Test-Sway
In Office 2016 gibt es ein Programm für Online-Dokumentationen mit dem Namen Sway. Ich will das kurz ausprobieren und hier einbinden. Mal sehen, ob es klappt.
Donnerstag, 25. Februar 2016
In Office 2016 gibt es ein Programm für Online-Dokumentationen mit dem Namen Sway. Ich will das kurz ausprobieren und hier einbinden. Mal sehen, ob es klappt.
Alles hat sich eine Stufe weiterentwickelt! Seit die Homepage im März 2012 online ging wurde zwar immer mehr Inhalt eingebaut, doch das Grundgerüst blieb gleich. Nun habe ich in den letzten Wochen eine neue Evolutionsstufe gestaltet. Die Homepage sollte frischer und einladender wirken. Dazu neue Touren und besser beschriebene Spezialitäten. Und mehr Bilder. Es sollte auch im Einklang sein mit dem neuen Touren-Flyer und dem neuen Aufkleber in der Rikscha.
Wie viel Zeit ich investiert habe? Geschätzte 100 Stunden in etwa. Auf das Ergebnis bin ich nun schon etwas stolz. Natürlich könnte es noch interaktiver, noch popiger sein, doch dazu fehlen mir die Mittel. Ich bin schon froh, dass ich dies alles selbst, ohne fremde Kosten erstellen konnte.
Der neue Laptop ist übrigens der Hit! Extrem, der Geschwindigkeitsunterschied zwischen dem alten HP-Laptop und dem neuen Acer. Der alte hatte 8GB Arbeitsspeicher und lief mit Microsoft Windwos Vista. Der Neue hat nun 32GB RAM und einen 250GB grossen Flashspeicher auf dem das Betriebssystem Microsoft Windows 10 läuft. Der Laptop startet innert 5 Sekunden bis zum Anmeldebildschirm. Danach braucht es etwa 15 Sekunden bis die Arbeistfläche startklar ist. Unglaublich. Einschalten und 20 Sekunden später geht es los! Bis der alte Laptop bereit war, konnte ich mir gemütlich einen Kaffee machen. Der brauchte schon so seine 5 Minuten.
Während der Arbeit bin sowieso ich das Langsamste. So gesehen macht sich der Geschwindigkeitsunterschied vor allem beim Aufstarten bemerkbar. Ich schliesse heute Programme schneller, weil das Neustarten nur Sekunden braucht. Früher minimierte ich lieber Programme, die ich später wieder brauchte. Etwas gewöhnungsbedürtig ist der extrem hoch auflösende Bilschirm mit 3840x2160 pixel (4K). Teilweise werden Prorammhinweise oder -befehle winzig klein dargestellt. Ein grosser externer Monitor würde bestimmt noch Spass machen. Aber deshalb habe ich mir ja kein Laptop gekauft...
Für das neuste Betriebssystem habe ich mir dann auch das neuste Office-Paket von Windows geleistet. Der erste Eindruck ist gut. Von Office 2010 zu 2016 ist zwar ein erkennbarer Unterschied, doch die bewährten Befehle findet man nach wie vor schnell (und meist auch am selben Ort). Das einzige was mich wirklich stört, ist die absolt nüchterene, Grau-in-Grau Gestaltung. Das kommt fürchterlich bieder und rein funktional daher. Völlig emotionslos das Ganze. Halt gemacht um bei Millionen von Menschen ohne Probleme zu funktionieren. Farblose Massenware.
Dienstag, 9. Februar 2016
Heute morgen flackerte nach dem aufstarten das Display meines betagten HP-Notebooks. Auch heute ging das Flackern nach ein paar Sekunden vorbei, doch es wurde nun nicht das richtige Bild dargestellt, sondern der Monitor wurde schwarz... und leer... tschüss! das war's! Nach sieben Jahren und 2 Monaten hat der Bildschirm das Zeitliche gesegnet. Damit habe ich irgendwie gerechnet, denn das Aufstart-flackern war ja ein unübersehbares Vorzeichen.
Ich bin dann mit dem Motorrad in den Mediamarkt gefahren und habe mir ein neues Notebook gekauft. Ein acer Aspire V15 Nitro, mit 15,6 Zoll 4K-Monitor, 32 GB DDR4-Memory und dem heute üblichen PiPaPo. Betriebssystem Windows 10 (davor: Windows Vista). Und ja, ich weiss es: die Arbeit beginnt nach dem Kauf. Konfigurieren, updaten, installieren, Daten übertragen, etc. pp. Der Tag ging vorbei... Nun, um 23:30 Uhr, funktioniert (fast) alles wie gewünscht. Damit bin ich zufrieden.
