht wollte/konnte ich sie auch nur nicht sehen, weil mit ITIL, Gigathlon und dem Todesfall schon genügend Themen meine Aufmerksamkeit absorbierten. Ich vertraute einfach darauf, dass beruflich so wenig passieren wird, wie die letzten Jahre...
Bisher leitete ich ein kleines aber feines Team mit 4 Mitarbeitern. Ab neuem Jahr soll ich nun zusätzlich die administrative Führung eines anderen Teams mit 12 Mitarbeitern übernehmen. Und da gibt es viel zu tun... damit diese "zufällig zusammengewürfelte Gruppe von Einzelindividuen" wirklich zu einem Team wird. Das wird ein echter Prüfstein doch ich denke, das ist genau die Herausforderung die ich brauche, um noch ein Jahr bleiben zu wollen. Franz Beckenbauer würde jetzt sagen: "Schau mer mal."
Donnerstag, 14. Dezember 2006
Gigathlon-Startplatz auf ricardo.ch
Turboboost
Ja, die Gigathlon-Geschichte ist mir im Moment schon wichtig und deshalb überlege ich natürlich immer wieder, wie wir unser Team komplett kriegen. Am Dienstagabend las ich den neuen Regionalteil des Tagesanzeigers und hatte dann eine -aus meiner Sicht- gute Idee. Ich schreibe die Zeitung an, ob sie Interesse hätten, einen Artikel über eine Gruppe Leute zu machen, welche am Gigathlon 2007 teilnehmen will. Mein Hintergedanke dabei war ja klar: Eine breite Plattform zur "Frauenanwerbung" zu erhalten. Ohne lange zu zögern schrieb ich dieses EMail:
Werte Redaktion
Ich wohne im Einzugsgebiet Ihrer Zeitung und habe mich im Oktober spontan mit zwei Arbeitskollegen für den 7-tägigen Gigathlon 2007 angemeldet. Wir haben Anfang Dezember einen der Startplätze zugelost erhalten und machen uns nun daran, unser 5er Team zu komplettieren.
Nun dachte ich mir, dass das vielleicht ein regelmässiges Thema im Regionalteil ihrer Zeitung sein könnte. Bei Interesse würde ich Ihnen Informationen zu unserer Vorbereitung liefern und auch für weiterführende Aktionen zur Verfügung stehen.
Bitte prüfen Sie meinen Vorschlag. Ihrem Feedback sehe ich gerne entgegen.
Mit freundlichen Grüssen
Tja, leicht enttäuscht muss ich nun zwei Tage später fetstellen, dass noch kein Feedback erfolgte. Weder ein EMail, noch ein Telefonanruf. Einfach nichts.
Also zündete ich vorhin den Turobooster und durchstöberte das Altpapier. Zürcher Unterländer, Winterthurer Zeitung und Der Landbote kriegen wir auch noch zugestellt. Also: Redaktions-EMailadressen raussuchen und das Mail auch diesen Zeitungen zuschicken. Wäre doch gelacht (oder traurig), wenn sich auch da niemand meldet. Die erste Etappe führt durch Winterthur und endet in Zürich. Regionales Potential ist also durchaus vorhanden.
Eine Frau im Visier
Wer hier regelmässig liest weiss, dass meine zwei Kollegen und ich auf Gigathlon-Frauensuche sind. Die erste Inserateaktion zielte auf Schwimmerinnen. Nicht weil wir glauben dass die schwieriger zu finden sind als Inlinescaterinnen, sondern weil wir da eher einen Anhaltspunkt gefunden haben. Schwimmerinnen gehen im Winter in Hallenbäder, also muss man da nach ihnen suchen. Doch wo findet man in Winter Inlinescaterinnen???
Da hilft nur alle Leute die man kennt zu fragen, ob sie nicht eine Frau kennen, die scatet und Interesse haben könnte. Und so ist nun ein erster Kontakt zustande gekommen. Der Freund einer Freundin meiner Frau hat einen Freund, dessen Freundin scatet und auch am Gigathlon mitmachen will. Sie habe derzeit einen Startplatz für 2 oder 3 Tage, würde jedoch lieber alle 7 Tage mitmachen. BINGO! Das würde ja passen. Nun haben wir uns telefonisch bisher noch nicht erreicht, sondern uns nur gegenseitig die Combox vollgeredet. Ich soll sie doch morgen früh mal anrufen, damit wir das Thema Gigathlon bereden können. Nun fühle ich mich irgendwie wie vor einem Rendevouz und werde leicht nervös. Ich möchte unser Team natürlich im besten Licht darstellen und sie hinzu gewinnen. Doch es gibt da ein paar (kleine) Hürden wie: wir Anderen sind alle etwa 20 Jahre älter... wir können/wollen nicht um einen Spitzenplatz kämpfen... Sie kommt aus der Ostschweiz, wir aus der Region Zürich. (also: man drücke mir die Daumen, dass ich die richtigen Worte finde).