abgeledert

Auf dem Nachhauseweg hat mich dieser kleine Knirps ganz locker überholt. Frechheit! ![]()
Samstag, 16. Juni 2012

Auf dem Nachhauseweg hat mich dieser kleine Knirps ganz locker überholt. Frechheit! ![]()
Freitag, 15. Juni 2012
Vor einem Jahr startete ich meine Sommerreise 2011, in den Süden von Italien und wieder zurück. Es war eine bewusste Auszeit aus meinem bisherigen Leben und ein kleines, kontrolliertes Abenteuer. Es sollte mir Raum geben um mich später beruflich neu zu positionieren und so quasi den Start in meine zweite Lebenshäfte einläuten.
In den nächsten zwei Monaten werde ich wohl öfters in der linken Seitenleiste einen Tagesbeitrag anklicken und mich gerne an die gemachten Erlebnisse zurückerinnern. Es war eine schöne, sorgenfreie Zeit...
Doch das Leben besteht ja nicht nur aus Ferien und eine Auszeit bedingt irgendwann einen Wiedereintritt in die Arbeitswelt. Auf keinen Fall wollte ich wieder zurück in die Telekommunikation. Keine Grossfirma mehr und kein acht Stunden Bürojob. Über zwanzig Jahre lang fühlte ich mich beruflich unwohl, doch ich brauchte das Geld. Es war der einfachste Weg um mit geringem Aufwand eine angenehme Summe zu verdienen, die es mir in der Freizeit ermöglichte das berufliche Unbehagen zu kompensieren. Und so wusste ich zwar was ich nicht mehr wollte, was ich aber wirklich will, das wusste ich damals nicht und auch heute weiss ich das nicht wirklich. Ich bin nun am Versuchen, am Ausprobieren.
Die gestartete Rikschageschichte ist nun ein erster ernsthafter Versuch. Natürlich habe ich mir die Sache einfacher und erfüllender vorgestellt als es sich mir bisher zeigt, doch der Versuch dauert noch mindestens bis zum Herbst. Eine Sommersaison lang will ich das schon durchziehen, bevor ich resümiere. In der Zwischenzeit ist mir aber schon ziemlich klar geworden, dass das Rikschageschäft unter 15° Grad Aussentemperatur nicht funktioniert, sprich im Winterhalbjahr muss ich irgenwie sonst Geld für meinen Lebensunterhalt verdienen. Sollte ich beim Rikschathema bleiben, wird mein Arbeitsjahr also noch einen Zweitjob benötigen und das zwingt mich natürlich, bald schon wieder darüber nachzudenken, wo und wie ich meinen nächsten Versuch starten werde...
Es ist mir schon bewusst, weshalb ich so lange im ungeliebten Bürojob geblieben bin. Es war so einfach und so komfortabel. Mit voller Hose lässt sich gut stinken... Vor einem Jahr habe ich mich aber aus dieser klimatisierten Komfortzone verabschiedet und nun stehe ich im Wind. Das braucht Kraft... und ich werde ja auch nicht jünger...
Ich bin nicht enttäuscht über den Stand der Dinge. Es wäre ja zu einfach gewesen, wenn der erste Versuch gleich zum Volltreffer wird. Es ist ein Schritt. Ein Schritt der Annäherung an mich selbst. Und das ist ja vor allem wichtig. Ich will nicht aufgeben meinen Weg zu suchen. Vielleicht -oder hoffentlich- stellt sich irgendwann das Gefühl ein angekommen zu sein. Das wäre schön. So komplex wie ich innerlich jedoch funktioniere, werde ich wohl noch ein paar Versuche benötigen um all die Knoten aufzulösen... ich bleibe dran!
Mittwoch, 13. Juni 2012