Hilfreich war die Idee, dass ich am alten Notebook einen externen Monitor anschliessen kann um festzustellen, ob die Grafikkarte oder der Monitor hinüber ist. Und siehe da: Der Monitor ist futsch. Mit einem externen Monitor kann ich den alten PC noch betreiben und das hat mir dann bei der Einrichtung des Neugeräts echt geholfen.
Montag, 30. November 2015
Es ist wieder viel Zeit vergangen seit dem letzten Eintrag und wenn der November nicht ganz leer ausgehen soll, so ist heute die letzte Chance für einen Blogbeitrag.
Am 31. Oktober sind Karin und ich nach Bangkok geflogen. Da trieben wir uns eine Woche in der Stadt rum, bevor wir dann nach Ko Phangan weiterreisten um zwei Wochen Insel- und Strandferien zu geniessen. Das waren sehr schöne Ferien und wir kamen dann auch entspannt und top erholt wieder zurück in die Schweiz. Natürlich könnte ich nun ein paar Ferienanekdoten erzählen oder in Erinnerungen schwelgen. Aber was bringt's? Die eindrücklisten Erlebnisse speichert man im Hirn und das ist auch gut so...
Wir sind auch sehr gerne wieder nach Hause gekommen. Ferien sind eine Auszeit aus dem "normalen Leben" und gerade dieser Kontrast ist bereichernd. Unser "normales Leben" ist ja recht stimmig und angenehm und so kehrt man auch wieder gerne wieder zurück. Unsere zwei Wollknäuel-Katzen haben uns natürlich auch gefehlt...
Seit knapp zwei Wochen sind wir also wieder da und in der Zeit bin ich natürlich häufig diesem Blog begegnet und habe mir überlegt, ob ich etwas schreiben soll und wenn ja, was. Es wird zunehmend schwierig. Ich habe immer weniger Lust, mich mitzuteilen. Oder, ich habe immer mehr das Gefühl, dass ich gar nichts zu sagen habe. Das nichts so wichtig wäre, um es hier festzuhalten. Ist noch schwierig zu erklären. Ich versuche es mal andersherum: Wenn jemand einen Blog schreibt der öffentlich zugänglich ist, dann glaubt er irgendwo im Hinterkopf entweder, dass er etwas (besonderes) zu erzählen hat oder, dass er durch diese Tätigkeit Bestätigung und Anerkennung findet. Wäre dem nicht so, so könnte er ja auch ein privates Word-Dokument oder ein Papier-Tagebuch führen.
Wenn ich also in der Vergangenheit erzählte/schrieb, dass ich diesen Blog vorwiegend für mich selbst, als eine Art elektronische Gedächtnisstütze, mache, so war das wohl nicht ganz falsch, doch eher ein vorgeschobenes Motiv. Der Hintergedanke "ich bin etwas Besonderes" und habe deshalb auch etwas zu erzählen, ist wohl genauso wahr. Genau gleich, wie das Heischen nach Aufmerksamkeit und Anerkennung. Beides hat in den letzten Jahren jedoch an Bedeutung verloren. Ich lerne mich selbst besser kennen und das stabilisiert mich. Ich bin deshalb nicht mehr so stark auf Feedback von aussen angewiesen. Der Glaube "ich bin etwas Besonderes" hat sich fast vollständig verflüchtigt.
Das soll nun gar nichts Enttäuschtes ausdrücken, im Gegenteil. Es ist eher eine Beruhigung, eine Entspannung, ein Loslassen von falschen eigenen Erwartungen und Vorstellungen. Es ist gar nicht notwendig "etwas" oder "jemand" zu sein, es reicht vollkommen, zu sein. Und dieses "sein" läuft immer im jetzt, von Moment zu Moment ab. Das verlangt Offenheit, Achtsamkeit und Unvoreingenommenheit. Das hat so gar nichts zu tun mit dem Nacherzählen von Erlebnissen oder Erfahrungen. Der Fokus verschob und verschiebt sich immer mehr auf das was ist und nicht auf das, was war. Ich verliere an Vorstellungen wie etwas sein sollte und an persönlichen Meinungen darüber, wie etwas ist. Es ist, wie es ist. Und das ist gut so...
