mechanisches Hirn
Die im Februar begonnene Vitaltrainerausbildung zwingt mich ein Stück weit, meine bisherigen Lernstrategien und -methoden zu hinterfragen und nach Möglichkeit zu verbessern. Und zu verbessern, gibt es an meinen bisherigen Lernstrategien noch vieles
. Es ist schon zu lange her. Volksschulzeit, vor 30 Jahren? Ich stellte fest: ich habe gar keine Lernstrategie mehr. Ich vertraute darauf, dass ich es schon irgendwie verstehen würde. Irgendwie... "Ich bin doch nicht blöd!" ![]()
Im Fach Methodik und Didaktik wurden verschiedene Lerntechniken vorgestellt und als Hausaufgabe sollten wir in den Sommerferien das eine oder andere mal ausprobieren.
Ich bin dabei beim Lernkasten, einer Lernkartei gelandet. Nix mit Elektronik, nix interaktiv, ohne Strom und ohne Internet. Nix mit Kärtchen bedrucken sondern alles von Hand schreiben. Steinzeittechnologie!
Aber eine für mich recht wirksame Lernmethode. Ich muss pro Fach die wichtigsten Themen herauspicken und entsprechende Fragen dazu formulieren. So befasse ich mich geistig mit dem Thema. Durch den Akt des Schreibens kommen noch weitere Kommunikationskanäle dazu, die später beim Durchlesen der Fragen helfen werden, sich an die richtige Antwort zu erinnern. Das einzige Problem an der Geschichte ist, dass Karteikarten schreiben eine recht zeitintensive Sache ist. Bisher habe ich etwa 100 Karten geschrieben. Dafür brauchte ich etwa 10 Stunden.
Ich schätze mal, dass ich jetzt etwa 50% des bisherigen Stoffs erfasst habe was also heisst, dass mir -bis zum aktuellen Stand- noch weitere 10 Stunden Kartenschreiben bevorstehen. Und: Für die nächsten Schullektionen nehme ich am Besten gleich die Kärtchen mit, damit ich die wichtigsten Punkte direkt während dem Unterricht notieren kann. Bis zum Ende des Grundlagenblocks wird meine Kartei wohl auf über 400 Karten anwachsen. -> Dann kann ich mit meinen Mitschülerinnen "Trivial Pursuit" spielen. Die sechs Farben des Spiels entsprechen dann den verschiedenen Unterrichtsfächern.
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Das Ganze macht an richtig heissen Sommerabenden natürlich noch einiges mehr Spass, als an einem regnerischen Tag wie heute. Doch Wetter ist nur aussen. Innen funktioniert das treffen, sich austauschen und Nahe sein auch bei Regenwetter. und so ist 1. August immer irgendwie sonnig, warm und gut. Es gibt uns Gelegenheit, uns in unser soziales Netz, in unsere Art, unsere Gegend, unsere Heimat, unser Land einzubringen, oder bei Bedarf auch mal sich fallen zu lassen und zu erkennen, dass wir eingebettet sind. Wir sind nicht allein. Wir stehen immer in Zusammenhang mit der uns umgebenden Welt. Und das zu erkennen tut gut. Es beruhigt, macht gelassener und stärkt das Selbstverständnis und -vertrauen.