no es Käfeli
Mein heutiger Arbeitstag verlief ziemlich ernüchternd. Es war Klassewetter, angenehm warm und eigentlich ideal für eine Rikschafahrt. Doch es waren ziemlich wenig Leute in der Stadt und die Asia-Karavanen die durch die Altstatt ziehen sind für mich (leider) uninteressant. So verbrachte ich viel Zeit mit warten und konnte nur ein paar kleine Taxifahrten verbuchen.
Gegen 16:30 Uhr hatte ich genug. Ich wollte selbst noch etwas von diesem schönen Tag haben und so entschloss ich mich kurzerhand nach Hause zu gehen. Da kochte ich mir ein Abendessen und während dem Essen kam ich auf die Idee, dass ich nachher mit dem Bike noch ans Pistenende des Flughafens fahren könnte um da in der Abendsonne einen Kaffee zu trinken.
Gesagt, getan. Zwischen meinem Wohnort und dem Flughafen liegt ein Hügel mit etwa 150 Höhenmeter. Meist kurble ich diesen eher gemütlich hoch. Wenn ich aber, so wie heute, nur eine kurze Tour vorhabe, kann ich da schon mal etwas mehr Druck aufs Pedal geben um den Puls hochzujagen. Bei netten 25° Grad komme ich so auch schnell ins schwitzen und entledige mich dadurch der "Unzufriedenheits-Giftstoffe", die sich tagsüber angesammelt haben.
Dann gemütlich einen Kaffe trinken und in die Abendsonne blinzeln... Locker nach Hause radeln, duschen und mit dem Tag Frieden schliessen. Das war eine gute Idee!
Ich entschied mich dafür, wieder einmal auf die Lägern-Hochwacht zu fahren. Das bedeutet zwar eine längere Teer-Anfahrt, doch die schönen Trails und die gute Aussicht von der Plattform entschädigen dafür. Ausserdem sorgen die 400 Höhenmeter Anstieg bis zur Hochwacht für erhöhten Puls und einen gewissen Trainingseffekt. Das passt also gut.
Als ich das obige Foto auf dem Irchel machte sah ich schon neue Regenwolken, von Westen her kommend. Es war klar, dass diese Runde nicht trocken enden wird. Es dauerte auch nur etwa 15 Minuten, bis die ersten Tropfen fielen und es dann deutlich in Regen überging. Ich hatte zwar eine Regenjacke eingepackt trotzdem überlegte ich, ob ich nicht irgendwo unterstehen soll und abwarten, bis der Regen vorbeizieht. Der Himmel war jedoch ziemlich gleichförmig grau, so dass es nicht nur nach einem Zehnminutenschauer aussah. Also Regenjacke anziehen und die Regenhülle über den Rucksack montieren.