Freitag, 16. Oktober 2015
Diese Woche war ich nur am Dienstag mit der Rikscha in Zürich unterwegs. Dauernd trübes und kaltes Herbstwetter hat mir unerwartet viel Ruhe- und Bürozeit beschert. Einerseits finde ich das schade, denn im letztjährigen Oktober machte ich noch richtig gut Umsatz und das wird wohl dieses Jahr deutlich weniger werden. Andererseits ist es natürlich auch sehr angenehm, wenn man administrativ aufräumen kann.
Anfang der Woche beendete ich alle Vorbereitungsarbeiten für die Fondue- und Raclette-Touren. Der Flyer ist bestellt und sollte Ende nächster Woche eintreffen. Dann aktualisierte ich noch weitere Internetseiten, so dass der Internetauftritt nun bis auf die Fotos wieder ziemlich aktuell ist. Gegen Ende der Woche kümmerte ich mich um die Geschäftsbuchhaltung. Heute nun ist auch diese Arbeit abgeschlossen und somit wieder auf aktuellem Stand.
Es lag dann natürlich nahe, eine erste Bilanz für die Saison 2015 zu ziehen und das ganze Rikschaprojekt seit dem Start im März 2012 zu überblicken. Vereinfacht gesagt sieht es so aus:
Was dieses Jahr anders war als in den Jahren zuvor ist, dass Mitbewerber aufgetaucht sind. Deren Wirkung auf unser Geschäft ist schwierig abschätzbar. Es wird dadurch sicherlich noch schwieriger, die Werbeflächen dauerhaft zu vermieten. Auf der anderen Seite glaube ich, dass Konkurrenz das Geschäft belebt und dadurch auch mehr Nachfrage geweckt wird.
Unser Plan für 2016 ist, von derzeit 4 Rikschas auf neu 7 Rikschas aufzustocken. Dafür werden wir neue/andere Rikschas anschaffen müssen. Das ist zwar spannend, aber auch mit finanziellen Risiken verbunden. Denn in den letzten 2 Jahren lernten wir, dass es vor allem schwierig ist, "gute" Fahrer zu finden. Rikschas ohne Fahrer sind wertlos... Fahrer die einen laschen Eindruck machen, unpünktlich oder unfreundlich sind, sind auch schlecht für's Geschäft. Und die grösste Schwierigkeit liegt darin, dass man an den zusätzlichen Rikschas/Fahrern auch noch etwas verdient und sich nicht nur Mehrarbeit und Zusatzinvestitionen aufbürdet.
Die Idee für 2016 ist, dass wir eine Tages- und eine Nachtflotte aufbauen. Die Tagesflotte soll aus den bisherigen 4 Rikschas bestehen, weil diese über gute Werbeflächen verfügen. Offiziell werden es aber nur 3 und nicht 4 Rikschas sein. Die vierte dient a) als Hochzeits-Rikscha und b) als Ersatz. Die neu zu kaufenden Rikschas werden vorwiegend nachts eingesetzt. Hier ist die Idee, dass wir in England möglichst robuste und dennoch leichte Rikschas kaufen, resp. bauen lassen. Wir werden dabei mit Bugbugs (Rikscha-Anbieter in London) zusammenarbeiten und von deren Erfahrungen profitieren. Blöd ist diesbezüglich nur, dass Rikschas in der Schweiz maximal 1,0m breit sein dürfen und die Standard-London-Rikschas alle ca. 1,25m breit sind. Deshalb müssen wir wohl spezielle CH-Rikschas bauen lassen.
Es wird also sicher spannend weitergehen.
Hier möchte ich dennoch anmerken, dass ich der Entwicklung "immer grösser" doch auch skeptisch gegenüber stehe. Die letzten zwei Jahre haben ziemlich gut funktioniert. Arjun und ich sind mittlerweile etabliert und das Geschäft läuft an sich, so wie es jetzt ist. Wozu also etwas ändern? Mehr Rikschas heisst nicht nur mehr Möglichkeiten, sondern auch mehr Kosten, mehr Organisation, mehr Umtriebe/Defekte und mehr Administration.