Heute war das Wetter auch nicht viel besser als gestern, was so viel bedeutet, dass es nicht dauernd regnete, sondern nur ab und zu... ![]()
Ich hatte also kaum Hoffnung auf Rikschagäste und deshalb nutzte ich den Mittag für eine Probefahrt und für Fotoaufnahmen der Objekte von ART AND THE CITY. Das war wirklich sehr interessant und hat mir gut gefallen. Natürlich war nicht alles beeindruckend oder grossartig, doch in Summe finde ich diese Kunstschau doch sehr spannend. Die Fotos habe ich heute Abend bearbeitet und auf dieser BBBEAT-Seite abgespeichert. Vielleicht erstelle ich daraus auch ein Fotoalbum für diesen Blog, doch das muss noch warten.
Montag, 11. Juni 2012
Am letzten Samstag wurde die Sommerausstellung "ART AND THE CITY" in Zürich eröffnet und bis zum 23. September 2012 können nun über 40 Beiträge zu "Kunst im öffentlichen Raum" angesehen, entdeckt und erlebt werden. Diese Objekte, Skulpturen und Installationen sind in den Stadtkreisen 1, 5 + 9 verteilt mit Schwerpunkt Zürich West, also Kreis 5.
Ich musste nicht lange überlegen um zu erkennen, dass dies eine Chance für mich sein kann. Es gibt keine offiziellen Führungen und man kann auch nicht einfach mit einem Tram an die Objekte hinfahren. Eine ideale Ausgangslage um entsprechende Rikschatouren anzubieten. Gestern zeichnete ich eine entsprechende Route für das GPS und erstellte mir meinen eigenen Ausstellungskatalog mit Bildern und Texten zu den jeweiligen Kunst-Objekten. Daraus ergaben sich dann zwei Touren:
1. ART AND THE CITY - QUICKY - 1 Stunde -> Eine Tour durch den Kreis 5 die an etwa der Hälfte aller Kunstobjekte vorbeiführt.
2. ART AND THE CITY - FULL BLOWN - 2,5 Std. -> Das volle Programm! Alles was man sehen kann, in allen Stadtkreisen. Eine lange aber bestimmt sehr interessante Tour. Und damit der Geist nicht überfordert wird, biete ich etwa zur Tourmitte einen Kaffeehalt mit Kuchen an.
Die Planung hat mir bis hier hin Spass gemacht. In den nächsten Tagen werde ich die Routen testen und ein paar Fotos machen, die ich dann auf der BBBEAT-Seite zur Ansicht freigebe. Ich überlege mir auch, ein Zusatzblatt drucken zu lassen, welches ich in den Flyer legen kann. Das würde vielleicht auch noch etwas bringen.
Wer sich über ART AND THE CITY informieren will, klicke auf das Tagesbild (Link).
Donnerstag, 7. Juni 2012

Im April war richtiges Aprilwetter. Der Mai glich einem verlängerten April und nun im Juni schaut es schon den dritten Monat aus wie im April... Lieber Petrus: Lass es bitte endlich Sommer werden. Schick uns eine lange Schönwetterperiode. Bitte!
Mittwoch, 6. Juni 2012
Seit Ende letzter Woche funktionierte unser ADSL-Anschluss nicht mehr. Wie es so ist, zweifelt man immer zuerst an der eigenen Installation und Konfiguration. Man überprüft alle Kabel und Geräte und erst dann ruft man die Störungsnummer der Swisscom an.
Hallo: Unser ADSL funktioniert nicht mehr. Telefonie über ISDN geht noch.
Schnell war klar, dass uns am Telefon nicht geholfen werden kann. Da muss ein Techniker her. Heute Morgen war er dann da und überprüfte bereits alles, was ich auch schon prüfte. Hmm. Hier scheint es nicht zu sein. Seine Messgeräte zeigten ihm: Kein DSL. Vom Haus zurück bis zur Zentrale wird Verbindung um Verbindung geprüft uns siehe da, irgendwo gab es eine schlechte Stelle. Nach eineinhalb Stunden steht der nette Techniker wieder da und wir überprüfen den Anschluss. Wunderbar! Wir sind wieder online! Endlich! Was war das für eine öde Woche vor dem Fernseher...
Später wollte ich telefonieren... "Dieser Anschluss ist derzeit ausser Betrieb"... Nun geht zwar ADSL, doch ISDN hat jetzt Probleme. Also wieder die Störungsnummer anwählen, diesmal halt per Handy. Der Herr Techniker wird am Freitagmorgen nocheinmal vorbei kommen (obwohl ich jetzt schon weiss, dass das Problem nicht in unseren vier Wänden liegt). Er wird wieder Verbindung um Verbindung zurück in Richtung Zentrale gehen. Eines ist sicher: Nach dem Technikereinsatz werde ich am Freitag beides testen: ASDL und ISDN.
Montag, 4. Juni 2012
Man weiss es ja. Die Mühlen von Behörden mahlen langsam. Gaaanz langsam. Vor zwei Monaten schickte ich einen Antrag für einen Standplatz an die Gewerbepolizei der Stadt Zürich. Nun bekam ist zum ersten Mal eine Antwort darauf. Man bedauere, dass die Bearbeitung meines Antrag sich verzögere... da kann man nur schmunzeln.
Ein anderes Beispiel ist "Zürich Tourismus". Seit Anfang März bemühe ich mich um im "Tourist Office" meine Rikscha-Flyer auflegen zu können. Ich war dreimal persönlich da und schrieb später auch einige E-Mails. Zuerst ignorierte man mich, dann waren die möglichen Ansprechpartner nicht da und nun, nach etwas über drei Monaten kommt endlich etwas Fahrt in die Geschichte. Endlich habe ich einen echten Menschen als Ansprechpartner und so wie es nun aussieht, kann ich wirklich meine Flyer auflegen lassen. Es braucht halt alles gaaanz viel Geduld.
Samstag, 2. Juni 2012