Aber: Ich werde ja auch nicht jünger! Solange ich gesund und fit bin, könnte es so bleiben wie bisher. Doch was ist, wenn nicht? Ist es nicht besser jetzt -in guten Zeiten- dafür zu sorgen, dass man auch schlechte Zeiten überstehen kann? Dann müssten Andere fahren und ich müsste an Ihnen, resp. an der Werbung auf Ihren Rikschas meinen Lebensunterhalt verdienen können. Das klappt noch nicht mit einem oder zwei zusätzlichen Fahrern oder Rikschas. Ich denke, dass man etwa fünf gut ausgelastete Fahrer braucht, damit man ein zusätzliches Gehalt finanzieren kann. Wenn man diese Überlegung auf Arjun und mich ausdehnt, sollten wir irgendwann über eine Flotte von etwa 10-12 Rikschas verfügen. Ich glaube auch, dass der Markt in Zürich genügend Potential für so viele Rikschas bietet. Wenn nun also neue Mitbewerber im Markt auftauchen, so müssen wir aufpassen, dass wir nicht gleich überholt und stehen gelassen werden. Noch sind wir quasi Marktführer doch das bleiben wir nicht, wenn wir uns nicht weiter entwickeln...
Freitag, 9. Oktober 2015
Im Oktober habe ich keinen zahlenden Haupt-Werbekunden auf meiner
Rikscha. Ich muss also nicht "unnötig" Zeit mit der Rikscha in der Stadt
verbringen, wenn kein Geschäft in Sicht ist. Das führte nun dazu, dass
ich meist nur für vorgebuchte Touren die Rikscha aus der Garage nahm und
vielleicht vorher oder nachher noch etwas Zeit anhängte. Der Herbst ist
jedoch schon sehr deutlich da und bei 15° Grad und wenig Spaziergängern
in der Stadt könnte man selbst als Rikschafahrer in Zürich einsam
werden. Es ist dann wirklich schwierig um Kunden zu finden.
Letzten Winter fanden die Touren zur "Weihnachtsbeleuchtung-Besichtigung" guten Anklang und dieses Jahr versuche ich diese Idee mit einem Kombiangebot für Rikschafahren & Nachtessen (ride&dine) zu verbessern. Zusammen mit dem restaurant Walliser Kanne bieten wir "einen bezaubernden Winterabend in Zürich"
Um das umzusetzen braucht es:
-> eine entsprechende Webseite auf
bikebutler.ch
-> eine Geschenkgutschein-Vorlage
-> eine angepasstes
Bestellscript für den neuen Gutschein
-> einen Papier-Flyer
auf Deutsch und Englisch
das alles muss zuerst entworfen, bearbeitet und letztendlich umgesetzt werden, was natürlich Zeit in Anspruch nimmt. Genau diese Zeit bin ich nun diese Woche im Büro und am PC gesessen. Ich war also ganz froh, dass es Rikscha-fahrerisch etwas ruhiger wurde.
Bis Ende Wochenende sollte der Flyer final fertig sein und dann kann er nächste Woche gedruckt werden. Ein guter Plan!
Freitag, 2. Oktober 2015
Die Zeit vergeht im Flug... schon wieder ein Jahr älter...
Ein Rikscha-Stammkunde offerierte mir heute -zur Feier des Tages- ein feines Dessert. Von der Küchenmannschaft des Restaurants "Didi's Frieden" wurde das zauberhaft umgesetzt. Vielen Dank!
Sonntag, 27. September 2015
Wenn es im September noch einen Blogbeitrag geben soll, dann muss ich mich langsam beeilen... Ich könnte jetzt schreiben, wie beschäftigt ich seit dem letzten Eintrag war und wie anstrengend das reale Leben so ist, doch das wären alles nur Ausreden. In Tat und Wahrheit starte ich den PC jeden Tag und dieser Blog ist die Startseite meines Browsers. Ich werde also täglich daran erinnert und Zeit hätte sich bestimmt gefunden. So ist es nicht...
Es ist eher so -wie schon früher geschrieben- dass vieles unausgegoren in meinem Kopf rumschwirrt und ich dies A) selbst nicht so genau fassen kann und B) ich das nicht gleich in die Welt hinausposaunen will.
Anyway...
Es geht mir gut. Ich geniesse mein Dasein. Ich versuche weniger zu kämpfen und mehr zu fliessen. Und da ist natürlich die Sache mit dem Verstand, den Gedanken, den Bewertungen und dem Urteilsvermögen. Daran arbeite ich noch...
man muss da sehr vorsichtig und genau sein. Es wäre zu einfach, den Verstand nur schlecht zu reden. Es geht eher um das "zu viel". Zu viel nachdenken, zu viel beurteilen, zu viel vergleichen und zu viel kommentieren. Dieses "zu viel" gilt es zu korrigieren. Es geht also eher darum, den Verstand etwas zurück zu binden und den richtigen Platz für ihn zu finden. Damit ich den Verstand als sinnvolles Werkzeug nutzen kann, ohne von ihm beherrscht zu werden.
Eine gute Übung dafür finde ich "Akzeptanz dessen, was ist". Das heisst, das Leben, die Erscheinungen, die Geschehnisse als das was sie sind zu erleben und nach Möglichkeit auch zu geniessen. Nicht immer zu bewerten, rum zu mäkeln und sich eine "andere" Realität wünschen. Hier ein kleines Beispiel aus meinem täglichen Erleben: Ich stehe mit meiner Rikscha vor einem Rotlicht und neben mich fährt ein Maserati Cabriolet mit röhrendem Sportauspuff. Ich denke: Viel zu laut das Ding (erste Bewertung). Viel zu teuer (zweite Bewertung). Braucht unnötig viel Benzin (dritte Bewertung). Dem mangelt es wohl an Selbstbewusstsein, dass er so eine Ego-Karre mit Super-Laut-Auspuff braucht (vierte Bewertung). Es wird grün und der Sportwagen schiesst mit irrem Sound vorwärts, bis zum nächsten Rotlicht. Ich denke: Armer Irrer (fünfte Bewertung und eigene Ego-Überheblichkeit). Tja... so läuft das zeitweise in meinem Kopf ab... fast schon etwas peinlich...
Nun kann ich (leider) meine Gedanken nicht einfach so abschalten. Aber wenn man seine Gedanken eine Weile betrachtet merkt man, dass man in immer wiederkehrenden Mustern denkt. Der erste Gedanke zieht einen zweiten, dritten und vierten nach sich. Wenn es mir also ab und an gelingt, diese Gedankenkette zu durchbrechen kriege ich Raum und Zeit für Akzeptanz (oder für neue Gedanken).
Wichtig sind für mich folgende Erkenntnise:
Das heisst nun nicht, dass ich alles gut finden und akzeptieren muss. Es heisst nur, dass ich nicht jedes Mal, wenn ein lauter Sportwagen vorfährt dieses ganze Gedankentheater abziehen muss. Ich muss kein gedanklicher Widerkäuer sein. Auch hier lautet das Motto: Loslassen! Let it go and let it flow!
Des weiteren beschäftigt mich meine Entpersonalisierung oder Ent-Identifikation noch ziermlich. (Siehe diesen Beitrag). Noch bin ich mir völlig unsicher, wie sich das weiter entwickelt. Hier fühle ich eine gewisse Angst um wirklich Loszulassen. Vielleicht aus Gewohnheit und Vertrautheit. Über 50 Jahre pflegte ich eine gewisse Ego-Identität, ein Selbstbild welches nun zerfällt (oder zumindest zu zerfallen droht). Wer bin ich dann? Was bleibt übrig? -> da arbeite ich noch dran... ![]()
Sonntag, 30. August 2015
Dieses Jahr fand die Streetparade 3 Wochen später als üblich statt, weil auf die Sanierung der Quaibrücke und der Tramhaltestelle Bellevue Rücksicht genommen werden musste. Trotzdem kann man sich auf eines verlassen: Das Wetter wird schön und heiss! Ja, auch gestern Nachmittag war es über 30° Grad und ein perfekter Sommertag. Also ideal für die fast 1 Mio. Besucher, die ans Seebecken von Zürich pilgerten.
Im Vorfeld hatte ich etwas gemischte Gefühle. Einerseits ist die Streetparade-Nacht eine der wirtschaftlich am interessantesten, andererseits ist die ganze Sache körperlich und vor allem auch mental ziemlich herausfordernd und anstrengend. All die vielen Leute, viele nicht ganz nüchtern, dazu schwierige Strassenverhältnisse mit vielen Glasscherben, das verlangt einfach immer volle Aufmerksamkeit. Man muss versuchen die Situation stets einzuschätzen, den Überblick zu behalten um gefährliche Situationen unbedingt zu vermeiden. Das lernten mich die letzten drei Jahre, an denen ich auch schon mit der Rikscha an der Streetparade unterwegs war.