So stellt man sich als Rikschafahrer einen guten Tag vor: Sonne von früh bis spät, Temperaturen um 25° Grad, ein Tag an dem die Durchschnittsmenschen nicht arbeiten müssen und als besonderes Zückerchen gleich eine gebuchte Rundfahrt zum Arbeitsbeginn. Das macht natürlich Laune!
Am Nachmittag besuchte mich dann noch Susanne, eine meiner wenigen Stammgäste, und wollte sich gleich eine ganze Stunde lang durch die Gegend fahren lassen. Das ist natürlich Spitze. Das verspricht Umsatz, gute Gespräche und meist lädt sie mich auch noch zu einem Eis oder einem Mangodrink ein. Und weil heute ein Prachtstag war, gab es gleich beides. Zuerst ein Eis und zum Abschluss der Tour noch einen dieser herrlich frischen Mangodrinks von Sprüngli, die ich mir selbst wohl nie leisten würde...
Zwischendurch gab es immer wieder kleinere Taxifahrten und so war ich heute einmal durchwegs beschäftigt und so vergeht die Zeit wie im Flug. Ja! Genau so habe ich mir das vorgestellt! Es sollte viel mehr solcher Tage geben!
Abends stellte ich dann zufrieden fest, dass dies mein anhin bester Tag war. Ich hatte insgesamt 13x Gäste in meiner Rikscha. Das ist wirklich HIGHSCORE!
Freitag, 1. Juni 2012
Dieser Mai war im Vergleich zum Vorjahr etwas regnerischer, was mir natürlich nicht wirklich entgegenkam. Dennoch sind die 872 Rikscha-Kilometer ein kleiner Rekord. Klein deshalb, weil es nur 4 Kilometer mehr sind als im März. Der verregnete April war mit 672 Rikscha-Kilometern deutlich schwächer.
Ansonsten gab es nicht mehr viele sportliche Aktivitäten. Einmal war ich mit dem Mountainbike unterwegs und zwei, drei Mal war ich mit Karin im Pilates oder im Yoga.
Wirtschaftlich betrachtet war der Mai erstmals "genügend". Es reichte gerade so um alle Kosten zu decken, doch es war noch immer ziemlich weit von dem entfernt, was ich mir eigentlich erhoffte. Immerhin ist nun wieder ein Aufwärtstrend zu erkennen. Muss auch, denn nun folgen die wohl wichtigsten vier Monate als Rikschafahrer. Juni, Juli, August und September müssen die besten Monate werden, den mehr Sommer gibt es hier nun einfach mal nicht. Ich bin gespannt.
Donnerstag, 31. Mai 2012

Nach den letzten vier Tagen Rikschafahren war ich ziemlich müde und so kam mir der regnerische Wetterbericht gerade recht. Ich konnte so einen Ruhetag einlegen, auch wenn ich abends noch eine gebuchte Fahrt im Kalender stehen hatte.
Ich wünschte mir natürlich sehr, dass es zur Fahrzeit nicht regnen wird und nachdem es um 20 Uhr noch einmal richtig heftig schüttete war klar, dass ich die Regenkleider mitnehmen muss. Um 21 Uhr war ich mit den Leuten von Rikscha Taxi Zürich verabredet, denn wir sollten für einen Firmenanlass zwei halbstündige Touren fahren. Um halb neun Uhr tropfte es nur noch leicht und wie gewünscht war es dann um 21 Uhr trocken. Sehr gut.
Die erste Gruppe Leute war sehr angenehm, scheinbar waren dies die besser Motivierten. Die zwei Fahrgäste der zweiten Gruppe fanden den Rikschaevent ziemlich unnütz und sie waren richtig desinteressiert. Sie besprachen lieber die neusten Apps auf ihren Smartphones als dass sie etwas die Aussicht ins Nachtleben von Zürich genossen. Eigentlich wären sie lieber nach Hause gegangen, doch aus Anstand machten sie halt diesen Zitat "firmeninternen Teambildungsscheiss" mit. Na ja... Es waren halt Bankangestellte... Mir kann es ja egal sein. Die Organisatorin des Anlasses hatte ihre Freude und die Bezahlung war gut.
Auf dem Rückweg zur Garage fielen dann wieder Regentropfen. Petrus hat auf uns aufgepasst. Danke.