Eigentlich wollte ich erst gegen Abend loslegen um dann möglichst die ganze Nacht durchzufahren. Doch am Morgen bestellte noch jemand eine einstündige Fahrt durch die rückwärtigen Stadtgebiete, so dass ich doch schon um 12:30 Uhr mit der Rikscha aus der Garage fuhr. Auf dem Weg zum Treffpunkt klingelte dann das Handy und die vereinbarte Fahrt wurde wieder abgesagt. Mist! Nicht nett!
Also postierte ich mich in Bahnhofnähe und wartete auf Kunden, die möglichst nahe an das Seeufer wollten, wo gegen 14 Uhr die Parade dann startete. Das klappte ansprechend gut und so verflog mein Anfangsfrust ziemlich schnell und ich kam langsam in einen angenehmen Flow. So ging es dann bis etwa 18:00 Uhr weiter, nur durch ein paar kurze Verpflegungspausen unterbrochen.
Bis etwa 21 Uhr war dann kein klares Bewegungsmuster zu erkennen. Überall waren Menschen, die an ganz unterschiedliche Orte wollten. Nach 21 Uhr war die Tendenz dann klar. Vom Seebecken weg, entweder in Richtung Bahnhof oder in Richtung Langstrasse, wo eine lange Partynacht bevorstand.
Meine Strategie war ziemlich klar. Ich stehe am Paradeplatz und nehme dort Leute auf. Oft kam ich jedoch nicht mal bis zum Paradeplatz. Auf der Leerfahrt dahin wurde ich bereits wieder angesprochen und schon sassen die nächsten Leute in der Rikscha. So macht das natürlich Spass und das Geschäft brummt auch entsprechend. Super! Von mir aus könnte es jeden Monat eine solche Nacht geben...
Die Konzerte entlang des Sees dauerten bis um Mitternacht und von da weg leert sich das Festgelände. Viele wollten an die Langstrasse, an den Ballermann von Zürich. Langsam wurde ich müde. Mittlerweile war ich schon mehr als 12 Stunden unterwegs... und klarerweise nahm der Anteil an betrunkenen Menschen stetig zu... Besoffene kippen mir Bier in die Rikscha. Andere rennen hinterher und wollen aufspringen, halten mich zurück und zerren an der Rikscha rum... ich bin zu alt für diesen Scheiss!
In einer stillen Seitenstrasse mache ich einen Kassensturz um zu überprüfen ob ich mein gestecktes Ziel erreicht habe. Ja! Mehr noch! Super, ich muss nicht mehr... es folgt ein kleiner innerer Dialog. In dieser Nacht liegt das Geld auf der Strasse! Fahr zu und hebe es auf! So lange Du kannst, bis Du erschöpft vom Rad kippst! Nein. Ich mag nicht mehr. Bis jetzt lief alles prächtig, kein platter Reifen, auch sonst keien Defekte, keine Streitereien, alles im grünen Bereich. Auf die paar Kröten, die noch drinliegen würden bin ich nicht zwingend angewiesen. Lieber zufrieden die Sache beenden. So fahre ich kurz nach 01:30 Uhr in die Garage. 13 Stunden und etwa 80 Kilometer sind genug! Schön war's!
Sonntag, 16. August 2015
Mittlerweile rauche ich seit über vier Monaten nicht mehr und meist geht es mir dabei gut und ich leide auch nicht wirklich darunter. Wieso denn auch? Nichtraucher leiden ja auch nicht. Am meisten Mühe habe ich jeweils in den Situationen, in denen ich mich belohnen will. Wie z.B. gestern Abend. Ich war für eine Hochzeitsfahrt mit der Rikscha nach Dübendorf bestellt. Hinfahrt etwa 1 Stunde, Hochzeit knapp 1 Stunde und Rückfahrt wieder eine Stunde. Ich traf dann ziemlich müde in Zürich ein und hatte grosse Lust, mich für diese Aktivität zu belohnen. 30 Jahre lang hätte ich mir nun eine Zigarette angesteckt. Hmm... ist nicht mehr...
Etwas essen ist auch nicht wirklich gut, denn noch immer bin ich fast 7 Kilo schwerer als zuvor als Raucher. Also gilt auch hier: besser die Finger von Süssigkeiten lassen. Was bleibt denn noch? Womit belohnen sich Nichtraucher im Kleinen? Es geht ja gar nicht um grosse Ziele, die man mit grossen Anstrengungen erreicht und sich dafür dann belohnt. Es sind so kleine alltägliche "Überwindungen", Dinge die man erledigte obwohl man sie nicht mochte, oder Ähnliches... Tipps sind willkommen...